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Volume No. 40. Bericht über die städtischen Markhallen

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1909 (Public Domain)

4 
Nr. 40. Markthallenverwaltung. 
Zusammenstellung -er im Jahre 1909 gezahlten Durchschnittspreise. (Nach Notierungen im amtlichen Marktbericht.) 
1909/10 
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Vs kg 
Vs kg 
Vs kg 
Vs kg 
Stück 
Stück 
Stück 
Stück 
Stück 
Stück 
Stück 
Vs kg 
Stück 
Stück 
Stück 
April 
0,61 
0,70 
0,44 
0,62 
0,73 
2,42 
2,40 
0,60 
3,23 
1,91 
1,32 
Mai 
0,87 
0,54 
0,72 
0,41 
0,58 
0,74 
— 
— 
■2,04 
— 
2,40 
0,95 
2,69 
1,86 
1,12 
Juni 
0,88 
0,47 
0,63 
0,32 
0,45 
0,61 
— 
— 
1,72 
0,66 
1,71 
0,72 
2,27 
1,49 
0,68 
Juli 
0,73 
0,50 
0,65 
0,3j> 
— 
0,43 
— 
— 
1,73 
0,70 
1,49 
0,60 
2,06 
1,48 
0,64 
August 
0,68 
0,46 
0,50 
0,35 
— 
0,64 
— 
— 
— 
1,81 
0,87 
1,45 
0,61 
1,91 
1,64 
0,92 
September 
0,85 
0,47 
0,61 
0,40 
0,37 
0,71 
1,02 
1,44 
— 
1,66 
0,90 
1,49 
0,61 
2,00 
1,48 
0,83 
Oktober 
0,88 
0,41 
0,46 
0,37 
— 
0,76 
0,96 
1,49 
3,78 
1,46 
0,92 
1,38 
0,55 
2,17 
1,34 
0,88 
November 
0,69 
0,45 
0,47 
0,42 
0,62 
0,90 
0,85 
1,24 
4,00 
1,34 
0,77 
1,61 
0,69 
2,32 
1,44 
0,94 
Dezember 
0,69 
0,46 
0,48 
0,40 
0,62 
0,96 
0,70 
0,96 
4,14 
1,62 
0,86 
1,69 
0,67 
2,23 
1,44 
0,97 
Januar 
0,69 
0,49 
0,49 
0,42 
0,63 
1,00 
— 
— 
3,97 
1,88 
1,15 
— 
0,69 
2,30 
1,68 
1,15 
Februar 
— 
0,52 
0,48 
0,46 
0,64 
1,02 
— 
— 
3,87 
1,89 
1,23 
2,00 
— 
2,46 
1,63 
— 
März 
— 
0,69 
0,60 
0,64 
0,70 
0,93 
— 
— • 
3,36 
2,03 
1,27 
3,60 
— 
2,23 
1,83 
— 
Jahresdurchschnitt 1909 
0,76 
0,49 
0,64 
0,41 
0,66 
0,78 
0,88 
1,28 
3,85 
1,80 
0,93 
1,91 
0,64 
2,31 
1,60 
0,94 
1908 
0,71 
0,47 
0,60 
0,38 
0,50 
0,71 
0,84 
1,12 
3,66 
1,76 
0,81 
1,84 
0,60 
2,62 
1,66 
0,93 
1907 
0,7t 
0,51 
0,64 
0,38 
0,64 
0,68 
0,76 
i,ii 
3,22 
1,76 
0,91 
1,73 
0,62 
2,58 
1,69 
0,89 
c) Fischhandel. 
Im Berichtsjahre 1909 war der gesamte Fischsang im allge 
meinen nicht sehr ergiebig und große Fänge waren durchweg selten. 
Die kalte Witterung im Frühjahr und während der Sommermonate 
waren der Fischerei und der Fischzucht nicht günstig. Die Folge 
war eine starke Beeinträchtigung der Fangergebnisse und Abwachs 
verhältnisse. Die Rückwirkung auf den Handel zeigte sich in über 
wiegend hohen, teilweise sogar außerordentlich gesteigerten Preisen, 
andererseits aber auch in einem auffallenden Rückgänge des Kon 
sums. Die bei normalen Witterungsverhältnissen aus dem Fluß 
fischmarkt sonst während der Laichzeiten eintretenden Preisstürze 
blieben im letzten Jahre aus. 
Über den Handel mit Hechten, Aalen, Zandern, Plötzen, Weiß 
fischen usw. ist besonderes nicht zu berichten. Die Preise für diese 
Sorten waren durchschnittlich höher, als im Vorjahre. 
Der Karpfenmarkt hatte am Ausgange des Jahres 1908, wie im 
Vorberichte bereits erwähnt worden ist, unter einer starken Depres 
sion zu leiden. In der ersten Hälfte des Etatsjahres 1909 erholte 
sich das Geschäft infolge des kalten Frühjahrs und die Preise 
zogen an. Der Verkauf der großen Lagerbestände aus dem Vorjahre 
erstreckte sich fast bis in den Hochsommer, so daß bis zum Erscheinen 
der ersten Frühkarpfen nur ein kurzer Zeitraum ohne Zufuhren blieb. 
Die Preise für 'Frühkarpfen hielten sich im allgemeinen in den Grenzen 
der Vorjahre, weil Produzenten und Handel aus einen warmen 
Herbst und demgemäß auf günstigere Abwachsverhällnisse hofften. Da 
aber die Herbstmonate ebenfalls ziemlich kühl waren, ließen sich die 
ungünstigen Einwirkungen des Sommers nicht mehr ausgleichen, was 
die Herbstabfischungen bei durchschnittlich 25 bis 30 v. H. geringeren 
Produktionsergebnissen nur zu einschneidend bestätigten. Die Folge 
hiervon war eine im Oktober und November anhaltende sehr gute 
Mittelpreislage und in der Hochsaison ein Anziehen der Preise bis 
zu noch nie dagewesener Höhe. Der Nutzen hieraus kam überwiegend 
dem Großhandel zugute, welcher seinen Hauptbedarf frühzeitig zu vor 
jährigen Einkaufspreisen gedeckt hatte. 
Der dem Karpfen als Konsumfisch nächststehende Fisch, die 
Schleie, war ebenfalls wesentlich knapper als sonst und erzielte dem 
entsprechend auch höhere Preise. Portionsftsche waren besonders im 
Mai und dann im September und anfangs Oktober sehr begehrt und 
wurden hoch bezahlt. 
Auf dem Seesischmarkte waren die Fangverhältnisse ebenfalls 
ungünstiger als im vorigen Jahre. Die erzielten Preise wiesen vor 
zugsweise eine Steigerung auf, während der Konsum zu wünschen 
übrig ließ und die Geschäftsabwickelung schleppend war. Die Zufuhr 
in russischen Zandern und gefrorenen amerikanischen Lachsen hielt sich 
in den bisherigen Grenzen, gefrorener sibirischer Lachs kam reich 
licher suf den Markt und erzielte durchweg wohlseile Preise. 
Das Krebsgeschäft war, wie auch im Jahre zuvor, lebhaft bei 
reichlicher Zufuhr sowohl in Edel-, als auch in galizischen Krebsen. 
In der Hochsaison waren die Preise für große Exemplare sehr hoch. 
Der Jahresumsatz unseres städtischen Verkaufsvermittlers für 
Fische betrug 
1900 
1908 
1907 
Zentner 
Zentner 
Zentner 
in lebenden Flußfischen 
13 503 
15 891 
13 087 
in toten Flußfischen und in Seefischen 
21142 
20 983 
15 989 
insgesamt 
34 645 
36 874 
29 076 
Die auf den Auktionen dieses Verkaufsvermittlers erzielten 
Durchschnittspreise gehen aus der nachstehenden _ Zusammenstellung 
hervor: 
Lebende F 
ische 
Tote Fische (in Eis) 
Seefische 
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Es wurden 
für 50 kg 
gezahlt 
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1909/10 
April . . . 
82,6 
146,o 
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81,o 
110,8 
125,4 
50,9 
102,6 
57,o 
112,4 
37,3 
50,i 
52,6 
25,2 
74,2 
90,9 
99,6 
23,0 
8,1 
12,6 
Mai . . . 
106,6 
79,9 
94,o 
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104,3 
61,1 
100,3 
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52,8 
63,8 
19,4 
76,8 
118,9 
99,3 
22,7 
7,3 
11,1 
Juni . . . 
94,4 
84,7 
89,o 
92,o 
55,6 
110,i 
53,2 
121,3 
35,8 
51,2 
58,8 
27,7 
78,7 
106,6 
82,7 
32,6 
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11,5 
Juli.... 
114,9 
87,o 
106,7 
70,6 
112,4 
76,4 
115,6 
47,9 
67,6 
41,6 
79,9 
97,4 
116,6 
8,2 
13,0 
August . . . 
107,2 
83,3 
86,o 
134,3 
61,4 
110,4 
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115,6 
44,2 
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32,7 
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116,2 
100,o 
8,1 
12,1 
September. . 
97,6 
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79,6 
144,o 
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96,8 
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29,6 
76,1 
117,o 
138,o 
25,6 
10,9 
16,9 
Oktober. . . 
89,4 
155,3 
81,9 
72,7 
120,6 
46,8 
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56,8 
96,9 
43,8 
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24,4 
79,2 
121,4 
116,o 
24,0 
22,0 
21,7 
November . . 
80,4 
111,8 
71,3 
69,6 
110,i 
36,4 
105,0 
55,6 
92,3 
46,7 
54,3 
62,8 
23,8 
89,6 
99,3 
95,6 
23,2 
14,3 
20,8 
Dezember . . 
89,6 
120,o 
82,3 
90,6 
117,o 
49,o 
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20,6 
11,5 
17,5 
Januar. . . 
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17,3 
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Februar . . 
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23,0 
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März . . . 
84,9 
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35,6 
72,5 
133,9 
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Jahresdurch- 
103,8 
13,4 
schnitt 1909 
95,8 
132,6 
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108,6 
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1908 
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