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Volume No. 19. Bericht der Deputation für die städtische Irrenpflege

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1909 (Public Domain)

Nr. 19. Städtische Jrrenpflege. 
1« 
Titel XII. Tie tägliche Durchschnittszahl der in Privatanstalten 
untergebrachten Patienten ist von 1 637 im Vorjahre auf 1 676, und 
; ie der Kranken in Familienpflege von 324 auf 347 gestiegen. 
Titel XIII. An Belohnungen für geleistete Arbeiten, für Zigarren 
und zur Weihnachtsbescherung für Kranke sind gezahlt 15 904,17 Jt. 
Verabfolgt wurden unter anderem 300 kg Rauchtabak, 450 kg Kau 
tabak, 60 kg Schnupftabak und 136 900 Stück Zigarren. 
Zu den Spaziergängen. Landpartien, Theateraufsührungeii der 
Kranken wurden den Verhältnissen entsprechend kleinere Geldbeträge 
gegeben. Zur Weihnachtsbescherung sind verwendet für die Kranken 
der Anstalt Dalldorf durchschnittlich 2 Jt und für diejenigen der Privat 
austalten und in Familienpflege 1,20 M für den Kops, wobei nach 
Möglichkeit den geäußerten Wünschen Rechnung getragen wurde. 
Titel XIV. Unterstützungen wurden au 227 entlassene Patienten 
gezahlt. 
Titel XV. Aus dem Anstaltskirchhose wurden 111 Leichen be 
erdigt, 55 auf Kosten der Armendirektion, 56 aus Kosten der An- 
'chörigen. Die in Privatanstalten verstorbenen Patienten wurden, 
soweit die Angehörigen die Bestattung nicht übernahmen, auf dem 
Zentralfriedhofe in Friedrichsfelde beerdigt. 
Für Särge und Leichentransporte usw. wurden verausgabt 
2 (>45,«» Jt. 
Titel XVII. Die Baulichkeiten und das Inventar der Anstalt 
ud bei Vorausbezahlung der Versicherungsgebühr aus 5 Jahre gegen 
Jeuersgesahr versichert bis zum 31. März 1911. 
Titel XX. Aus den Zinsen des Bierschen Fonds wurden an 
5 Patienten Unterstützungen von zusammen 50 Jt gezahlt. 
Nach dem Reglement für die Irrenanstalten der Stadt Berlin, 
betreffend Ausnahme, Behandlung und Entlassung Geisteskranker und 
über die Höhe der zu erstattenden Kosten, ist die Deputation für die 
städtische Jrrenpstege befugt, auch solche ortSangehörige Kranke gegen 
Bezahlung aufzunehmen, bei denen die Kosten für die Verpflegung 
in einer Privatanstalt weder aus dem eigenen Vermögen des Geistes 
kranken noch von feinen Angehörigen ohne Gefährdung ihrer wirtschaft 
lichen Lage aufgebracht werden können. 
Es dürfen jedoch 
a derartige Kranke der Anzahl nach ein von den Gemeinde 
behörden festgesetztes Höchstmaß nicht übersteigen, 
b, die Verpflegungskosten nicht unter 1 Jt und nicht über den 
vollen tarifmäßigen Anstaltsverpflegungssay hinaus festgesetzt 
werden. 
cs die zahlenden Kranken nicht anders als die nichtzahlenden 
behandelt und verpflegt werden. 
Nach diesem Reglement sind während des Jahres 1909 155 Per 
sonen verpflegt worden und zwar: 
53 
Personen 
zum 
Satze 
von 
täglich 
2^o Jt, 
20 
- 
. - 
- 
2,65 - 
1 
- 
* 
-** - 
5 
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■ 35 ~ 
- . 
- 
2,eo - 
1 
- 
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1,70 - 
1 
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- 
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- 
1,60 
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I,rv S 
1 
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- 
1,2« 
1 
- 
- 
- 
- 
1,10 - 
52 
- 
- 
1,00 
1 
- 
- 
- 
jährlich 
3O0,oo 
1 
- 
- M •; ■ - 
‘ - 
- 
120,oo 
0 
- 
- 
60f»oo 
3 
- 
- 
;■ - 
540,00 
2 
- 
- 
- 
, - 
430,00 
1 
- 
- 
- 
4.50,oo 
1 
- 
- 
- 
. - 
423,oo - 
1 
- 
- 
- 
- . - 
417,66 
1 
- 
- 
. - 
--. 
399,oo 
1 
zusammen 155 Personen. 
* 
337,60 
Diese 155 Personen haben im Berichtsjahre 23 503 Verviteguug 
tage in der Hauptanstalt und 14197 Berpflegnngstage in Privat 
anstalten, zusammen 37 705 Verpflegungstage, verbraucht nutz einen 
Kostenaufwand von 106 372,38 Jt verursacht, wobei der nach dem 
finanziellen Ergebnis für 1909 ermittelte Durchschnittsbetrag für die 
Verpflegung eines Kranken, einschließlich der Zinsen von dein Ankauf- 
preise des Gutes und die Kosten des Baues, sowie der Einrichtung, 
dagegen abzüglich der Einnahmen aus der Landwirtschaft und den 
Küchenabgänge», mit 2,912 Jt und für die nach den Privatanstalten 
verlegten Kranken mit 2,7ve Jt für den Tag der Kostenrechnung zu 
gründe gelegt ist. 
Aus diese in Höhe von 106 372,38 Jt 
berechneten Kosten sind an Vcrpflegungsbciträgen ein 
schließlich der Ertradiät 68 969.« 
eingegangen, so daß ein Zuschuß von , ,1,11 3/ 903,38 Jt- 
ersorderlich gewesen ist. 
F. Bericht über Las finanzielle Ergebnis der Jdiotenanstalt für 
Ist- 
Zu 
Ab 
Bleibt 
Pro Kopf und 
Im 
Jahre 1903 betrug die 
_ 
Wert der Bestände 
Tag 
Einnahme 
Titel 
Bezei ch n u il g 
einnähme 
pro 1909 
Ende 
1909 
März 
1910 
Einnahme 
pro 1909 
bei 
Kran- 
bei 
Kran- 
pro Kop! 
und Tag 
mithin 1909 
mehr wenige 
Jt 
Jt 
Jt 
Jt 
ken 
ken 
Jt 
Jt M 
Einnahme. 
I, 
Pacht und Mietszinsen 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
II. 
Aus der Anstalt gehörige Stiftungen . 
157,09 
— 
— 
.>24,69 
239 
(>,006 
235 
0,008 
(vergl. Ausgabe) 
III. 
Erstattungen an Kur- und Verpstegungs- 
kosten 
12 125,22 
— 
— 
12 125,22 
239 
0,139 
235 
0,096 
0,043 — 
IV. 
Erstattungen an Beerdigungskosten sowie 
Einnahme vom Kirchhofe .... 
— 
— 
— 
17,60 
— 
— 
— 
— 
- 
V, 
Erstattungen sür geliefertes Wasser . . 
17,50 
— 
— 
171 
• 
173 
— 
VI. 
Aus dem Verkauf von Küchenabgang, 
Stroh, Lumpen usw 
231,23 
— 
— 
231,23 
171 
0,004 
173 ' 
0,003 
O,ooi — 
VII. 
Arbcitsbetrieb der Anstaltsinsassen . . 
2 534,oo 
--- 
— 
2 534,oo 
171 
0,041 
173 
0,037 
0,004 — 
VIII. 
Aus der Landwirtschaft, der Gärtnerei 
und den Parkanlagen 
901,50 
— 
— 
901,50 
171 
0,014 
173 
0,012 
0,002 
IX. 
Aus Gewerbebetrieb 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
X. 
AuS Erbrechten, Schenkungen . . . 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
XI. 
Aus anderen Kassen, für welche die 
Anstalt Leistungen übernommen . . 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
XII. 
Sonstige Einnahmen. 
Zurückgezahltes Gehalt vom Lehrer 
JonaS 
>12,60 
— 
— 
ä 12,60) 
— 
— 
— 
Zurückgezahltes Gebalt von der Lehrerin 
z's ' 
>937,50 
Wendland 
425,06 
- 1 
— 
lRooI 
171 
0,015 
173 
0,002 
0,013 
Summe 
17 271,64 
17 271,64 
0,819 
0,166 
1 
0,068 | — 
Ab Schmidt'sche Stiftung 
367,50 
— 
— 
— 
- i 
- 1 
— 
— \ — 
Bleiben 
16 904,04 
— 1 
j— 
— 
_■ 1 
- 
— 
— 
—
	        
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