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Volume No. 34. Bericht der städtischen Tiefbaudeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1908 (Public Domain)

Nr. 34. Tiefbauverwaltung. 
Abänderung der durch Allerhöchste Kabinettsorder vom 29. Juli 1889 
genehmigten Straßenanlage — und für die Straße 30 vor der Ein 
mündung der abzuändernden Verlängerung der Putlitzstraße (Putlitz- 
steg). 
In Abteilung IX des Bebauungsplans. 
Für die Nordseite der Jnvalidenstraße zwischen dem Vorplatz 
des Stettiner Bahnhofs und der Chausseestraße. 
In Abteilung X2 des Bebauungsplans. 
Für eine Abänderung des zwischen der Stockholmer-, Christiania- 
straße und Wcichbildgrenze belegenen Gebietes unter Fortfall der 
Straße 806 zwischen Koloniestraße und Straße 69d. 
In Abteilung XII des Bebauungsplans. 
Für die Straße 168 zwischen Prenzlauer Allee und Dunckerstraße. 
d) Im Stande des Auslegungsverfahrens nach § 7 des'genannten 
Gesetzes befanden sich am Schluffe des Berichtsjahres die 
nachstehend verzeichneten Fluchtlinienentwürfe: 
In Abteilung IV des Bebauungsplans. 
Für die Nordseite der Grunewaldstraße zwischen der Haupt- und 
Gleditschstraße. 
In Abteilung VII des Bebauungsplans. 
Für die Straße 33 b von Wickinger- bis Hansaufer. 
In Abteilung XI des Bebauungsplans. 
Für eine Verlegung und Abänderung des Platzes v. 
IV. Oeffentliche und andere Wafferläufe. 
Spree. 
Mil der Errichtung einer Ufermauer am Hansaufer zwischen 
Tile Wardenberg- und Levetzowstraße aus Anlaß der Regulierung 
der Straße am Hansauser ist begonnen worden. 
Panke. 
Die mit den Staatsbehörden wegen Beseitigung des an der 
Dalldorfer Straße belegenen Wehres angeknüpften Verhandlungen 
sind zunächst ausgesetzt worden, weil eine Regulierung des Panke- 
flufses beabsichtigt ist, bei der auch die Frage der Beseitigung des 
Wehres ihre Erledigung finden soll. Dieses Projekt wird bei der 
Kanalisationsverwaltung bearbeitet. 
V. Straften und Plätze. 
1. Landerwerb. 
Auf Grund von Entschädignngsbeschlüssen des Polizeipräsidiums 
und von richterlichen Entscheidungen wurden rund 1 139 027 Jt für 
Landerwerb gezahlt. Einen Ueberblick über die in den letzten 5 Jahren 
unentgeltlich oder gegen Entgelt abgetretenen Flächen sowie über die 
in demselben Zeitraum verausgabten Kosten des Landerwerbs ergeben 
die folgenden Nachweisungen. 
Unsere in früheren Berichten gemachten Angaben, nämlich, daß 
die unentgeltlich abgetretenen Flächen zumeist auf neu angelegte 
Straßen in den äußeren Stadtgebieten, die gegen Entgelt abgetretenen 
auf ältere Straßen oder auf solche neue Straßen entfallen, deren 
Anlage notwendig war, um neue Verkehrswege zu schaffen, treffen 
auch für dieses Berichtsjahr zu. 
Abgetreten sind: 
Etatsjahr 
Unentgeltlich 
gm 
Gegen Entgelt 
gm 
Zusammen 
gm 
1904 
107 590 
33 661 
141 251 
1905 
234 320 
45 132 
279 452 
1906 
130 887 
29 388 
160 275 
1907 
120 843 
25 925 
146 768 
1908 
160 130 
28 105 
188 235 
Verausgabt sind: 
Etatsjahr 
Ordinarium 
Jt 
Extraordinarium 
Jt 
Summe 
Jt 
1904 
1 194 530 
122 695 
1 317 225 
1905 
2 941 003 
5 435 425 
8 376 428 
1906 
1 173 104 
11 453 233 
12 626 337 
1907 
2 445 332 
3 676 778 
6 122 110 
1908 
883 174 
941 688 
1 824 862 
Diesen Ausgaben stehen an Einnahmen gegenüber die Beträge, 
die auf Grund des Ortsstatuts vom 7./19. März 1877 sowie vom 
1906 von den Anliegern neuer Straßen mit den übrigen 
Kosten der Straßenanlage» in ungetrennter Summe entrichtet sind, 
sowie ferner der Erlös aus dem Verkauf von Restparzellen, dem Ab- 
bruch der Baulichkeiten nsw. 
Letzterer betrug: 
1904 1905 1906 1907 1908 
239 339 Jt, 897 653 Jt, 653 921 Jt. 267 979 Jt, 578 166 Jt. 
Die aus dem Extraordinarium im Jahre 1908 für Landerwerb 
aufgewendeten Mittel dienten zum Ankauf von Grundstücken und 
Grundstücksteilen: 
1. zur Wetterführung der Kaiser Wilhelinstraße, 
2. zur Verbeiterung der Wallstraße zwischen Neue Roßstraße und 
Jnselstraße, 
3. zur Verlängerung der Magazinstraße von Alexander- bis zur 
Dirksenstraße, 
4. zur Verbreiterung der Gartenstraße Ecke Jnvalidenstraße, 
5. zur Verlängerung der Eisenbahnstraße bis zur Spree. 
Der Wert des aus dem Straßenlanderwerbungsfonds mir er 
worbenen Baulandes, deffen Verwaltung zumeist durch die städtische 
Grundeigentumsdeputation erfolgt, betrug am Schluffe des Ver- 
Wallungsjahres etwa 18 051 039 Jt. 
Für 6 veräußerte Grundstücke hat die Stadtgemeinde an Rest 
kaufgeld zu fordern 2 395 364 Jt.. 
Soweit jene Grundstücke veräußert oder den städtischen Werken 
überwiesen werden, gelangt der Erlös oder erstattete Wert beim Etat 
der diesseitigen Verwaltung zur Vereinnahmung: insofern die Grund 
stücke jedoch für andere städtische Zwecke verwendet werden, erfolgt 
eine Erstattung ihres Wertes nur dann, wenn die Mittel für den 
Erwerb ans Anleihen bestritten worden sind. 
2. Pflastermaterlal. 
(Vergleiche Uebersicht beim Abschnitt Unterhaltung des Straßen- 
pflasters auf Seite 9.) 
Der Flächeninhalt des Dammpflasters der städtischen Straßen — 
hinsichtlich der Chausseen vergl. Abschnitt VI — betrug am Schluffe 
des Berichtsjahres: 
1904 
qm 
6 246 648 
1905 
qw 
6 335 029 
1906 
qm 
6 409 793 
1907 
qm 
6 483 322 
1908 
qlll 
6 548 356 
Davon waren be 
festigt: 
mit Asphalt . 
2 376 856 
2 499 698 
2 584 238 
2 680 983 
2 757 394 
■ Holz . . . ■ 
100 798 
104 901 
116 026 
124 419 
126 016 
- Steinen I. bis 
III Klaffe . . 
3 373 460 
3 310 798 
3 328 909 
3 346 993 
3 350 529 
Schlackensteinen . 
124 
124 
124 
124 
— 
- Zemenimacadam 
v«l.<!hausscen 
— 
3 943 
3 943 
6 310 
- Kleinpflaster auf 
Beton .... 
149 
149 
149 
149 
149 
also mit besserem Ma 
terial 
5 851 387 
5 915 673 
6 033 389 
6 156 616 
6 240 898 
Von der überhaupt 
gepflasterten Fläche 
sind dies .... 
93,«6 V.H. 
93,88 v H. 
94,18 V.H. 
94,s« V.H. 
95,30 V.H. 
Mit geringeren 
Steinsorten waren 
befestigt, und zwar: 
mit I V. bis V. Klaffe 
218 879 
244 509 
227 742 
200 251 
193 116 
- VI. > VIII. . 
176 382 
164 995 
148 662 
126 455 
114 842 
Asphaltpslaster. 
Im Berichtsjahre sind hinzugekommen 80 235 gm und 3 824 gm 
wieder beseitigt worden. 
Von der am 31. März 1909 vorhandenen Gesanuflächc (vergl. 
obige Nachweisung) sind von Unternehmern. Straßenbahngesellschafleir 
usw. 833 625 gm, von der Stadtgemeinde 1 923 769 gm zu unterhalten. 
Wegen der im Jahre 1906 über die Vergebung der Asphaltarbeiten 
an bestimmte zu diesen Leistungen herangezogene Unternehmcrficmen 
sowie wegen der über den Preis der Asphaltierungen selbst und einiger 
damit verbundenen Nebenarbeiten getroffenen Vereinbarung, welche 
bis zum 31. März 1911 gültig ist, nehmen wir Bezug auf unsere 
Ausführungen in den Berichten von 1906 und 1907. 
Gelegentlich der diesjährigen Umpflasterung der Zimmerstraße ist 
versuchsweise eine vor den Grundstücken Nr. 83 bis 86 nördlich der 
Straßenbahn belegene 248 gm große Dammfläche von der Neuchatel 
Asphalte Kompany mit Asphaltplatten gepflastert worden. Die Ver- 
legung dieser teils 25:25 om, teils 20:20 om großen, 5 om.starken 
und aus Val de Travers-Asphaltpulver unter hohem Druck hergestellten 
Platten erfolgte auf der üblichen Betonunterbettung in einer leichten 
Schicht von trockenem Zementmörtel niit möglichst dicht schließenden 
Fugen, die zudem noch mit Zementmörtel eingeschlemmt wurden. Das 
Plattenpflaster unterliegt denselben Unterhaltungsbedingungen wie das 
in geschloffener Decke gestampfte Pflaster und ist im Nichtbewährungs- 
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