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Volume No. 47. Bericht des Kuratoriums der städtischen Zentrale Buch

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1907 (Public Domain)

Verwaltungsbericht 
des 
Magistrats zu Berlin 
für 
das Ltatsjahr 1907. 
M 47. 
WerichL öes Kuratoriums der städtischen Zentrale Wuch. 
Uorwort. 
3. Leistungen der Zentrale. 
In der Zusammensetzung des Kuratoriums haben im Berichts 
jahre folgende Aenderungen stattgefunden. An Stelle des aus dem 
Kuratorium ausgeschiedenen bisherigen Vorsitzenden stadtrats 
Marggraff ist Stadtrat Venzky neu eingetreten und zum Vor 
sitzenden Stadtrat Mielenz ernannt worden. 
Das Kuratorium setzt sich nunmehr aus folgenden Mitgliedern 
zusammen: Stadtrat Mielenz als Vorsitzender, Stadlrat Stadt- 
syndikus vr. Hirsekorn, Stadtrat Kalisch, Stadtrat Or. Straß- 
mann, Stadtrat Venzky. 
Eine weitere Aenderung in der Geschäftseinteilung ist dadurch 
hervorgerufen, daß die bisher im Kanalisationsbureau erledigten 
Bureaugeschäfte des Kuratoriums voni 21. Oktober 1907 ab in dem 
in Buch neu eingerichteten Bureau des Kuratoriums der Zentrale 
Buch bearbeitet werden: zugleich wurden auch die Geschäfte des Guts 
vorstehers und Standesbeamten von Buch, die vordem bei der Guts- 
verwaltung und im Bureau des Amtsvorstehers von Buch geführt 
waren, dem neuen Bureau zugeteilt. 
1. Betriebsverwaltung. 
Neubauten bezw. größere Umbauten wurden im Betriebsjahre 
nicht ausgeführt, da außer den in Buch bereits vorhandenen städtischen 
Verwaltungen neue Anstalten noch nicht fertig gestellt waren. Aus 
diesem Grunde sind auch Aenderungen im Betriebe nicht zu verzeichnen. 
Zu den bisherigen Leistungen der Zentrale kamen hinzu: 
a) die Lieferung von Dampf für die Heizungsanlagen des Hospital- 
Neubaues in Buch zur Vornahme von Arbeiten im Innern der 
Gebäude und zur Austrocknung der Räume, 
b) die Lieferung von Backwaren für die auf dem Gute Schmetz 
dorf beschäftigten Fürsorgezöglinge für Rechnung der Waisen- 
Verwaltung. 
2. Zentraldispensicranstalt. 
Nachdem die Besichtigung der Zentraldispensicranstalt durch die 
Bevollmächtigten der Königlichen Regierung stattgefunden hatte und 
die Einrichtungen vorschriftsmäßig befunden worden waren, wurde 
die Genehmigung zur Eröffnung der Anstalt durch den Königlichen 
Regierungspräsidenten erteilt und diese selbst am 8. Juli 1907 dem 
Betrieb übergeben. 
Nach den bestehenden Bestimmungen ist die Anstalt nur befugt, 
die für die städtischen Anstaltsinsassen und die in den Anstalten 
wohnenden Angestellten in Buch benötigten Medikamente usw. her- 
zustellen. 
Die Verrechnung der den einzelnen städtischen Anstalten in Buch 
gelieferten Arzneimittel usw. erfolgt nach dem im vorjährigen Ver 
waltungsberichte angegebenen Verfahren. 
Veränderungen im Betriebe der Zentraldispenfieranstalt sind nur 
insofern eingetreten, als für die Heimstätten Blankenburg. Blanken- 
selbe und Malchow Selterswasser und Limonaden geliefert wurden. 
Für die Apotheker der Zentraldispensieranstalt-ist eine Dienst- 
anweisung ausgearbeitet und unterm 27. Juli 1907 vom Magistrat 
genehmigt worden. 
Die Leistungen der Zentrale erstrecken sich: 
a) auf die Bereitung und Lieferung von Dampf für Heiz- und 
Wirtschaftszwecke, 
d) auf die Beschaffung und Lieferung von kaltem und warmem 
Wasser, 
c) auf die Erzeugung von elektrischem Strom für Beleuchtung- 
zwecke und auf die damit im Zusammenhang stehende Beschaffung 
der Beleuchtungskörper sowie die Ausführung von Reparaturen 
an den maschinellen und elektrischen Anlagen, 
ä) auf die Herstellung und Lieferung von Medikamenten und 
Backwaren, 
c) auf die Wäschereinigung. 
An diesen Leistungen hatten außer den bereits unter Nr. 1 ge 
nannten, folgende Anstalten und Verwaltungen teilgenommen: 
Die III. städtische Irrenanstalt in Buch, die Heimstätten Buch, 
Blankenburg, Blankenfelde und Malchow, — letztere'drei nur bezüg 
lich der Wäschereiniguug — ferner die Gutsverwaltung in Buch, die 
Bauinspektion in Buch sowie die Angestellten der städtischen Anstalten 
in Büch. 
Im Berichtsjahre wurden in den einzelnen Betrieben der Zentral e 
nachstehende Mengen gewonnen: 
I. Kesselhaus. 
Es wurden 14125175 kg Kohlen verbrannt, die unter Zu 
grundelegung einer 7,5 fachen Verdampfung rund 105 938 813 kg 
Dampf erzeugten. 
II. Elektrizitätswerk. 
Nach den vorhandenen Zählern betrugen die erzeugten Mengen 
599 660,i Kilowattstunden. 
III. Wasserwerk. 
Durch Wassermesser wurden festgestellt: 
a) 346 228,447 cbm kaltes Wasser, 
b) 43008,202 cbin heißes Wasser von 85°0. 
IV. Wäscherei. 
Für andere Anstalten außer der Zentrale sind gewaschen worden: 
363 611,5 kg, von denen 77 971 kg noch einer Desinfektion durch 
Kresolseifenlösung unterzogen werden mußten. 
Es wurden gebacken: 
219 741,oo kg Roggenbrot, 
1538,oo . Hefenbrot, 
135 252,io - Semmel, 
5 139,39 - Milchbrot, 
Bäckerei. 
6 626,92 kg Zwieback, 
304,oo - Stollen, 
zus. 368 596,41 kg Backwaren. 
Zur Erzeugung beziehungsweise Herstellung dieser Mengen war 
ein Verbrauch von: 
179,« iStück-u.Förderkohlen, 
13 954,575 - Erbskohlen, 
13,55 -Briketts. 
170,35 -Halbsteine, 
2 t Schmiedekohlen, 
60 hl Holzkohlen, 
79 cbm Holz.
	        
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