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Volume No. 41. Bericht über den städtischen Vieh- und Schlachthof sowie über die städtische Fleischbeschau

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1907 (Public Domain)

Nr. 41. Vieh- und Schlachthof. 
Ausgaben. 
1 495 925 M gegen 1361 640 M im Vorjahre. 
davon entfallen auf: 
persönliche Ausgaben . 1410542 - . 1284 211 - - 
sächliche 86 383 - - 77 429 - - 
IV. Beschau für das von außerhalb eingeführte Fleisch. 
Einnahmen. 
64 392 M gegen 58 748 JC im Vorjahre. 
darunter an: 
Schaugebühren . . . 64 390 - - 58 619 - - 
II. Städtische 
A. Allgemeiner Teil. 
Im Berichtsjahre 1907 sind Bestimmungen, die für die Fleisch 
beschau im Jnlande von Belang wären, staatlicherseits nicht ergangen. 
Erwähnt mag werden, daß die beiden Großherzogtümer Mecklenburg 
der von den übrigen norddeutschen Bundesstaaten getroffenen Verein- 
barung, die Trichinenschau betreffend, beigetreten sind. 
Der Gemeindebeschluß vom 11. Dezember 1903, betreffend die 
Untersuchung des Schweinefleisches aus anderen deutschen Bundes 
staaten auf Trichinen, der 1903 auf Anregung seitens der staatlichen 
Behörden ergangen war, wird aufgehoben, nachdem auf abermalige 
Anregung von jener Seite her seine Wirkung durch entsprechende In 
struktion an die beteiligten Beamten und Sachverständigen ersetzt 
worden ist. 
Das Personal hat seit 1906 wegen der starken Zunahme der 
Schweineschlachtungen um 35 Köpfe vermehrt werden müssen. 
Die Nachprüfungen des Trichinenschaupersonals durch 
den Direktor haben auch in diesem Berichtsjahre nicht zu Kündigungen 
geführt. 
Der Freibankbetrieb hätte nach einem staatlicherseits aufgestellten 
Muster einer Freibankordnung zum 1. April 1908 umgestaltet werden 
sollen: wegen der Kürze der noch zur Verfügung stehenden Zeit ist 
jedoch ein Aufschub bis 1. Oktober 1908 erwirkt worden. Im übrigen 
ist über den Freibankbetrieb nichts besonderes zu bemerken. 
Die Ausgaben der Fleischbeschauverwaltung betrugen: 
, . in den 
auf dem L-chlachthofe Untersuchungsstationen 
1907 
1 495 924 Jft, 
47 090 M, 
1906 
1361640 - 
48 021 - 
1905 
1231 462 - 
65 097 - 
1904 
1 207172 - 
122 426 - 
1903 
1135 090 - 
148 072 - 
1902 
942 493 - 
266151 
1901/1905 
1 077 624 - 
174 597 - 
1896/1900 
« 
724 446 - 
254 267 - 
1891/1895 
562 308 - 
.221018 - 
1886/1890 
437 785 - 
221574 - 
1883/1885 
264 681 - 
Ueber die zum Teil auffälligen Aenderungen in der Höhe der 
Ausgaben in den einzelnen Jahren ist bereits in früheren Berichten 
wiederholt Aufklärung gegeben worden. 
Die Zunahme der Ausgaben für 1907 ist in der Hauptsache 
bedingt durch die um 46 538 größere Zahl der Schweineuntersuchungen 
aus dem Schlachthofe, sowie durch die skalenmäßigen Gehaltserhöhungen. 
Die Einfuhr nachbeschaupflichtigen frischen Fleisches 
über die Untersuchungsstationen hat 1907 im ganzen zugenommen: 
das gilt namentlich für Schweinesteisch. Die Einnahmen sind um 
rund 5770 M höher, als 1906. 
Die Gebührensätze für die Beschau auf dem Schlachthofe 
haben mit Ausnahme dessen für die Schweinebeschau erhöht werden 
müssen (siehe folgende Uebersicht): die für auswärtiges Fleisch sind 
unverändert geblieben. 
Ausgaben. 
47 091 Jt gegen 48 021 M im Vorjahre. 
davon entfallen aus: 
persönliche Ausgaben . 36 287 - - 36 699 - - 
sächliche 10 804 • - 11322 - 
Fleischbeschau. 
Die Gebühren betrugen: 
a) auf dem Schlachlhose. 
im 
Jahre 
für für 
Rinder Fresser 
-4 -4 
für 
Kälber 
4 
für 
Schafe 
4 
für 
Schweine 
J, 
1907 
85 
1 75 
35 
26 
105 
1906 
70 
60 
30 
15 
105 
1905 
70 
60 
30 
15 
100 
1904 
70 
60 
30 
15 
100 
In den Zwischenzeiten 
1908 
70 
60 
30 
15 
100 
blieben die Ge- 
1901 
60 
25 
10 
90 
bühren ziemlich un- 
1900 
50 
20 
10 
85 
verändert. 
1895 
40 
20 
10 
90 
1891 
50 
10 
10 
90 
1887 
30 
10 
10 
90 
1883 
30 
10 
5 
100 
b) in den Untersuchungsstationen: 
im 
"IS 
1 
für Schweine 
mit ohne 
J“ j 
3Li 4>5d 
Z-Z 
«s 
Trichinen- 
\zL*t5 5 ^ 
Jahre 
schau 
®, EH. 
4 
4 
4 
4 
4 
4 
1007 
50 
30 
20 
115 
55 
35 
50 
1904 
(seit 20. 5.) 
1903 
1901 
50 
30 
20 
115 
55 
55 
In den Zwischen- 
40 
40 
25 
25 
20 
20 
100 
100 
40 
15 
15 
zeiten blieben die 
Gebühren unver- 
ändert. 
1896 
40 
30 
30 
100 
— 
20 
1893 
40 
30 
30 
100 
30 
Das Fleischbeschaupersonal hat am Ausgange des Berichts 
jahres bestanden aus dem Direktor, 48 Tierärzten, 26 Hilfstierärzten, 
1 Bureauassistemen, 13 Bureaugehilsen, 3 Kontrolleuren. 14 Abteilungs 
vorstehern des Trichinenschauamts, 26 Vertretern derselben, 2 Kassierern, 
127 Trichinenschauern, 124 Trichinenschauerinnen, 46 Hilfsbeschauern. 
51 Hilfsbeschauerinnen, 97 Probenentnehmern, 38 Slemplern, 70 
Hilfsstemplern, 1 Oberaufseher, 3 Aufsehern. 2 Pförtnern, 28 Arbeitern 
und 14 Arbeiterinnen, zusammen 735 Personen (gegen 700 im Jahre 
1906), wovon 11 den Untersuchungsstationen angehören. 
Ueber die Erkrankungsverhältnisse unter dem Personal gibt 
die folgende Uebersicht einigen Aufschluß: es entstelen:
	        
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