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Volume No. 36. Bericht der städtischen Verkehrsdeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1907 (Public Domain)

Nr. BB. Verkehrsdeputation. 
5 
Nähere Auskunft über die Betriebsausgaben ergibt die nachstehende Zusammenstellung: 
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JC 
1898 
1 800,oo 
5 124,20 
146,68 
1 907,62 
329,14 
577,39 
67,32 
1 284,62 
25,44 
19,16 
32,00 
50,oo 
11 028,61 
1899 
— 
139,83 
1 800,oo 
5 632,23 
87,03 
1 298,34 
306,98 
362,43 
63,00 
189,08 
955,36 
19,93 
19,16 
32,oo 
354,40 
11219,13 
1900 
— 
358,70 
1980,oo 
6 592,64 
155,09 
1 509,69 
311,70 
492,28 
63,00 
1211,19 1418,58 
21,20 
19,16 
32,00 
1 414,oo 
14 977,33 
1901 
— 
875,34 
1 980,oo 
5 716,80 
90,61 
1 841,84 
226,36 
289,34 
63 oo 
124,42 
1106,61 
19,08 
19,16 
32,oo 
4 359,13 
16 243,70 
1902 
1000 
383,67 
1 980,oo 
5 791,63 
67,70 
1 333,90 
212,10 
526,81 
63,ao 
680,18 
784,67 
16,96 
289,00 
32,oo 
3 983,09 
17 144,71 
1903 
1000 
852,68 
1 980,oo 
6 149,88 
106,40 
1 005,87 
250,41 
86:4,82 
63,oo 
2 022,41 
1 733,67 
20.14 
187,20 
32,oo 
4 160,71 
20 427,79 
1904 
1000 
1 498,04 
1 980,oo 
6 064,84 
132 63 
1 113,91 
259,06 
1 006,73 
63,00 
1 936,22 
733,oi 
19,93 
307,oo 
32.00 
2 838,76 
18 975,02 
1905 
1000 
2 272,97 
2 100,oo 
6 580,89 
317,90 
1 106,42 
242,16 
1 548,70 
63,00 
1 408,85 
861,04 
18,66 
178,20 
32,00 
814,56 
18 547,16 
1906 
1 000 
2 339,16 
2 360,oo 
7 740,47 
118,40 
1085,93 
256,06 
1 538,66 
63,00 
1 363,58 
1 461,77 
20,14 
19,20 
32,oo 
1 052,93 
20 451,30 
1907 
1000 
2 895,68 
2 540,oo 
6 915,65 
70,19 
817,07 
303,73 
1 498,82 
63,oo 
916,60 
1 162,66 
26,29 
19,20 
32,oo 
7 020,60*) 
26 281,49 
*) Darunter: 
132,oo JC llnfallverficherungsbeitrag, 
626,50 - Wassergebühr, 
180,oo M Dienstentschädigung für die Maschinenaufsicht, 
66,oo - Kosten für die Vertretung des Wiegemeisters, 
15,so - Sächliche Verwaltungskosten. 
0. Prioatuferanlagen. 
Am 31. März 1907 waren Privaluferanlagen vorhanden, für 
welche widerrufliche Genehmigungen erteilt sind, und zwar: 
1 Auffahrt zu einem Grundstück, 
18 Dampferanlegestellen, 
7 Bootsanlegestellen, 
2 Wafferlreppen, 
7 Fischkastenständer, 
1 Badeanstalt, 
20 Ladestellen, 
16 Krananlagen, 
1 Laufsteg, 
4 Verkaufshallen, 
4 Wagestellen, 
2 Kranwärterbuden, 
1 Lagerplatzzugang, 
1 Kontorbude, 
1 Gerätschaftsbude, 
1 Schilderplatz, 
3 Wasserrohranlageu, 
1 Kohlenbeförderungstunnel, 
1 Stätteplatz. 
Für die Abmessung der Höhe der zu zahlenden Anerkennungs 
gebühren waren Lage und Umfang des in Anspruch genommenen 
Terrains und das Maß der Benutzung entscheidend. 
Außerdem haben 63 Obst- und Kartoffelschiffer am Ufer vor 
übergehend einen Verkaufsstand eingerichtet. 
Die Anerkennungsgebühr wurde von den Obstschiffern in bis 
heriger Höhe weiter erhoben. 
Die von dem Direktor Karl Pernet in Aussicht genommene 
Herstellung einer größeren Anlage am Humboldthafen zum Ausladen 
von Mauersteinen ist nicht zur Ausführung gelangt. 
D. Hafenprojekte, 
a) Osthafen. 
Gegen die geplante Ueberführung der Hafenanschlußbahn über 
die Straße Alt-Stralau war, wie bereits früher berichtet, seitens 
verschiedener Jntercffenten, darunter auch von dem Gemeindevorstand 
von Stralau, Einspruch erhoben worden. Nachdem auf Grund von 
eingehenden Verhandlungen von Einzelnen, u. a. von der Postdirektion, 
die Einspüche zurückgenommen waren, wozu hauptsächlich der Umstand 
Veranlaffung gab, daß die Stadt die Herstellung eines Fußgänger 
tunnels zusagte, wurden die übrigen Einsprüche von dem gemäß § 44 
des Kleinbahngesetzes vom 28. Juli 1892 zur zuständigen Landes- 
polizeibehörde bestimmten Polizeipräsidenten von Berlin als un 
berechtigt zurückgewiesen. Gegen diese Entscheidung ist seitens der 
Gemeinde Stralau und einer Anzahl von Einwohnern dieser Ge 
meinde Einspruch beim Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten er 
hoben worden. Diesem Einspruch hat der Herr Miniffer stattgegeben. 
Die nunmehr von neuem notwendig werdenden Erhebungen und 
Verhandlungen bedingen eine weitere beklagenswerte Verzögerung in 
der Ausführung unseres Entwurfes. 
Bei den Vorverhandlungen hatte die Gemeinde Stralau die 
Rücknahme ihres Einspruchs in Aussicht gestellt, wenn eine Verbindung 
Stralaus mit Treptow durch Herstellung einer Fahrbrücke über die 
Spree auf Kosten der Stadt Berlin als Gegenleistung gebaut würde. 
Wir waren nicht in der Lage, für Verbefferungen von Verkehrsver 
bindungen zwischen anderen Gemeinden den städtischen Säckel mit 
einer Ausgabe von ungefähr 1060000 JC — so hoch sind die Brücken 
kosten veranschlagt — zu belasten, da diese Verbeflerung mit dem 
Hochbahnprojekt in keinem Zusammenhange steht, und da insbesondere 
die Gemeinde Stralau von der Ausführung des Hafenprojekts große 
Vorteile haben wird, die die geringen Nachteile weit überwiegen. 
Der Fiskus hat uns, wie bereits berichtet, die für die Hafen 
anlage erforderlichen Spreeflächen zum Preise von 20 JC für das 
Quadratmeter überlaffen. Da dieser geringe Preis nur mit Rücksicht 
auf die Gemeinnützigkeit des Hafenumernehmens gestellt war, so haben 
wir uns außerdem verpflichten müffen, für den Fall, daß das so ge 
wonnene tzafengelände oder Teile desselben dem Lösch- und Lade- 
verkehr entzogen werden sollten, eine Nachzahlung von 20 JC für das 
Quadratmeter zu leisten. 
Im übrigen ist in Würdigung der bereits in unserem vorigen 
Bericht angeführten Gründe, die für die Nachsuchung der Bewilligung 
erforderlichen Mittel maßgebend waren, ohne Rücksicht auf die noch 
ausstehenden Verhandlungen und Genehmigungen wegen des Gleis 
anschlusses usw. bereits mit der Aufhöhung und Einebnung des Ge 
ländes und mit der Herstellung der Kaimauer begonnen worden. 
d) Westhafen. 
Die Weitcrbearbeitung des Projekts ist soweit gefördert, daß es 
demnächst zur Vorlage gebracht werden wird. Auch find die Ver- 
Handlungen mit der Königlichen Eisenbahndirektion wegen des bereits 
früher erwähnten Geländeaustausches sowie wegen des Eisenbahn- 
anschlusses fortgesetzt worden. 
v) Städtische Lagerhalle am Humboldthafen. 
Nachdem das Speichergebäude im Laufe des Berichtsjahres im 
Bau fertiggestellt ist, haben wir mit dem 1. April 1908 mit dem 
Betriebe dieser neuen städtischen Anlage begonnen. Dem Gebäude 
haben wir die Bezeichnung „Städtische Lagerhalle am Humboldthafen" 
gegeben. 
Um diesen fast rein kaufmännischen Betrieb möglichst beweglich 
zu gestalten, haben wir die ganze Verwaltung einer Kommission, 
bestehend aus den Stadlräten Jacoby und Alberti, Magistratsrat 
Hamburger und Stadtverordneten Dyhrenfurth übertragen mit 
der Maßgabe, daß dieser Kommission völlig freie Hand in der Be 
triebsleitung sowie in der Festsetzung der Gebühren und Vergütungs- 
sätze usw. gelassen wird. 
Ueber die Betriebsergebniffe werden wir im nächsten Jahre 
berichten. 
In unserm letzten Bericht haben wir die für Verkehrszwecke 
erforderlichen Mittel, welche im Anleihewege zu beschaffen sind, an 
gegeben. Die Gesamtsumme stellte sich auf rund 12000000(H Durch 
dte — wie in diesem Bericht mitgeteilt — in Aussicht genommene 
Herstellung einer Untergrundbahn Moabit—Rixdorf sowie für den in 
Aussicht genommenen Ausbau neuer Ladestraßen treten der vor 
genannten Summe von 120000000 JC noch weitere 66000000 JC 
hinzu, sodaß sich das Anleihebedürfnis der Stadt für Verkehrszwecke 
aus 186 000 000 JC stellen würde. 
Die Berücksichtigung dieser Summe bei Aufnahme einer neuen 
Anleihe haben wir bei dem Magistrat beantragt. 
Berlin, den 10. September 1908. 
^Städtische Verkehrsdeputation. 
Kirschner.
	        
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