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Volume No. 34. Bericht der städtischen Tiefbaudeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1907 (Public Domain)

Nr. 34. Tiefbauverwaltung. 
5 
Schlackensteine. 
Auster der in der Zosfener Strahe. nördlich der Barulher Straste 
innerhalb der Gleise der Straßenbahn belegenen, 124 gm großen Fläche 
sind andere Straßen bezw. Straßenteile mit diesem Material nicht 
gepflastert. 
Zementmacadam. 
Die von Kieserling in den Jahren 1901 und 1903 bis 1906 auf 
dem großen Wege im Tiergarten von der Tiergartenstraße bis zur 
Charlottenburger Chaustee sowie auf der Zufahrlstraße zur Melanch- 
thonkirche auf dem Urbanplatz, in der Kesselstraße auf dem sogenannten 
Keffel und in der Verbindungsstraße auf dem Brunnenplatz vor dem 
Amtsgericht Wedding zwischen Schönstedt- und Thurnevsserstraße aus- 
geführten Pflasterungen mit Zementmacadam sowie das im Jahre 1904 
von Roscher in Dresden auf einer etwa 140 m langen Strecke des 
großen Weges aus Diabas- (Grünslein) Steinschlag mit Sternzement 
nach dem Jantzen sehen Verfahren hergestellte Pflaster haben bisher 
zu Ausstellungen keine Veranlassung gegeben. 
Der Umfang der mit Zementmacadam belegten Fläche beträgt 
19 185 gm. 
Kleinpflaster in Zement. 
Hinsichtlich des im Jahre 1897 an der Kreuzung der Andreas 
und Blumenstraße hergestellten Kleinplasters in Zement nehmen wir 
Bezug auf unsern Bericht für 1901. 
Steinpflaster. 
Am 1. April 1907 waren ausschließlich des vorerwähnten Schlacken 
stein- und des Kleinpflasters in Zement vorhanden . 3 705 313 gm. 
Es sind hinzugekommen . . . 93 020 gm, 
abgegangen 124 629 - 
Die Fläche hat sich also verringert um . . . 31609 - 
Am Ende des Jahres waren somit .... 3673704 gm 
vorhanden, wovon zu unterhalten sind von Straßen 
bahnen usw 924 921 - 
von der Stadtgemeinde . . . . 2 748 783 • 
Das Sieinpflaster erhält in verkehrsreichen Straßen und in allen 
denjenigen Straßen, in denen Stratzenbahngleise eingebaut werden, 
eine Unterbertung aus Pack- und Schüttsteinen, die mit einer 3 cm 
starken Kiesschicht abgeglichen wird, in Nebenstraßen besteht die 
Unterlage dagegen lediglich aus einer Kiesbetlung von 20 cm Stärke. 
Die beiden Steinlagerplätze in Treptow bezw. am Nordufer 
haben eine Fläche von im ganzen 80 230 gm. 
Die Geschäftsräume der Depotverwaltung befinden sich wie bis 
her auf dem Platz in Treptow, aus welchem auch ein gemeinschaft 
liches Wohnhaus für den Depotverwalter und einen Depolaufseher 
vorhanden ist. 
Die Geschäftsführung des Steindepots ist in derselben Weise 
gehandhabt worden, wie sie zu Anfang des Jahres 1896 eingerichtet 
worden ist: vergl. den Bericht für 1896/97. 
Die in der Dienstvorschrift angeordneten Prüfungen der Bestände 
des Depots haben unter Mitwirkung der Kuratoren stattgefunden und 
zu Ausstellungen keine Veranlassung gegeben. 
Beschafft sind im Jahre 1907 59 554 gm neue Pflastersteine, 
welche sämtlich aus schwedischen Granitbrüchen bezogen wurden. 
Die Preise der Steine betrugen im Durchschnitt: 
für Klane 
im Etatsjahre 
1902 
1903 
1904 
1905 
1906 
1907 
für 1 gm 
Jt 
Jt 
JC 
Jt 
Jt 
Jt 
1 19/20 cm 
hoch — 
— 
— 
— 
— 
— 
77/19/20 - 
" (15/16 - 
- 10,52 
— 
— 
— 
— 
9,76 
- 9,61 
8,76 
— 
8,61 
9,36 
(19/20 - 
11J \ 15/16 - 
• 10,91 
9,89 
12,23 
9,36 
9,66 
— 
- 9,56 
— 
— 
8,12 
— 
— 
Bei den Ausführungen wurden 99 371 gm alte Steine und 
2 639 cbm Pack- und Schüttsteine gewonnen: 10 880 gm — 2 176 cbm 
alte Pflastersteine wurden auf den Lagerplätzen zu Pack- und Schütt- 
steinen zerschlagen und 61 840 gm — 12 368 cbm an Private usw. 
verkauft. 24 549 gm Pflastersteine sowie 4 281 cbm Pack- und Schütt- 
steine im Werte von 109 065 Jt waren am Schluffe des Jahres auf 
den Lagerplätzen noch vorhanden. 
Aus der nachstehenden Zusammenstellung ist der Bestand am 
Beginn deß Jahres, der Zugang, der Abgang und der Bestand am 
Ende des Jahres von jeder der verschiedenen Steinsorten zu ersehen: 
Bestand am 
Anfange 
1907 
gm 
Zugang 
qm 
Abgang 
qm 
Bestand am 
Schluffe 
1907 
gm 
Neue Pflastersteine 
Klaffe I 
3 503 
— 
329 
3174 
- II 
15 656 
49 989 
43 852 
21 793 
- III 
10 577 
9 564 
8 010 
12 131 
- IV.... . 
1672 
— 
— 
1672 
Summe 
31408 
59 553 
52 191 
38 770 
Alte Pflastersteine 
Klaffe I . . . - 
1 349 
1123 
678 
1794 
III ... . 
4 660 
9 075 
6 365 
7 370 
IV ... . 
1 526 
10 388 
10 257 
1656 
- V . . . . 
1081 
32 280 
32 322 
1039 
- VI/VII .... 
1 495 
10 335 
10 335 
1495 
(= 299 cbm) 
(=2 067 cbm) 
(-2067 cbm) 
(— 299 cbm) 
- VIII .... 
5 680 
21 995 
22 580 
5 095 
(=3136 cbm) 
(— 4 399 cbm) 
(—4 516 cbm) 
(—1019 cbm) 
IX ... . 
4 560 
14 175 
12 635 
6100 
(— 912 cbm) 
(=2835 cbm) 
(=2527 cbm) 
(=1220 cbm) 
Summe 
20 350 
99 371 
95172 
24 549 
Hierzu neue Steine . 
31408 
59 553 
52191 
38 770 
Gesamtsumme 
51 758 
158 924 
147 363 
63 319 
' 
cbm 
cbm 
cbm 
cbm 
Packsteine 
3 237 
2 589 
3 397 
2 429 
Schüttsteine .... 
2 603 
2 702 
5 458 
1852 
Kosten bezw. Werl der Steine usw. einschließlich der Kosten des 
Aufsetzens der Steine und der Depotverwaltung. 
Geldausgabe 
Materialien- 
Bestand Zugang 
am im 
Anfange Jahre 
1907 1907 
./ft Jt 
Geldeinnahme 
Materialien. 
Abgang Bestand 
im ! am 
Jahre ! Schluffe 
1907 1907 
Jt Jt 
Neue Pflastersteine.... 
342 306 
576 312 
545 538 
418511 
Alte Pflastersteine .... 
61 821 
258 793 
80 596 
Pack- und Schüttsteine . . 
42 637 
285346 
45 013 
28 469 
Verschiedene andere Materi 
alien 
' 14 901 
5 134 
16 422 
Für Arbeiten auf den Lager 
plätzen einschließlich der 
Kosten der Anfertigung von 
Pack- und Schüttsteinen ge 
zahlt bezw. zurückerstattet. 
79 022 
41 
Fehlbetrag infolge Abgabe 
von Material zu niedri 
geren als den Anschaffungs 
preisen 
3 828 
Summe 
461 («55 
940 680 
858347 
543 998 
1 402 345 
1 402 345 
3. Pflasterausführungen, 
a) Neupflasterungen. 
Hierzu wird zunächst folgendes bemerkt: 
Nach dem Ortsstalut vom ^75 darf die baupoti- 
zeiliche Genehmigung zur Errichtung von Wohngebäuden mit Aus- 
gängen nach Straßen, die noch nicht den baupolizeilichen Vorschriften 
entsprechend hergerichtet sind, nur mit Zustimmung der städtischen 
Bauverwaltung erteilt werden. Sie wurde früher in der Regel davon 
abhängig gemacht, daß der Eigentümer sich persönlich verpflichtete, 
seinerzeil die ortsstatutarischen Anliegerbeiträge zu zahlen und durch
	        
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