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Volume No. 15. Bericht der städtischen Stiftungsdeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1907 (Public Domain)

Nr. 15. Stiftungsdeputation. 
5 
1901 
1902 
1903 
1904 
1905 
1906 
1907 
April . . 
1170 
2 205 
1852 
1483 
785 
1231 
1630 
Mai . , 
830 
1 163 
1 166 
948 
879 
1293 
1307 
Juni . . 
880 
1 188 
1085 
917 
739 
1152 
1 455 
Juli . . 
1231 
1299 
1391 
1203 
1161 
1274 
1 295 
August. . 
1717 
1420 
1587 
1375 
1 245 
1168 
1418 
September 
1496 
1705 
1316 
1274 
1362 
1247 
1749 
Oktober . 
2516 
2 402 
2 904 
2 524 
2 684 
2 509 
3 371 
November. 
4 800 
4 382 
4 539 
3 801 
3371 
4 035 
5 809 
Dezember. 
3066 
3 849 
2 486 
2 654 
2 331 
2 369 
3171 
Januar . 
2 317 
2151 
1258 
1415 
2 207 
1615 
3 205 
Februar . 
1932 
1698 
1037 
1400 
1689 
1586 
2182 
März . . 
1918 
2176 
2 888 
1888 
2 633 
2 091 
3 511 
Summe . 
23 873 
25 708 
23 009 
20 882 
21086 
22 543 
30103 
Die niedrigste Zahl der Eingänge weist demnach der Juli, die 
größte Zahl — wie auch in den Vorjahren — der Monat November 
auf. Zurückzuführen ist dieser Umstand auf die im letzterwähnten 
Monat naturgemäß erhobenen Wünsche zur Bewilligung von Brenn 
material. ferner auch auf die Dezemberverteilung bei der Schnellschen 
und Böhmschen Stiftung. 
6. Geschäftsgang bei der Auskunftsstelle für die WohltätigkeitSpflege. 
K 
JO 
SS 
CJ 
cv 
Es wurden 
bearbeitet 
1907 
1906 
1905 
1904 
1903 
1. 
Anfragen . . . 
3141 
2 859 
2 429 
2 852 
2 776 
2. 
Mitteilungen von 
Behörden, Verei 
nen usw. . - . 
25 488 
23 829 
21669 
20 950 
20 297 
3. 
Von der Armen- 
direktion gemachte 
Mitteilungen von 
Extraunterstützun 
gen und Unter 
stützungen aus 
Stiftungen der 
Armendirektion . 
61278 
55 044 
55 286 
42 956 
2 517 
4. 
Desgl. von den Ver 
änderungen der 
Bezüge von Al- 
mosen und Pflege- 
geldempfängern . 
18 997 
17 077 
15 498 
14 826 
24 271 
5. 
Unterstützungsge - 
suche und Akten der 
Stiftungsdeputa - 
tion 
28 425 
23 106 
23 040 
21082 
19 955 
Summe 
137 329 
121 915 >117 922 
102 666 
169 816 
Es wird erläuternd bemerkt: 
Zu 1 find aufgeführt die Anfragen aller Stellen außerhalb des 
Geschäftsbereiches des Stiftungsbureaus. 
Die Benutzung unserer Zentralstelle ist danach in er 
freulicher Zunahme begriffen. 
Zu 2 haben sich die Mitteilungen dieser Stellen wiederum 
erheblich gegen das Vorjahr vermehrt. Inbegriffen sind in dieser 
Zahl die Invaliden-, Alters- und Unfallrenten, die der Zentralstelle 
gemeldet worden sind. 
Zu 3 sind der Zentralstelle nicht nur mitgeteilt die Beträge, 
welche die Armendirektion aus ihren Stiftungen bewilligt hat, sondern 
auch wieder die Extraunterstützungen, welche im Rahmen der Armem 
pflege gewährt werden, deren einige Zeit unterlaffene Mitteilung ftch 
doch wieder als wünschenswert herausgestellt hat. 
Zu 4 find 1907 die Fälle gemeldet, in denen Almosen 
bezw. Pflegegeld völlig neu oder aber wieder bewilligt oder abgesetzt 
ist. Die Veränderungen während des Almosen- oder Pflegegeldbezuges 
in der Höhe des Betrages, Wohnungswechsel sind nicht mehr gemeldet, 
weil es im allgemeinen nur auf die Tatsache ankommt, daß eine 
dauernde Unterstützung aus öffentlichen Mitteln stattfindet. 
Auskunft über die Höhe der Almosen bezw. Pflegegelder sind 
wir ohne Verzug trotzdem zu geben in der Lage, weil die Zentral- 
stelle im täglichen Verkehr mit der Armendirektion, insbesandere mit 
deren Kalkulatur steht und von ihr jeden Augenblick die Höhe des 
gezahlten Almosens erfahren kann. 
Zu 5 bemerken wir, daß die Zahl von 28 453 Unterstützungs- 
gesuchen und Akten der Stiftungsdeputation sich folgendermaßen zu 
sammensetzt: 
Es gelangten zur Zentralstelle 
1. Anfragen auf neuen im Stiftungsbureau bearbeiteten 
Gesuchen (exkl. Kohlengesuche) 15 838 
2. Akten nach Erledigung der Gesuche 11597 
3. Kohlengesuche zur Angabe der Vorgänge .... 1 208 
4. Erledigte Kohlengesuche zur Notierung der Bewilligung 882 
sind obige 28 425 
Hierzu kommen noch abgelehnte Kohlengesuche 28 
Summe 28 453 
Unser Kartenarchiv wird dauernd einer fortlaufenden Durchsicht 
unterzogen, bei welcher veraltete Karten ausgemerzt werden. 
Am 1. April 1908 verfügten wir über 158 235 Karten. 
Im Austausch stehen wir mit über IM Stellen, darunter be- 
findet sich 
die Kaiser Wilhelmstiftung für deutsche Invaliden, 
das Königliche Kammergericht, 
die Oberstaatsanwaltschaft, 
das Königliche Polizeipräsidium, 
- Domkirchenkollegium, 
- Provinzialschulkollegium, 
der Freiwillige Erziehungsbeirat für schulentlaffene Waisen, 
das Zentralbureau der Handelskammer. 
die Aeltesten der Kaufmannschaft, 
der Verein junger Kaufleute, 
der Verein gegen Verarmung. 
der Verein der Posener, 
das Bürgerrettungsinstitut, 
die Zentrale für private Fürsorge, 
die Hankestiftung, 
der Verein für Unfallverletzte, 
die Rheinisch-Westfälischen Hüttenwalzwerke. 
In technischer Beziehung hat sich an unseren Einrichtungen, wie 
wir schon mehrfach berichtet haben, nichts geändert. 
Seit August 1904 haben wir 15 678 Aktenbogen neu angelegt, 
die in mehreren tausend Fällen schon zur Anzeige von Unterstützungen 
benutzt werden konnten. 
Wir schließen diesen Bericht mit der wiederholten Bitte an alle 
Unterstützung gebenden Stellen, sich unserer Zentralstelle namentlicb 
in denjenigen Fällen bedienen zu wollen, in denen es sich um die 
überhaupt erste Unterstützung von Bittstellern handelt. Gerade in 
diesen Fällen wird das Material der Zentralstelle oft ergeben, daß 
für die betreffende Person schon von anderen Stellen auskömmlicki 
gesorgt wird. Einerseits werden sie die Möglichkeit bieten, die Bettelei 
von der wahren Bedürftigkeit zu unterscheiden. Andererseits werden 
die Wohltäter, die unsere Zentralstelle vorher befragen, in der Lage 
sein, die Beträge, welche sie jährlich für Unterstützungen verwenden, 
solchen Bittstellern zuzuwenden, die noch keine ausreichende Hilfe 
genießen. 
Berlin, den 1. September 1908. 
Städtische Stiftungsdeputatton. 
Marggraff. 
Druck eon «. * S. Loewcnthal. Berti»
	        
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