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Volume No. 8. Bericht der städtischen Schuldeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1906 (Public Domain)

8 
Nr. 8. Schuldeputation. 
7. Schließung von Schulklassen wegen ansteckender 
Krankheiten. 
Schule 
Bezeichnung 
der Klaffe 
Geschloffen 
am 
Wieder 
eröffnet am 
Geschlossen wegen 
229. 
Vllio 
18. 5.1906 
28. £5.1906 
Masern 
121. 
VIII02 
9. 6.1906 
13. 6.1906 
Masern 
110. 
VII o 
26. 6.1906 
114. 8.1906 
jScharlach 
fnEdcn'Aerien 
f Masern 
174. 
VIII« 
1. 7.1906 
14. 8.1906 
Diphtherie 
217. 
iyo 
23.10.1906 
7.11.1906 
Scharlach 
28. 
/IV«. V"2j 
s V«, VII o 1 
23.10.1906 
7.11.1906 
Scharlach 
99. 
VIII« 
21. 2.1907 
28. 2.1907 
Ziegenpeter 
4. 
VI0 
16. 8.1907 
23. 3.1907 
Scharlach 
8. Ferien. 
Das Schuljahr 1906/07 begann am 8. April 1906 und schloß 
am 23. März 1907. 
Die Ferien waren wie folgt festgesetzt: 
Osterferien vom 7. bis 23. April, 
Pfingstferien vom 1. bis 8. Juni, 
Sommerferien vom 6. Juli bis 14. August, 
Herbstferien vom 29. September bis 9. Oktober, 
Weihnachtsferien vom 22. Dezember 1906 bis 8. Januar 1907. 
c. Lehrkräfte. 
1. Veränderungen in der Zahl der Lehrpersonen. 
Im Laufe des Berichtsjahres sind ausgeschieden: 
Rektoren 
und Lehrer Lehrerinnen 
durch Tod ' 31 9 
- Pensionierung 27 22 
- Uebertritt in den Schuldienst anderer 
Städte 2 — 
freiwillig ausgeschieden .... . . . 37 53 
zusammen 97 84 
Zur Besetzung sind gelangt: 
freigewordene Stellen 97 Lehrer 84 Lehrerinnen, 
neue Stellen 101 - 32 > 
zusammen 198 Lehrer 116 Lehrerinnen. 
2. Zahl der Lehrpersonen am Schlüsse des Berichtsjahres. 
Rektoren . . . . 
Lehrer 
Lehrerinnen . . . 
282, davon 
, 3 031, - 
, 1690, - 
evangelisch 
255 
2 738 
1 469 
katholisch 
27 
287 
177 
jüdisch 
6 
44 
zusammen 
5003, davon 
4 462 
491 
50 
wifsenschaftliche Lehrpersonen. 
Außerdem waren beschäftigt 362 Fachlehrerinnen, sowie 55 tech 
nische und 148 wissenschaftliche Hilfskräfte. 
3. Diensteinkommen der Lehrpersonen. 
Für Lehrer und Lehrerinnen an den Gemeindeschulen trat mit 
Gültigkeit vom 1. April 1906 ab nachstehende Besoldungsordnung 
vom 21. Februar bezw. 8. März 1907 in Kraft. 
A. Lehrer. 
Grundgehalt: 
1. für einstweilig angestellte Lehrerund diejenigen Lehrer, welche 
noch nicht 4 Jahre im öffentlichen Schuldienste gestanden 
haben 1160 M, 
2. für alle anderen Lehrer 1450 - 
B. Rektoren. 
I. Grundgehalt 2660 JC, 
n. Alterszulagen wie zu A II. 
III. Dienstwohnung oder Mietsentschädigung .... 900 - 
0. Wissenschaftliche Lehrerinnen. 
I. Grundgehalt 1100 . 
II. Alterszulagen: 
Nach 3 jähriger Dienstzeit 100 - 
- 6 - - 200 . 
- 9 - - 300 - 
- 12 - - 500 - 
- 15 - - 700 - 
- 18 - - 900 - 
• 21 - - 1100 - 
- 24 . - 1300 - 
III. Mietsentschädigung 500 - 
D. Fachlehrerinnen. 
I. Grundgehalt 1000 . 
II. Alterszulagen: 
Nach 3 jähriger Dienstzeit 100 - 
- 6 . . 200 - 
- 9 . - 300 - 
- 12 - - 400 - 
- 15 - - 500 - 
. 18 - - 600 - 
- 21 - - 720 . 
III. Mietsentschädigung 400 - 
E. Anrechnung der Dienstzeit. 
Für die Anrechnung der Dienstzeit sind die §§ 10 und 11 des 
Lehrerbesoldungsgesetzes vom 3. März 1897 maßgebend. 
Es findet aber über diese Bestimmungen hinaus eine weitere 
Anrechnung der Dienstzeit, welche indes für den Anspruch auf Ruhe 
gehalt nicht maßgebend ist, in folgenden Fällen statt: 
1. Den bis zum 31. März 1894 angestellten Lehrern und Rektoren 
wird die Zeit voller Beschäftigung an den hiesigen Privatschulen 
angerechnet. 
2. Den seit diesem Zeitpunkte angestellten und ferner anzustellen 
den Lehrern und Rektoren, sowie den bereits angestellten und 
ferner anzustellenden wissenschaftlichen Lehrerinnen wird die Zeit 
voller Beschäftigung an solchen hiesigen Privatschulen, in denen 
nicht nach dem Lehrplane einer öffentlichen Volksschule unter 
richtet wird, bis zum Höchstbetrage von 3 Jahren und den seit 
dem 1. April 1897 angestellten oder ferner anzustellenden 
Lehrern, Rektoren und wissenschaftlichen Lehrerinnen wird die 
Zeit voller Beschäftigung an solchen hiesigen Privatschulen, in 
denen nach dem Lehrplane einer öffentlichen Volksschule unter 
richtet wird, ebenfalls bis zum Höchstbetrage von 3 Jahren, 
auch ohne Zahlung des im § 11 Nr. 2 des Lehrerbesoldungs 
gesetzes erwähnten Beitrages, angerechnet. 
3. Den nach Erlaß der Gehaltsordnung vom 29. September 1898 
angestellten akademisch gebildeten Lehrern mit vollem Ober- 
lehrerzeugnis werden zu dem nach dem Lehrerbesoldungsgesetz 
und dieser Gehaltsordnung zu berechnenden Dienstalter 4 Dienst- 
jahre zugerechnet. 
4. Für die vor Erlaß der Gehaltsordnung vom 29. September 
1898 angestellten akademisch gebildeten Lehrer verbleibt es hin- 
sichtlich der Berechnung der Dienstzeit bei den bisherigen Be 
stimmungen, soweit dieselben günstiger sind als die in dieser 
Gehatsordnung getroffenen. 
4. Krankenurlaub. 
II. Alterszulagen: 
Nach 7 jähriger Dienstzeit 200 - 
9 - - 400 - 
. 11 - 700 . 
. 14 - - 900 - 
. 17 - - 1150 - 
. 20 - - 1350 - 
. 23 - - 1550 - 
- 26 - . 1850 - 
. 29 - - 2 050 - 
. 31 - - 2 250 - 
III. Mietsentschädigung: 
1. für einstweilig angestellte Lehrer und diejenigen 
Lehrer, welche noch nicht 4 Jahre im öffentlichen 
Schuldienste gestanden haben 500 - 
2. für alle anderen Lehrer 750 - 
Einen Ueberblick über die im Berichtsjahre vorgekommenen 
Beurlaubungen wegen Krankheit ergaben nachstehende Zusammen 
stellungen: 
Urlaubs 
fälle 
überhaupt 
Tage 
Urlaubszeit 
auf die einzelnen Personen ent 
fallen durchschnittlich Tage 
Lehrer . . - 
648 
20 424 
31 - ,b2 
Lehrerinnen 
532 
18 027 
33,89 
Fachlehrerinnen 
156 
5 797 
37,16 
Summe 
1336 
44 248 
33,12
	        
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