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Volume No. 6. Bericht der städtischen Grundeigentumsdeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1906 (Public Domain)

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Nr. 6. Grundeigentumsdeputation. 
Gemeinde bezw. 
G u t s b e z i r k 
Kreis- 
steuern 
Jt 
Gemeinde 
steuern 
Jt 
Grundwert 
steuern 
Jt 
Amtssteuern 
Jt 
Beiträge für 
die Ritter- 
akademie in 
Branden 
burg 
Jt 
Umsatz 
steuern 
Jt 
Beiträge 
für die 
Landwirt- 
schafls- 
kammer 
Jt 
Summe 
Jt 
v. Kreis Zauch-Belzig. 
Glindow 
0,46 
. 0,96 
— 
— 
— 
— 
— 
1,41 
E. Osthavelländischer Kreis. 
Pinnow 
18,16 
. — 
— 
— 
— 
— 
1,30 
19,46 
F. Kreis Beeskow-Storkow. 
Spreenhagen 
0,89 
1,79 
— 
— 
— 
— 
— 
2,68 
Summe D—P 
19,60 
2,74 
— 
— 
— 
— 
1,30 
23,64 
G. Spandau, Stadt . . . 
— 
— 
26,56 
— 
— 
— 
— 
26,58 
H. Köpenick, Stadt . . . 
— 
— 
420,00 
— 
— 
6 000,00 
— 
6 420,oo 
J. Charlottenburg, Stadt . . 
— 
1 287,00 
6 014,40 
— 
— 
— 
— 
7 301,40 
K. Schönebcrg, Stadt . . . 
— 
83,50 
— 
— 
— 
— 
— 
88,60 
L. Rixdorf, Stadt . . . 
— 
146,oo 
7 393,26 
— 
— 
— 
— 
7 539,28 
Summe ö—L 
hierzu - D—F 
C 
B 
« * A 
19,60 
222,97 
6087,64 
4 179,95 
1 516,80 
2,74 
1 042,95 
136 270,22 
54 396,04 
13 854,22 
113167,62 
43 352,46 
1 667,29 
922,72 
634,99 
230,n 
6 000,00 
921,88 
1 304,88 
1,30 
10,60 
466,82 
198,13 
21 370,72 
23,64 
2 197,80 
259 598,46 
103 279,40 
Gesamtsumme 
10 509,96 
193 227,86 
170 374,19 
2 590,oi 
864,60 
8 226,76 
676,86 
386 469,92 
Von den am Schluffe des vorigen Berichtsjahres noch schwebenden 
Streitsachen sind in diesem Jahre erledigt worden: Die Klage gegen 
Schönerlinde wegen Ermäßigung der Einkommensteuer von 870 Jt 
auf 450 Jt, welche zu unseren Gunsten entschieden ist: der Einspruch 
gegen Treptow wegen Ermäßigung der Einkommensteuer, welcher 
ebenfalls unserem Antrage gemäß entschieden worden ist. Die anderen 
im letzten Berichte erwähnten Streitsachen sind nicht zur Entscheidung 
gelangt, da in mehreren Fällen Gutachten von Sachverständigen ein 
geholt worden sind und hierüber in langwierige Verhandlungen ein 
getreten worden ist. Das Verfahren wegen Verteilung des Ein 
kommens aus dem Betriebe der Gas- und Wasserwerke für 1905 ist 
wegen eingeleiteter Verhandlungen über einige Streitfragen gleichfalls 
nicht beendet worden. Ein gleiches Verfahren ist auch für 1906 ein 
geleitet worden, welches ebenfalls noch schwebt. 
Wegen der Veranlagungen im Berichtsjahre ist es in folgenden 
Gemeinden zu Einsprüchen und Klagen gekommen: Teltow wegen 
Ermäßigung der Einkommensteuer von 118 Jt auf 6 Jt Normalsatz, 
dezw. 177 Jt auf 9 Jt Erhebungssatz: Kaulsdorf wegen Ermäßigung 
der Einkommensteuer von 540 Jt auf 450 Jt\ Blankenfelde wegen 
Ermäßigung der Einkommensteuer von 420 Jt auf 360 Jt Normal- 
satz, bezw. 604 Jt auf 482 Jt Erhebungssatz; Schönow wegen Er- 
Mäßigung der Einkommensteuer von 118 Jt auf 60 Jt\ Friedrichs 
felde wegen -Freistellung von der auf 5,20 Jt veranlagten Einkommen 
steuer; Cöpenick wegen Aufhebung der Veranlagung zur Einkommen 
steuer von 262,50 Jt. In den bisher genannten Gemeinden ist dem 
Antrage der Stadtgemeinde entsprechend entschieden worden. In 
folgenden Streitsachen ist es zu einer Entscheidung bisher nicht ge 
kommen. Zunächst wegen Ermäßigung der Einkommensteuer und 
zwar in: Sputendorf von 750 Jt auf 80 Jt Normalsatz oder 1 359 Jt 
auf 144 Jt Erhebungssatz; Schenkendorf von 390 M auf 44 Jt bezw. 
780 auf 88 Jt\ Falkenderg von 660 Jt auf 300 Jt\ Wittenau von 
810 Jt auf 390 Jt oder 1 215 auf 583 Jt \ Gütergotz von 4 Jt bezw. 
5,60 Jt auf frei; Zepernick von 118 Jt auf 6 Jt\ Ladeburg von 
600 Jt auf 6 Jt\ Bernau von 330 Jt auf frei; Ahrensfelde von 
1440 Jt bezw. 1584 Jt auf 330 Jt bezw. 363 Jt\ Malchow von 
870 Jt auf 450 Jt\ Marzahn von 1 280 Jt auf 630 Jt\ wegen Er 
mäßigung von Grund wertste ucr in: Hohenschönhausen von 1 200 Jt 
auf 660 Jt\ Wittenau von übiJt auf 9,u Jt\ Tegel von 14 034 
auf 8 924 Jt, Friedrichshagen von 26 412,42 Jt auf 9 250 Jt. 
L. Grundstücksinventarium. 
Für den Abschluß pro Etatsjahr 1905 des nach § 71 der Städte 
ordnung zu führenden Lagerbuches über das Vermögen der Stadt, 
für welches hinsichtlich der Darstellung der Grundstückswerte das in 
unserem Bureau geführte städtische Grundstücksinventarium maßgebend 
ist, sind von der Grundeigentumdeputation im verflossenen Berichts- 
jähre zufolge Auftrags des Magistrats die der Stadtgemeinbe ge- 
hörigen Grundstücke, 674 an der Zahl, nämlich 642 Kämmerei- und 
32 Stiftungsgrundstücke, einer bestimmungsgemäß alle 5 Jahre wieder 
kehrenden Wertsrevision unterzogen worden. Als Schätzungstermin 
war hierfür der 1. April 1906 anzunehmen. 
Dabei wurde im wesentlichen folgendes, auch schon gelegentlich 
der Grundstücksabschätzungen vom 1. April 1886, 1891, 1896 und 
1901 zur Anwendung gebrachte Verfahren, welches sich anerkannter 
maßen wohl bewährt hat und von dem abzuweichen inzwischen keine 
Veranlassung gegeben worden, beobachtet: Es kam in erster Linie 
auf die Ermittelung des gemeinen Wertes M, welchen die Grundstücke 
repräsentieren. Deswegen war ein den gerade herrschenden Tages 
preisen gegenüber nur mäßiger Wert des Grund und Bodens der 
Grundstücke je nach deren Lage, Gestalt und Beschaffenheit — ohne 
Rücksicht auf zeitweilige Spekulationspreise — zu ermitteln, welchem 
meistens der Wert der Baulichkeiten nach der Feuerkassentaxe oder 
mangels einer solchen nach der Baukostensumme und eventuell der 
Wen vorhandener Anpflanzungen einschließlich der zu diesen gehörigen 
Umwährungen usw. hinzutrat. Bei der Bewertung von Grundstücken, 
deren Baulichkeiten voraussichtlich zum Abbruch gelangen oder wo die 
Gebäude den gegenwärtigen Anforderungen auch nicht annähernd mehr 
entsprechen, wurden jedoch die Baulichkeiten völlig außer Betracht 
gelassen. 
Die Hauptergebnisse der vorgenommenen Neuabschätzung der 
Kommunalgrundstücke sind in den nachstehenden beiden Zusammen- 
stellungen ersichtlich gemacht worden, und zwar so, daß aus der ersten 
Zusammenstellung hervorgeht, wie die gewerteten Grundstücke sich auf 
die historischen Stadtteile Berlins resp. auf die umliegenden Kreise 
verteilen, während in der zweiten die betreffenden Werte nach den 
verschiedenen Arten der Grundstücke gruppiert sind.«
	        
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