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Volume No. 43. Bericht der Deputation für die städtischen Kanalisationswerke und Rieselfelder

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1906 (Public Domain)

Nr. 43. Kanalisationswerke und Rieselfelder. 
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o) Sputendorf. 
Zur Untersuchung gelangten: 
1. Drainwaffer von Beetanlagen .... 2 Proben, 
2. Drainwasser von Wiesenanlagen ... 3 
3. Grabenwasser 3 
4. Städtisches Abwasser 1 Probe, 
zusammen 9 Proben. 
1. Drainwasser von Beetanlagen. 
Das Drainwasser von Beetanlage Nr. 12 in Sputendorf vom 
26. Mai 1906 war klar, leicht gelblich gefärbt, geruchlos, das von 
Beetanlage 72 in Schenkendorf vom 31. Mai 1906 war ebenfalls 
völlig klar, farblos und geruchlos. 
2. Drainwasser von Wiesenanlagen. 
Das Drainwasser von Wicsenanlage Nr. 24 in Struveshof vom 
12. Juli 1906 war stark gelb und trübe, filtrierte jedoch klar und 
farblos, eisenfrei. Die Färbung und Trübung rührte von Eisenoxyd 
her. Das Wasser war geruchlos. Auffallend niedrig ist die Zahl für 
die Schwefelsäure. 
Das Drainwasser von Wiese 60 in Gütergotz vom 9. Juni 1906 
war ganz klar, farblos, geruchlos. 
Das Drainwasscr von Wiesenschlag 5 bei Fahlhorst vom 16. Juli 
1906 war klar. nicht ganz farblos (etwas gelblich, geruchlos). 
3. Grabenwasser. 
Das Wasser aus dem Graben oberhalb der Turbine bei Fahl 
horst vom 16. Juli 1906 war völlig klar, farblos und geruchlos. 
Das Wasser aus dem Graben am Stau am Blutegelteich in Sputen 
dorf vom 28. Juni 1906 war fast ganz klar, leicht gelblich gefärbt, 
geruchlos. 
Das Wasser aus dem Entwässerungsgraben an der Nudower 
Grenze in Sputendorf vom selben Tage war ganz klar, leicht gelblich 
gefärbt, geruchlos. Bei den sonstigen Aehnlichkeiten in der Zusammen 
setzung der beiden letzten Wasserproben ist die Verniinderung der 
Salpetersäure und die starke Abnahme der Keime bemerkenswert, im 
übrigen ist ein Effekt der Doppelberieselung nicht zu konstatieren. 
4. Städtisches Abwasser. 
Das Abwasser aus Schieber II in Schenkendorf voiit 10. Sep 
tember 1906 (Druckrohr III/IV) war äußerlich von dickerer Be- 
schaffenheit als gewöhnlich. Es stellte konzentrierte Jauche vor. 
d) Falkenberg. 
Zur Untersuchung gelangten: 
1. Drainwasser von Beetanlagen .... 1 Probe, 
2. Drainwasser von Wiesenanlagen ... 3 Proben, 
3. Grabenwasser 9 
4. Städtisches Abwasser 1 Probe, 
zusammen 14 Proben. 
1. Drainwasser von Beetanlagen. 
Das Drainwasser von Beetanlage 455 in Bürknersfelde vom 
21. Mai 1906 war ganz klar. etwas gelblich gefärbt, geruchlos. Das 
Waffer muß trotzdem als mangelhaft gereinigt bezeichnet werden, im 
Gegensatz zu dem übrigen Befunde steht die für ein Drainwasser 
niedrige Zahl der entwickelungsfähigen Keime. 
2. Drainwasser von Wiesenanlagen. 
Das Drainwasser von Wiesenanlage Nr. 35 in Hellersdorf vom 
2. Juli 1906 war ganz klar, fast farblos, schwach gelblich, geruchlos, 
das von Wiesenanlage 43 ganz klar, nicht unerheblich gelb gefärbt, 
geruchlos, das von Pachtschlag 94 in Hellersdorf ebenfalls klar gelb 
gefärbt, geruchlos. 
3. Grabenwasser. 
Das Wasser aus der Wühle vom 8. Juni 1906 
1. oberhalb des Staues an der Landsberger Chaussee war fast 
ganz klar, etwas gelblich gefärbt, geruchlos, enthielt ver 
einzelte, bräunliche Flocken, 
2. oberhalb der Anstalt Wuhlgarten war von gleicher äußerer 
Beschaffenheit, 
3. vor Kaulsdorf war fast ganz klar, etwas gelblich gefärbt, 
geruchlos, 
4. vor Eintritt in die Spree war von gleicher Beschaffenheit 
wie bei Kaulsdorf. 
Das Drainwasser aus den Doppelberieselungsanlagen im Moor 
und Torfboden vom selben Tage war fast vollständig klar, fast farblos, 
das Drainwasser der Doppelberieselungsanlage in Lehm und Sand- 
boden war ebenfalls völlig klar, farblos, geruchlos. 
Die Schlußfolgerungen hinsichtlich der Witterung der Doppel- 
berieselüngsaulage ergeben sich von selbst bei Betrachtung der nach 
stehenden Tabelle. Auffällig ist die Abnahme der Chloride gegenüber 
dem Waffer der Wühle. Einen wesentlichen verbessernden Einfluß auf 
die Zusammensetzung des Wassers der Wühle von Kaulsdorf aus^ bei 
Eintritt in die Spree scheinen die außerordentlich reinen Drainwaffer 
nicht gehabt zu haben, augenscheinlich ist hierfür ihre Quantität zu 
gering. 
Das Wasser aus der Wühle war am 22. Juni 1906 
1. oberhalb des Staues an der Landsberger Chaussee fast ganz 
klar, leicht gelblich gefärbt, enthielt vereinzelte Flocken. 
2. vor Kaulsdorf von gleicher äußerer Beschaffenheit, 
3. vor Eintritt in die Spree von unveränderter äußerer Beschaffen 
heit. 
Die Zusammensetzung der Wasservroben ist der am 8. Juni 1906 
untersuchten Proben im allgemeinen sehr ähnlich, nur der Ammoniak 
gehalt geringer. Auffallend niedrig ist der Ämmoniakgehalt des 
Wassers der Wühle vor Eintritt in die Spree (bei der Untersuchung 
vom 8. Juni 1906 0,i2, am 22. Juni 1906 0,02), weniger groß ist 
die Differenz für das organisch gebundene Ammoniak. 
4. Städtisches Abwasser. 
Die Spüljauche aus Schieber 12 (Radialsystem 12) in Hellers 
dorf vom 22. Oktober 1906 war von gewöhnlicher Beschaffenheit. 
Für den Gehalt an suspendierten Stoffen ergab sich in Grammen 
für 100 Liter 
Trockenrückstand 18,6, 
Glühverlust desselben 16,4, 
Glührückstand 2,i, 
e) Malchow. 
Zur Untersuchung gelangten: 
1. Drainwaffer von Beetanlagen . , 3 Proben, 
2. Grabenwässer aus Teichwäffer . . 5 - 
zusammen 8 Proben. 
1. Drainwasser von Beetanlagen. 
Das Drainwasser von Beetanlage 33 in Malchow vom 6. Mai 1906 
war nicht unerheblich gelb gefärbt, trüb, von schwachem, nicht näher 
definierbaren Geruch, die Gelbfärbung und Trübung rührte wenigstens 
zum Teil von starkem Eisengehalt her. 
Das Wasser muß als ungenügend gereinigt bezeichnet werden. 
Ob die Gelbfärbung nur vom Eisengehalt herrührt, läßt sich nicht 
entscheiden. 
Drainwaffer von derselben Beetanlage vom 23. Juni 1906 war 
fast ganz klar, nicht unerheblich gelb gefärbt, von schwachem erdigen 
Geruch. Es war wesentlich besser, als am 8. Juni 1906. 
Das Drainwaffer von Beeianlage Nr. 24 in Wartenberg vom 
6. Juni 1906 war ganz klar, leicht gelblich gefärbt, geruchlos. 
2. Grabenwässer und Teichwässer. 
Untersucht wurden nur Proben aus dem Flicßgraben. 
Das Wasser des Grabens mar am 13. Juli 1906 nach dem Ber 
lassen des Malchower Sees fast ganz klar, ziemlich stark gefärbt von 
schwachem, erdigen Geruch, am 20. Juli 1906 vor Eintritt in die 
Doppelberieselung fast ganz klar, etwas gelblich gefärbt, geruchlos. 
Am 10. September 1906 ebenfalls vor Eintritt in die Doppelberieselung 
fast klar, gelb gefärbt, von kaum wahrnehmbaren Geruch, enthielt 
einzelne bräunliche Flocken, am selben Tage nach dem Austritt aus 
dem Blankenburger Teich ganz klar, gelb gefärbt, geruchlos. 
Das aus dem Teich kommende Wasser war am 10. September 1906 
fast in jeder Hinsicht besser als das zufließende. Am 9. Oktober 1906 
war das Wasser nach dem Passieren des Ucberlaufs unterhalb der 
Wiesen am Blankenburger Teich ganz klar, gelblich gefärbt, vcn schwach 
erdigem Geruch. 
k) Blankenfelde. 
Zur Untersuchung gelangten 
1. Drainwasscr von Beetanlagen . . 2 Proben 
2. Drainwaffer von Wiesenanlagen . 2 
3. Grabenwasser 1 Probe, 
zusammen 5 Proben. 
1. Drainwasser von Beetanlagen. 
Das Drainwasser von Schlag 9 in Rosenthal vom 10. Juli 1906 
war völlig klar. farblos, geruchlos. Der Kaligehalt ist ziemlich hoch. 
Diese Erscheinung steht im Zusammenhang mit dem hohen Gehalt 
an Salpetersäure und könnte vielleicht von den auf dem Pachtlande 
gezogenen Kulturgewächsen abhängen. 
Das Drainwaffer von Pachischlag 170 in Blankenfelde vom 
22. Oktober 1906 war klar, schwach gelblich gefärbt, geruchlos. 
2. Drainwasser von Wiesenanlagen. 
Das Drainwaffer von Wiesenanlage 7 in Möllersfelde vom 
20. Juli 1906 war leicht getrübt, schwach gelblich gefärbt, von 
schwachem, erdigen Geruch. 
Das Drainwaffer von Wiesenanlage 17 in Möllersfelde vour 
19. Januar 1907 war ganz klar, ohne Geruch und Bodensatz, von 
schwach gelblicher Farbe. 
3. Grabenwässer. 
Das Wasser aus dem Zingergraben vor der Einmündung in die 
Panke vom 7. Mai 1906 war fast ganz klar. leicht gelblich gefärbt, 
geruchlos. Am Boden der Flasche befand sich ein erdiger Bodensatz. 
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