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Volume No. 34. Bericht der städtischen Tiefbaudeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1906 (Public Domain)

Nr. 34. Tiefbauverwaltung. 
12 
Die,Zahl und die Art der Brücken ist nachstehend angegeben. 
Eiserne 
Brücken 
ohne j mit 
Klappen 
s S 
3 *0 
2 =2 
S ® 
Hölzerne 
Brücken 
ohne j mit 
Klappen 
£ 
£ 
(1 
Spree 
14 
10 
3 
27 
Spreekanal 
' 
— 
4 
1 
5* 
10 
Landwehrkanal .... 
7 
1 ** 
12 
2 
22 
Luisenstädtischer Kanal . . 
6 
3 
T 
— 
11 
Spandaner Schiffahrtskanal 
I 
2 
3 
— 
6 
Pauke 
3" 
— 
14 
— 
— 
17 
Ueberbrückung von Eisen- 
bahnen 
1 
— 
— 
2ft 
— 
3 
Summe 
32 
2 
45 
12 
5 
96 
d) Neubauten. 
1. Oranienbrücke. 
Die an Stelle der im Berichtsjahre 1904 beseitigten alten errichtete 
neue Brücke ist soweit fertiggestellt worden, daß sie am 17. September 
1906 dem öffentlichen Verkehr übergeben werden konnte. 
Es erübrigt noch die Ausführung der definitiven Pflasterung der 
Rampen und die Fertigstellung der auf dem Oranienplatz selbst zu 
errichtenden vier Kandelaber. 
2. Adalbertbrücke. 
Die bereits im vorigen Etatsjahre begonnene definitive Pflaste 
rung der Rampen ist auf der Südseite fertiggestellt, während sie auf 
der Nordseite erst im Jahre 1907 zur Ausführung kommen wird. 
8. Achenbachbrücke. 
Die architektonische Ausschmückung, über welche bereits im vor- 
jährigen Berichte berichtet wurde, ist in diesem Berichtsjahr zur Aus 
führung gelangt. 
4. Brücke über die Pauke im Zuge der Schönstedtstraße. 
Die im Berichtsjahre 1905 begonnene Brücke ist fertiggestellt und 
im November 1906 dem öffentlichen Verkehr übergeben worden.. 
5. Brücke über die Pauke im Zuge der Christianiastraße. 
Nachdem die im vorjährigen Bericht erwähnten Vorverhandlungen 
wegen Freilegung des Geländes und Einmündung des Notauslasses 
beendet, ist in diesem Jahre mit dem Brückenbau begonnen worden. 
6. Brommybrücke. 
In Verfolg des bereits früher gefaßten Beschlusses, im Zuge der 
Eisenvahnstraße eine feste Fahrbrücke über die Spree zu errichten, hat 
die Stadtverordnetenversammlung durch Beschluß vom 31. Mai 1906 
ihre Zustimmung dazu gegeben, daß zunächst oberhalb der vorhande 
nen Eisenbahnbrücke, welche bislang den Fußgängerverkehr vermittelte, 
eine provisorische Fußgängerbrücke errichtet wird, um die Eisenbahn- 
brücke abbrechen zu können und damit Platz für den Neubau der defi 
nitiven Brücke zu gewinnen. Mit dem Bau der Hilfsbrücke wurde 
bereits begonnen, das Projekt für die definitive Brücke ist in Arbeit. 
7. Herstellung einer Verbindung der Putlitz- mit der 
Föhrerstraße durch Errichtung einer Ueberführung überden 
Bahnhof Moabit und einer Brücke über den Spandauer 
Schiffahrtskanal. 
Durch Beschluß vom 21. Februar 1907 genehmigte die Stadt 
verordnetenversammlung den Entwurf für die Herstellung einer Ver 
bindung der Stadtteile Moabit und Wedding über die Eisenbahn und 
Len Spandauer Schiffahrtskanal hinweg im Zuge der Putlitzstraße 
und Föhrerstraße. 
Die Genehmigung der staatlichen Aufsichtsbehörden für die Ent 
würfe ist nachgesucht, ebenso ist das Verfahren wegen Festsetzung von 
Fluchtlinien für den neuen Straßenteil eingeleitet. 
IX. Kleinbahnen. 
Die Wahrnehmung der Rechte der Stadtgemeinde in bezug auf 
die Herstellung und den Betrieb von Kleinbahnen (Gesetz vom 28. Juli 
1892) liegt der städtischen Verkehrsdeputation ob. Hier wird daher 
nur der ausgeführten Bauten und der den Etat berührenden An 
gelegenheiten gedacht werden. 
*) Hiervon sind 2 mir festgemachten. 3 mit ausziehbaren Klappen. 
**) Königin Augustabrücke. Klappe ist ausziehbar. 
t) Königinbrücke mit 4 eisernen und 2 hölzernen Klappen, sämtlich zum 
ziehen. 
ff) Hierunter ist auch der jetzt von der Stadtgemeinde zu unterhaltende 
Holzdelag der Brücke über die Ringbahn im Zuge der Schwedter Straße 
gerechnet, welche der Königliche Eijenbaynfiskus ausgeführt hat. 
Die Zahl der Gesellschaften, die in den städtischen Straßen oder 
in den außerhalb des Weichbildes belegeneu Chausseen usw. Geleise 
liegen haben, beträgt zur Zeit acht. 
Für die Benutzung des städtischen Eigentums gemäß § 6, Absatz 3 
des Gesetzes vom 28. Juli 1892 haben die Gesellschaflen — aus 
schließlich jedoch der Gesellschaft für den Bau von Untergrundbahnen, 
die mit Rücksicht auf die-ihr durch die Herstellung des Spreelunnels 
entstandenen hohen Kosten davon befreit ist — eine nach der Höhe 
der Einnahme sich richtende Abgabe zu zahlen. Diese wird jedoch 
nicht beim Etat der unterzeichneten Verwaltung (36), sondern beim 
Spezialelat Nr. 49 vereinnahmt. 
Die Beträge sind aus dem Vcrwaltungsbericht der Verkehrs 
deputation ersichtlich. 
Die wesentlichsten Bestimmungen hinsichtlich des Bahnpflasters 
sind folgende: 
Die Herstellung des besseren Bahnpflasters geschieht durch die 
Stadtgemeindei die Unterhaltung des gesamten Bahnkörpers liegt den 
Gesellschaften ob. Die Gesellschaften tragen jedoch die Kosten der 
ersten besseren Pflasterung für eine Breite von 30 om zu beiden 
Seiten jeder Schiene und für die gleiche Breite auch nur die Kosten 
der Unterhaltung. Die Erstattung der auf beiden Seiten verauslagten 
Kosten erfolgt in der Hauptsache nach vereinbarten Tarifsätzen. 
Soweit bei der Erneuerung des endgültigen Pflasters infolge des 
Vorhandenseins der Geleise besondere Aufwendungen (Verstärkung der 
Unterbettung und dergleichen) notwendig werden, sind die Gesellschaflen 
zur Tragung der bezüglichen Kosten verpflichtet. 
An Neubauten, durch die eine Vergrößerung der Geleisepflaster 
fläche herbeigeführt worden ist, kamen zur Ausführung: 
Z 
Jo 
& 
Stadt- 
bau- 
inspektion 
Bezeichnung der Geleiseanlagen 
Einfaches 
Geleise 
m 
Doppel- 
Geleise 
m 
1 
VI 
Verbindung der Geleise des Kur- 
fürstendammes mit der Nürn- 
berger Straße 
35,oo 
27,bo 
2 
VII 
Kurve Prinzen- Ecke Dresdener 
Straße 
16,oo 
— 
3 
VIII 
In der Greifswalder Straße . . 
1,76 
— 
4 
- 
Abfahrtstelle Danziger Straße an 
der Greifswalder Straße. . . 
14,71 
' 
5 
IX 
Auf der Kreuzung der Brunnen- 
straße mit der Invaliden- und 
Veteranenstraße 
1,16 
— 
6 
X 
Kurvenerweiterung Fcnnstraße Ecke 
Reinickendorfer Straße . . . 
— 
2,26 
7 
Kurvenerweiterunq Turmstraße 
Ecke Stromstraße 
— 
8,68 
Beseitigt wurden: 
die eingeleisige Kurve von der Kurfürstenstraße nach der 
Nürnberger Straße 33,oo m 
der Geleiswechsel in der Wichniannstraße ...... 22,5 - 
durch Erneuerung der Geleise auf der Kreuzung der Brunnen 
straße mit der Invaliden- und Veteranenstraße . . . 0,29 • . 
Infolge des Baues der Untergrundbahn, welcher zunächst auf 
der Strecke vom Potsdamer Platz bis zum Spittelmarkt von der 
Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen ausgeführt 
werden soll. haben Verlegungen sowie Neuherstellungen von Vorflut- 
kanälen, Röhren, Leitungen u. s. w. stattgefunden bezw. ist mit diesen 
Arbeiten begonnen worden. Aus Anlaß dieser Arbeiten sowie zur 
Herstellung des Bahntunnels ist an verschiedenen Stellen das vor 
handene zumeist aus Asphalt bestehende Pflaster aufgebrochen und, 
um den Verkehr aufrecht zu erhalten, durch Bohlen oder Steinpflaster 
vorläufig ersetzt worden, so namentlich in der Königgrätzer Straße, ans 
der südlichen Ringstraße des Leipziger Platzes, in der Leipziger Straße 
am Leipziger Platz, in der Niederwallstraße sowie auf dem Spittel- 
markl und in der Wallstraße bis zur Neuen Roßstraße. 
X. Oeffentliche Strahenbrunnen. 
Für Brunncnbauten sind verausgabt: 
Im Eiatsjahre 
Für Herstellung 
und Veränderung von 
Brunnen 
M 
Für die laufende 
Unterhaltung 
(ausschließlich Wasser- 
pfosten) 
M 
1902 
18 438 
40 186 
1908 
20 383 
45 674 
1904 
33 056 
40139 
1905 
24 490 
35 631 
1906 
23 763 
40174
	        
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