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Volume No. 3. Bericht der Steuerdeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1906 (Public Domain)

Nr. 3. Steuerverwaliung. 
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vermindert: 
bei den Snblevationsbeirrägen um . .■ 951,25 M, 
- der Betriebssteuer - . . 29,so - 
. - Umsatzsteuer - . . 19 413,33 - 
. < Hundesteuer - . . 50,ov - 
- - Viehseuchenabgabe - . . 62,so - 
. den Handwerkskamnierkosten- . . 501,so - 
- - Gebühren für Feuerficherheits- 
wachen um 1 306,66 - 
. - Anerkennungsgebühren um . . 1 579,o» - 
. der Ergänzungssteuer I - . . 66,12 - 
- . . II . . . 3 538,06 - 
27 498,so Ji, 
mithin insgesamt vermehrt um 261784,46 Jt. 
Die Zunahme der Reste ist zum Teil der Erhöhung des Steuer 
solls, hauptsächlich aber dem-Umstande zuzuschreiben, daß infolge erst 
gegen Schluß des Etatsjahres stattgefundcner Veranlagung oder 
Nachbesteuerung eine erhebliche Anzahl von Sleuerposten der Steuer- 
koste erst im April und Mai 1907 zur Einziehung überwiesen worden 
ist, (an Staalseinkommen-, Ergänzungs- und Gemeindeeinkommen, 
steuer 236 939,88 Jl), deren Einziehung vor dem Jahresschluß nicht 
mehr möglich war. 
Neben den nötig gewordenen vermehrten Bewilligungen von 
Stundungen und Teilzahlungen über den Jahresabschluß hinaus, ist 
zum Teil auch durch die Zunahme der Zahl solcher Steuerpflichtigen, 
deren wiederholter Wohnungswechsel die rechtzeitige Einziehung ihrer 
Steuern verhinderte, ein Anwachsen der Restbeträge bei einzelnen 
Steuerarten nicht zu vermeiden gewesen. 
Die nachgewiesenen Steuerreste sind inzwischen zum größten Teil 
eingezogen oder anderweitig erledigt worden. 
Schließlich ist hier noch zu erwähnen, daß von den in Spalte 6 
der tabellarischen Zusammenstellung T bei jeder Steuerart für das 
Steuerjahr 1906 als eingegangen angegebenen Beträgen infolge be 
rechtigt befundener Einsprüche. Berufungen, Beschwerden, Erlaßgesuche 
und Doppelbesteuerungen, die in Spalte 13 der Hauptübersicht Id 
bei den einzelnen Steuerarten, eingetragenen Posten wieder zurück 
gezahlt werden mußten. 
Die Reineinnahme an Staatssteuern wurden im Laufe des 
Etatsjahrcs an die zuständigen Staatskassen abgeliefert. 
2. Zahl der Steucrpostcn. 
Im Laufe des Berichtsjahres sind der Steuerkasse die aus der 
^anliegenden Nachweisung II ersichtlichen Steuerposten (ausgeschriebene 
Quittungen und Wandergewerbescheine) zur Einziehung überwiesen 
worden. ' 
Nach Spalte 7 dieser Nachweisung waren außer den Restposten 
am Schluffe des Vorjahres einzuziehen . . . 2 971 661 Posten. 
gegen 2 827 691 
im Vorjahre, mithin mehr 143 970 Posten. 
Das Mehr entfällt in der Hauptsache auf die Einkommen- und 
Ergänzungssteuer mit etwa 178 000 Posten, dagegen ist bei der 
Gewerbesteuer eine Abnahme um rund 50000 Posten eingetreten: es 
ist dies dem Umstande zuzuschreiben, daß die Ausschreibung der 
Klaffe IV im Berichtsjahre in 3 Vierteljahren unterblieben ist, während 
dies im Vorjahr nur in 2 Vierteljahren geschah. 
Unter Berücksichtigung der Restposten aus Vorjahren waren aus 
weislich der Spalte 10 der Nachweisung II im Berichtsjahre zu er 
ledigen 3 063 170 Posten, 
gegen 2 883 413 
für 1906 mithin mehr 179 757 Posten. 
Davon wurden: 
a) durch die Steuererheber eingezogen ... 1 987 100 
oder 64,87 v. H. gegen 1 941 679 Posten 
oder 67,33 v. H. im Vorjahre (siehe Spalte 11 
der Nachweisung II), 
d) direkt zur Kasse gezahlt 
oder 14,42 v. H. gegen 429 083 Posten oder 
14,88 0. H. im Vorjahre (siehe Spalte 12 
der Nachweisung II), 
c) niedergeschlagen 
ober 17,s* v. H. gegen 421 142 Posten oder 
14,si v. H. im Borjahre (siehe Spalte 13 
der Nachweisung U), 
d) in der Restliste übertragen 
oder 3,32 v. H. gegen 91 509 Posten oder 
3,18 v. H im Vorjahre (siche Spalte 14 der 
Nachwestung II) 
sind obige 3 063 170 Posten. 
Die Erledigung der Steuerposten anlangend, haben sich also die 
Zahlungen an die Steuererheber im Vergleich zum Vorjahre um 
2,46 v. H. verringert. 
Vorausbezahlung. 
Von üen direkt zur Kasse gezahlten 441 819 Posten (siehe vor- 
stehend unter d) wurden, da bei der Zahlung die Hebelisten der Kasse 
noch nicht vorlagen, als Vorausbezahlung besonders gebucht: 
a) bei der Grundsteuer und den Sublevaiionsbciträgen 
1 004 Posten über 236 363,i» M, 
b) - - Gewerbesteuer . 1 163 - - lOl 777,89 - 
c) - - Betriebssteuer . 4 55,00 • 
d) - - Einkommen- und 
Ergänzungssteuer. . . 13 170 - - 2 511 581,» - 
zusammen 15 341 Posten über 2 849 777,07 JC 
gegen 14 938 - - 2 739 289,s« - 
Steuererheber. 
Die Zahl der Steuererheber anlangend waren zur Erhebung und 
zwangsweisen Beitreibung der bei den verschiedenen Steuerarten nach 
gewiesenen 2 971 661 Posten 
(siehe Spalte 7 der Nachweisung II abzüglich 
I. ber daselbst unter B, J, K, M und N an 
gegebenen 
2 271 Posten Umsatzsteuer, 
362 - Gebühren für Feuersicherheitswachen, 
1688 - Anerkennungsgebühren, 
803 - Rentenbankrenten. 
3 085 - Wandergewerbesteuern, 
zusammen 8 209 Posten, 
— deren selbständige Erziehung 
der Annahmestelle XIV für ver 
zogene Steuerzahler obliegt — 
II. der durch die Kasse A der 
Steuerannahmestelle I mittels der 
Steuererheber der Annahme- 
stelle XIV für verzogene 
Steuerzahler einzuziehenden: 
51171 Posten Staatseinkommen- 
Ergänzungs- und 
Gemeindccinkommen- 
steuer der außerhalb 
Berlins Wohnenden 
und derRechtspersön- 
lichkeilen sowie Ge 
meindeabgabe der 
Militärpersonen, 
3 366 - Forcnsalgewerbesteuer, 
50 - Warenhaussteuer, 
zusammen 54 587 
insgesamt 62 796 
noch 2 908 865 Posten 
oder im Durchschnitt vierteljährlich 727 216 
gegen 691 578 
im Vorjahre, außer den in der Annahmestelle XIV für verzogene 
Steuerzahler beschäftigten 72 Steuerer! ebern in jedem Vierteljahr des 
Etatsjahres 1906 288 Steuererheber mit festem Revier, gegen 271 
im Vorjahre, erforderlich. 
Der Betrag der auf jeden dieser 288 Steuererheber viertel 
jährlich entfallenden Posten ist hiernach von 2 552 im Vorjahre auf 
2 525 im Berichtsjahre zurückgegangen. 
Dies allein gibt jedoch keinen richtigen Maßstab ab für das den 
Steuererhebern mit festem Revier obliegende Arbeitspensum, denn die 
Tätigkeit der Steuererheber wird auch durch die ihnen obliegenden 
Schreib- und Rechnungsarbeiten, sowie durch die ihnen von den 
Bureaus der l. und ll. Abteilung oft in großer Anzahl erteilten 
Aufträge (z. B. Recherchen in Leranlagungssachen, Zustellung der 
Veranlagungen, Austragen und Einsammeln verschiedener Listen), 
endlich aber durch die große Menge der im Laufe des Etatsjahres 
innerhalb Berlins verzogenen Steuerpflichtigen und der in 
den Geschäftslokalen der Besteuerten oder in anderweit angegebenen 
Zahlstellen zu erhebenden Qusttungen, die ausgesondert und durch 
besondere Listen weiter verfolgt werden wüsten, in hohem Maße in 
Anspruch genommen. 
Ausgesonderte Steuerquittungen. 
Durch die 288 Steuererheber mit festem Revier wurden 
236 012 Quittungen von solchen Steuerpflichtigen, die innerhalb 
des Hebereviers der betreffenden Sleuerannahmestelle bekannt verzogen 
waren, ausgesondert und nach bewirktem Austausch eingezogen. 
Dagegen lag das Einziehungsgeschäft hinsichtlich der außerdem aus 
gesonderten 440635 Quittungen solcher Steuerpflichtigen, deren neue 
Wohnung sich außerhalb des Hebereviers der betreffenden Steuer 
annahmestelle befand, den bereits vorgedachtcn 72 besonderen Steuer- 
erhebern der Annahmestelle XIV (für verzogene Steuerzahler) ob. 
Von den wegen bekannten Verzugs der Steuerpflichtigen inner- 
441819 - 
532 491 - 
101 760 -
	        
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