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Volume No. 1. Bericht über die algemeine Verwaltung des Magistrats

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1906 (Public Domain)

Nr. 1. Allgemeine Verwaltung des Magistrats. 
15 
In dem abgelaufenen Verwaltungsjahre hat wiederuni eine außer- 
ordcnilich große Zahl von Lehrern wegen Krankheit vertreten werden 
müssen. Die Kosten hierfür haben rund 40 829 Jt betragen. 
Für die persönlichen und sächlichen Ausgaben der 22 Anstalten 
besteht ein gemeinschaftlicher Etat. 
Nach dem Hauptabschlussc der Sladthauptkaffe für l. April 
1906/1907 bezüglich dieses Etats haben die Unterhaltungskosten beim 
Ordinarium betragen: 
Ausgabe rund 3 601 285 Jt 
Einnahme rund 1613 084 - 
mithin Zuschuß 1 988 201 Jt 
Es komme» hinzu für die Unterhaltung der Turn 
hallen rund 172 221 - 
zusammen 2 160 422 Jt 
ein Betrag, der bei 12 616 Schülern und Schülerinnen auf den Kopf 
einen Zuschuß von 171,3 Jt ergibt, gegen 
164.7 Jt im Jahre 1905/06, 
154.6 - > - 1904/05, 
152.8 - - - 1903/04,' 
159,5 - - - 1902 03, 
154.7 - - - 1901/02, 
151,r - - - 1900/01. 
Werden dem ermittelten Betrage von .... 2 160 422 Jt 
noch die für die außerordentlichen baulichen Arbeiten 
und sonstigen außerordentlichen Anschaffungen gezahlten 806 508 Jt 
hinzugerechnet, so ergibt sich ein Gesamtzuschuß von 2 966 930 Jt 
gegen 2 895 393 Jt im Vorjahre 1905/06. 
Schulgelder sind im Berichtsjahre in Höhe von 1 532 548 Jt 
eingegangen, gegen 1 521 818 - 
im Jahre 1905/06, also im Berichtsjahre mehr . . 10 730 Jt 
Es sind 2 953 Jt gegen 3 186 Jt im Jahre 1905/06 nieder 
geschlagen worden wegen Zahlungsunfähigkeit der Verpflichteten, 
wegen längerer den Schulbesuch hindernder Krankheit der Schüler 
und aus dergleichen Gründen. Es sind im Rest geblieben 240 Jt 
gegen 586 Jt im Vorjahre. 
Hiernach sind: 
eingegangen . . . 99,so v. H., 
niedergeschlagen . . 0,io 
in Rest geblieben . 0,«» 
100,oo v. H. 
Rückzahlungen des Schulgeldes haben infolge Erkrankung, des 
Abganges von Schülern usw. in Höhe von 845 Jt stattgefunden, in 
35 Fällen ist das Schulgeld im Verwaltungszwangsverfahren ein- 
gezogen worden. 
Im Jahre 1906/7 sind 868 Freistellen verliehen worden, gegen 
933 imJahre 1905/6. 
Zu diesen 868 Freistellen 
kommen noch observanzmäßig 145 
hinzu, so daß überhaupt 1 013 Freistellen 
gegen 1088 Freistellen im vorigen Jahre durchschnittlich in jedem 
Quartal besetzt waren. 
Jnbezug auf die Uebernahme ehemaliger Gemeindeschüler als 
Freischüler ist zu bemerken: 
Am 1. April 1906 besuchten >77 
derartige Schüler die 20 Anstalten: im Berichtsjahre fand ein 
Zugang von 42 Schülern, 
ein Abgang von 20 
statt, also mehr 22 
so daß Ende März 1907 199 
ehemalige Gemeindeschüler im Genusse freien Unterrichts waren. 
1. April 1906/07. 
Bezeichnung 
der 
Anstalten 
Gesamtzahl der Schüler 
Observanzmäßige 
Freischüler an 
Etatsmäßige Freistellen sind vergeben 
Von 100 
insgesamt ver 
liehenen etals- 
mäßigen Frei- 
stellen entfallen 
aufdieeinzelnen 
Anstalten 
der 
Haupt - 
anftalt 
der 
Vor- 
schule 
über- 
Haupt 
der der 
Haupt- Vor 
anstalt | schule 
ganze 
halbe 
über 
haupt 
nuf 100 der 
in Spalte 2 
angegebenen 
Schüler 
Gymnasien: 
Berlinisches 
568,oo 
568,oo 
12,oo — 
93,5» 
37,oo 
112,oo 
20 
12,8 
Friedrich-Werdersches .... 
465,25 
151,25 
616,5» 
7,oo — 
31,0» 
7,oo 
34,bo 
8 
4,o 
Küllnisches 
374,75 
147,25 
522,oo 
12,oo — 
18,vo 
- 2,50 
19,50 
5 
2.2 
Luisenstädtisches 
370,5» 
122,5» 
493,oo 
3,oo l — 
21,»o 
12,oo 
27,oo 
7 
3.0 
Sophien- 
551,oo 
159,25 
710,25 
8,50 
40,25 
9,oo 
44,76 
8 
5,1 
Friedrichs. 
460,oo 
130,5» 
690,5» 
10,5» 
38,25 
7,50 
42,0» 
9 
4,9 
Askanisches 
540,75 
177,75 
718,5» 
8,60 — 
42,5» 
8,00 
46,5» 
9 
5,4 
Humboldt- 
378,5» 
112,75 
491,25 
7,50 — 
29,25 
3,oo 
30,76 
8 
3,5 
Leibniz- 
390,oo 
163,5» 
553,50 
5,00 — 
27,75 
6,oo 
30,75 
8 
3,5 
Königstädtisches 
382,75 
156,75 
539,50 
3,60 — 
18,75 
. 5,oo 
21,25 
6 
2.5 
Lessing- . .• 
519,oo 
175,25 
694,25 
13,oo — 
54,25 
22,25 
65,60 
13 
7,5 
Realgymnasien: 
Königstädtisches 
603,5» 
177,75 
681,25 
5,76: — 
23,0» 
7,00 
26,50 
5 
3,r 
Dorothenstädtisches 
592,75 
147,75 
740,50 
5,26: — 
32,25 
18,oo 
41,25 
7 
4,8 
Luisenstädtisches 
432,0» 
147,75 
579,75 
7,50 — 
37,v» 
10,oo 
42,00 
10 
4,o 
Andreas- 
532,75 
182,5» 
715,25 
7,0» — 
33,0» 
14,oo 
40,o» 
8 
4,6 
Sophien- 
466,2» 
177,25 
643,5» 
5,oo — 
41,oo 
12,oo 
47,oo 
10 
5,4 
Friedrichs. 
381,5» 
176,75 
558,25 
4,oo — 
33,oo 
30,oo 
48,oo 
13 
5,6 
Falk- 
582,7» 
150,25 
733,oo 
12,60 — 
20,25 
4,oo 
22,26 
4 
2,5 
Oberrealschulen: 
Friedrich-Werdersche 
600,oo 
— 
600,oo 
1,00 — 
72,0» 
14,oo 
79,oo 
13 
9,0 
Luisenstadtische 
508,75 
144,6» 
653,2» 
6,50 — 
45,5» 
4,oo 
47,50 
10 
5,5 
3. Oberrealschule 
145,oo 
— 
145,0» 
— — 
2,25 
0,60 
2,76 
— 
0,3 
Zusammen 
9 745,75 
2 801,25 
12 547,oo 
145,00 — 
753,75 
116,75 
870,50 
— 
100 % 
Realgymnasialklassen für Mädchen 
69 
— 
69 
— 1 — 
0,25 
— 
0,26 
— 
— 
Die vom Magistrat verwalteten Stistungskapitalien zu Universitäts- 
stipendien und zur Unterstützung würdiger und bedürftiger Schüler 
iind im Berichtsjahre nicht vermehrt worden. An Stipendien bezw. 
Unterstützungen, deren Kapitalien für bestimmte Lehranstalten aus 
gesetzt sind, sind in diesem Jahre an 91 Studierende rund 27 900 Jt 
gezahlt worden, und für Stipendien, deren Verwendung einer solchen 
Beschränkung nicht unterworfen ist, sind an 76 Studierende rund 
17100 Jt zur Auszahlung gelangt. 
Von den 91 + 76 Studierenden gehörten 
der theologischen Fakultät 21 an, 
- medizinischen - 22 - 
«. juristischen - 32 - 
- philosophischen - 81 - 
- technischen Hochschule 11 - 
zusammen 167.
	        
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