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Volume No. 9. Bericht über das städtische Fach- und Fortbildungsschulwesen

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1906 (Public Domain)

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Nr. 9. Fach- und Fortbildungsschulwesen. 
8. 
W. 
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Bezeichnung und Lage 
Geseycökuiidc 
Warenkunde 
Geschichte und 
Geographie 
Stillehre 
Andere Unterrichtsgegcnstände 
der Fortbildungsschulen für 
Zahl der 
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Zahl der 
Zahl der 
Jünglinge 
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1. Waffertorstraße 31 
2. Zehdenicker Straße 17/18 .... 
lSchriftzeichnen . 
(Aquarellieren . . 
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3 Hinter der Garnisonkirchc 2 ... . 
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4. Heinersdorfer Straße 18 
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5. Hagelbergerltraße 34 
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6. Turmstraße 86 
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8. Putbuser Straße 23 
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9. >rruchtstratze 38 
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Aquarellieren . . 
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10. Reichenberger Straße 44/45 .... 
/Aquarellieren. . 
(Blumenmalen 
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11. Ravenöstraße 12 
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12. Derfflingerstraße 18 a 
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13. Prinzenallec 8 
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Handelslehre . . 
1 
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Summe 
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Summe d. gemeld. Teilnehm, aus d. Vorjahre 
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daher 1906 gegen 1905 { ' ' ' 
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1 
Bemerkt wird, daß die 2. und 3, Fortbildungsschule mit Ende 
März 1907 wegen mangelnder Frequenz infolge Einwirkung der 
Pflichtfortbildungsschule aufgelöst worden sind. 
Der Unterricht in den Elementarfächern ist unentgeltlich, dagegen 
wird an Schulgeld erhoben für einen 4stündigen Kursus im Fran 
zösischen, Englischen, Russischen und im Fachzeichnen 4 Jt, für einen 
2 stündigen Kursus im Fackzeichnen 2 M, für einen Kursus in 
doppelter Buchführung, sowie in den kaufmännischen Fächern als 
Warenkunde, Handelsgeographie, Handelsrecht, allgemeine Wechsel- 
kunde und kaufmännische Korrespondenz, ferner für einen Kursus in 
der Stenographie und im Maschinenschreiben halbjährlich je 1 M für 
die Wochenstunde, auch für den Unterricht im Zirkclzeichncn kann ein 
Schulgeld von 2 M erhoben werden. 
Zur Deckung der Kosten für verbrauchten Ton k. wird von den 
Teilnehniern am ModellieruntcrrickU halbjährlich t M erhoben. 
Bei Stunden, in denen Unterricht im Aktmodellieren oder im 
figürlichen Zeichnen erteilt wird, kann, sobald die Verwaltung die 
Beschaffung eines Modells auf städtische Kosten genehmigt hat, von 
jedeni daran teilnehmenden Schüler ein Schulgeld von halbjährlich 
4 Jt erhoben werden. 
Auf die Frequenz hat die Erhebung von Schulgeld einen nach 
teiligen Einfluß nicht ansgeübl, zumal die Kuratorien Freistellen bis 
zu einem Zehntel der zahlenden Schüler bewilligen und dadurch auch 
Unbemittelten die Teilnahme an den Wohltaten der Fortbildungs 
schulen ermöglichen. 
d) Fortbildungsschule für Schiffer 
(in der 3. Fortbildungsschule für Jünglinge, Hinter der 
Garnisonkirche 2). 
Im Hinblick darauf, daß Berlin für Kleinschiffer als Knoten 
punkt der zahlreichen märkischen Wasserstraßen gelten dürfte, auch 
jährlich viele Hunderte von Schiffern, zumeist mit Familie, Hierselbst 
überwintern und für jugendliche Schiffer die Möglichkeit einer Fort 
bildung bisher fehlte, ist auf Antrag des Berliner Schiffahrtsvereins 
die Einrichtung einer Fortbildungsschule für Schiffer für einen Teil 
des Winters beschlossen worden. Dieselbe umfaßte die Unterrichts 
fächer Deutsch und Rechnen in wöchentlich je 4 -8 Stunden und 
begann ani 2. Januar d. Js. mit einer Frequenz von 9 Schülern, 
von denen in der letzten Stunde, am 2. Februar d. Js., nur noch 
drei anwesend waren. Trotz dieses geringen Besuches ist beschlossen 
worden, genannte Schule bis auf weiteres fortzuführen, jedoch nach 
einem Schulgebäude in der Mühlenstraße zu verlegen. 
Bon Vereinen oder Kuratorien geleitete Fortbildungsschulen 
für Jünglinge. 
v) Die Fortbildungsschule des Handwerkervereins. 
Sophienstraße 15 und Gipsstraße 16a. 
In der Fortbildungsschule des Handwerkervereins betrug die 
Zahl der Teilnehmer im Sommersemester 1906 560 und im Winter- 
semester 1906/07 575 gegen 518 und 575 im Vorjahre, so daß also 
die Teilnehmerzahl im Sommersemester 1906 um 42 gestiegen, im 
Wintersemester 1906/07 dagegen dieselbe geblieben ist. 
Auch dieser Schule ist wiederum eine Unterstützung von 3 OM M 
aus städtischen Mitteln zuteil geworden. 
d) Kaufmännische Fortbildungsschulen. 
Kaufmännische Fortbildungsschulen der Korporation der 
Kaufmannschaft von Berlin. 
In den Räumen 
des Friedrichs Wcrderschen Gymnasiums, Dorotheenstraße 13/14, 
des Luisenstädtischen Realgymnasiums, Sebastianstraße 26, 
des Kölnischen Gymnasiums, Jnselstraße 2/5, 
des Königstädtischen Gymnasiums, Elisabeihstraße 57/68, 
der X. Realschule, Auguststraße 21 und 
der III. Realschule, Steglitzer Straße 8». 
Diese Schulen, welche der direkten Aufsicht des Herrn Ministers 
für Handel und Gewerbe unterstehen, werden ausschließlich von der 
Korporation der Kaufmannschaft von Berlin unterhalten und ver 
waltet, die Stadt gewährt nur die Räume. 
IHa. Städtische Fortbildungsschulen für Mädchen 
(in den Räumen von Gemeindeschulen). 
Diese Schulen werden ausschließlich aus städtischen Mitteln 
unterhalten. 
Die Gesamtzahl der für sie gemeldeten Teilnehmerinnen, die sich 
im Sommer 1905 auf 3883 und im Winter 1905/M auf 4268 be 
lief, betrug iin Berichtsjahre 3794 und 4242. 
Die Lage der Schulen, die Unterrichtsgegenstände, die Zahl der 
Kurse in den einzelnen Schulen unp die Zahl der für jeden Gegen 
stand angemeldeten Teilnehmerinnen ergeben sich aus der Tabelle 0 
ad 1-9.
	        
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