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Volume No. 33. Bericht der städtischen Tiefbaudeputation

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1905 (Public Domain)

14 
Nr. 33. Tiefbauverwaltung. 
Anstalten für männliche Personen 
Anstalten mit Klosetts 
un Betriebe von Unternehmern 
(Pissoirs > 
im 
Betriebe der Stadtgemeinde 
und zwar von 
Protz 
von 
Asten 
2 
3 
4 
5 
7 
10 
11 
für 
Männer 
fürMänner 
u. Frauen 
fürMänner 
n, Frauen 
für 
Frauen 
für 
Eigentum 
Eigentum 
des 
Eigentum 
Eigentum 
des 
ständig 
ständig 
ständig 
ständig 
ständig 
ständig 
ständig 
mit 
Pissoir 
mit Pissoir 
fürMänner 
ohne 
Pissoir 
und 
Kinder 
Kinder 
Stadt 
Unter 
nehmers 
Stadt 
Unter 
nehmers 
Stck, 
Stck, 
Stck. 
Stck. 
Stck. 
Stck. 
Stck, 
Stck. 
Stck. 
Stck, 
Stck. 
Stck. 
Stck. 
Stck. 
Stck. 
Stck. 
Am 1. April 
1905 waren 
vorhanden . 
34 
1 
* 
2 
140 
5 
1 
4 
6 
6 
14 
3 
18 
8 
11 
10 
Im Etats- 
jähre 1905 
sind hinzu 
gekommen . 
. 
3 
1 
5 
4 
2 
Im Etats- 
jähre 1905 
find beseitigt 
1 
— 
—' 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
1 
— 
— 
Bestand am 
1. April 1905 
33 
1 
1 
2 
148 
5 
1 
5 
n 
10 
' 
16 
3 
18 
7 
11 
3" 
10 
Die Pissoirs sind sämtlich mit Oeleinrichtung versehen. 
Von den Klosettanstalten sind 18 dem Unternehmer Protz und 
21 dem Unternehmer von Asten bis zum 31. März 1906 zum Be 
triebe überlassen worden und zwar gegen Zahlung einer Abgabe. 
Diese betrug bis zum 31. März 1904 10 v. H. der Bruttoeinnahme. 
Vom 1. April 1904 ab sind 16 v. H. zu entrichten. 
Gezahlt wurden an die Stadt für die Protz'schen Anstalten: 
im Etatsjahr 1901 . 
... 8 494 JC, 
1902 . 
. . . 8 497 - 
1903 . 
. . . 8 810 - 
1904 . 
. . . 13 467 - 
1905 . 
. . . 14 038 - 
für die von Asten'schen Anstalten: 
im Etatsjahr 1901 
... 7 119 JC, 
1902 . 
... 7 083 - 
1903 . 
... 7293 - 
1904 . 
. . . 10 994 - 
1905 . 
. . . 5 280 - 
Die ^nlernehmeranstalien find mit Schluß des Berichtsjahres auf 
die Stadtgemeinde übergegangen und werden von der Straßenreinigungs 
deputation nunmehr verwaltet. (Vergl. Allgemeiner Teil.) 
.-1 Die Stadtgemeinde erhebt eine Benutzungsgebühr nur in solchen 
Anstalten, die ausschließlich von den auf den öffentlichen Straßen und 
Plätzen verkehrenden Personen benutzt werden. Die Gebühr beträgt 
— gleichwie bei den an Protz und von Asten überlassenen Anstalten 
—■ 10 und 5 Jede dieser Anstalten enthält eine Freizelle für das 
weibliche Geschlecht und für Kinder in Begleitung von Frauen. 
Einige auch eine Freizelle für Männer. Eine Freizelle für Frauen 
ist auch, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, bei den ver 
pachteten Anstalten vorhanden. 
i 3 Die Benutzung der in den Park- und Gartenanlagen befindlichen 
Anstalten, von denen die Mehrzahl nur Frauen und Kindern zur 
Benutzung dient, ist eine unentgeltliche. 
Die Verwaltung und Unterhaltung der Pissoirs und der von der 
Stadtgcmeinde selbst betriebenen Abortanstalten liegt zumeist der Depu 
tation 'für das Straßenreinigungswesen ob, nur einige in städtischen 
Parks belegene Anstalten verwaltet die Parkdeputation. 
Für die Aufstellung und Veränderung von Bedürfnisanstalten 
sind seitens der Bauverwalrung aufgewendet worden 
im Etatsjahr 1901 .... 12 824 JC, 
1902 .... 52 079 - 
1903 . ... 80 548 - 
1904 .... 65235 - 
1905 .... 65 753 - 
XII. Kunstdenkmäler und Springbrunnen. 
Am Schloßbrunnen sind die durchlässigen Stellen der Mittel- 
gruppe, durch die das Master in den inneren Hohlraum und durch 
diesen in den unter dem Becken befindlichen Kellerraum trat, gedichtet 
und die durch Frost beschädigten Wasserzuflußröhren im Keller durch 
neue ersetzt worden. Die undichten Fugen sämtlicher Beckenwände 
wurden ausgestemmt und wieder gedichtet. 
Die Kunstdenkmäler wurden in der üblichen Weise gereinigt. 
Besonderes ist hierzu nicht zu bemerken. 
Die Ausgaben für die Instandhaltung der nicht auf Brücken 
angebrachten Kunstdenkmäler ec. haben betragen: 
1901 1902 1903 1904 1905 
6 299 5 263 6 647 4 016 2 680 JC. 
XIII Oeffentliche Uhren. 
Die Kontrolle aller öffentlichen Uhren liegt den Stadtbau- 
inspektionen ob. Es sind zur Zeit 28 Uhren vorhanden. 
XIV. Unfallversicherung. 
Im Kalenderjahre 1905 waren 614 Personen im Baubetriebe 
der Stadtgemeinde Berlin gegen 482 Personen im Jahre 1904 
beschäftigt; für 24 Personen gingen Unfallanzeigen ein, für 1 Ver 
letzten wurde eine Rente festgesetzt. 
Im Jahre 1905 empfingen (einschl. der Rentenempfänger aus 
den Vorjahren) 23 Personen Renten. 
Die Gesamtkosten der Unfallversicherung betrugen 6 752,7« JC 
gegen 6 565,63 JC im Vorjahre. 
XV. Anerkennungsgebühren. 
Anerkennungs- (Benutzungs-) Gebühren werden in allen Fällen 
erhoben, in denen städtisches Straßenland (Bürgersteig und Straßen 
damm) von einer Privatperson oder Behörde für eigene Zwecke 
benutzt wird. Ausnahmen werden gemacht bei solchen Anlagen, die 
lediglich Zwecken der Allgemeinheit dienen, (Transparentlaternen für 
Sanitätswachen und ähnliche), ferner bei solchen Eigentümern, die 
das Bürgersteigland oder Vorgartenland unentgeltlich an die Stadt 
gemeinde abgetreten haben, wenn sie dieses selbst benutzen wollen. 
Bei der Bemessung der Gebühr werden berücksichtigt: der wirt 
schaftliche Vorteil, den die Anlage für den Inhaber bietet, die Be 
lästigung des Verkehrs, die Größe der in Anspruch genommenen 
Fläche, die Gegend, die Art des Geschäfts. 
Die Gebühren werden, wenn die Benutzung länger als ein Jahr 
dauert, jährlich erhoben. 
Die Jsteinnahme für 1904 betrug 67 288 JC, die für 1905 
79 015 JC also 11727 JC mehr. 
Die Vereinnahmung der Gebühren erfolgt beim Spezialetat 
Nr. 49.
	        
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