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Volume No. 23. Bericht über die Verwaltung des Arbeitshauses und des Arbeitshaus-Hospitals in Rummelsburg

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1905 (Public Domain)

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Nr. 24. Städtisches Obdach. 
1905/06 
Frequenz 
des 
nächtlichen 
Obdachs 
Krank 
befunden 
Gestorben 
Es wurden überwiesen 
Ambulant 
behandel 
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Fr- 
April 
55 022 
259 
1 
6 
10 
27 
20 
7 
4 
41 
4 
139 
Mai 
41 017 
288 
6 
13 
26 
24 
4 
8 ■ 
42 
2 
163 
Juni 
29245 
204 
10 
26 
22 
5 
6 
40 
3 
92 
Julr 
25 767 
210 
1 
6 
5 
23 
27 
10 
5 
41 
-8 
84 
August 
28 328 
230 
1 
6 
12 
34 
15 
6 
5 
59 
8 
86 
September 
28 473 
208 
1 
6 
23 
23 
27 
6 
4 
32 
5 
81 
Oktober 
37 925 
288 
3 
7 
38 
31 
9 
7 
58 
6 
129 
November 
46 204 
308 
2 
2 
18 
27 
28 
3 
4 
70 
3 
151 
Dezember 
61755 
328 
17 
41 
40 
9 
6 
72 
2 
141 
Januar 
81670 
459 
3 
28 
48 
48 
3 
7 
101 
5 
216 
Februar 
72 896 
382 
1 
2 
17 
37 
43 
10 
6 
62 
3 
201 
März 
66 202 
418 
3 
1 
12 
52 
51 
20 
6 
72 
4 
197 
574 504 
3 582 
10 
40 
172 
402 
376 
92 
68 
690 
53 
1679 
Die Benutzung der Bäder und die Desinfektion der Kleidung 
wird durch folgende Tabelle veranschaulichte 
Es wurden gebadet und desinfiziert: 
Monat 
Männer 
Frauen 
Insgesamt 
April 1905 .... 
7 679 
591 
8170 
Mai - .... 
6 052 
537 
6 589 
Juni - .... 
5 561 
504 
6 065 
Juli - .... 
5 570 
516 
6086 
August - .... 
5 534 
472 
6006 
September - . . . . 
5 558 
523 
6 081 
Oktober - .... 
6806 
576 
7 381 
November - .... 
8 672 
572 
9 244 
Dezember - .... 
8 757 
694 
9451 
Januar 1906 .... 
11382 
712 
12 094 
Februar - .... 
10 430 
668 
10 998 
März - .... 
10 858 
825 
11688 
92 759 
7 089 
99 848 
Desinfektionsanstalt II. 
Bis zum Dezember 1905 dienten dem Betriebe der Desinfektions 
anstalt wie bisher 5 Dampfkessel. Vom 1. Januar 1906 ab wurde 
auch der infolge der beabsichtigten Vergrößerung der Koch- und Bade- 
anlagen neu aufgestellte 6. Dampfkessel in Betrieb genommen. Diese 
6 Dampfkessel arbeiteten zusammen 16 822 Stunden. An Steinkohlen 
wurden 30 939 Ztr., an Koks 9 575 bl und an Master 2 179 cbm 
verbraucht. Zur Desinfektion von geleimten Möbeln und Lederwerk 
sind 188 I Karbolwasser erforderlich gewesen. Auf die Desinfektion 
mit Chemikalien wurden 227% Stunden verwendet. 
Desinfiziert wurden: 
a) für das Familienobdach, die Krankenstation, sowie aus den 
Nachläsien von Almosenempfängern .... 27372 Stück, 
d) für das nächtliche Obdach 847 089 - 
c) - die Siechcnanstalt 5 407 
d) - das Friedrich Wilhelms Hospital .... 259 
es - - Waisenhaus 106 
zusammen 880 233 Stück. 
Station für Geschlechts- und Hautkranke. 
Bestand am 1. April 1906 . 
Zugang 
114 Männer, 
1 754 
186 Frauen, 
1510 
zusammen 
1 868 Männer, 
1 646 Frauen. 
Abgang 
1 759 
1 523 
Bestand am 31. März 1906 . 
109 Männer, 
123 Frauen 
Von den Aufgenommenen litten an: 
konstitutioneller Syphilis . . 
269 Männer, 
518 Frauen, 
Schanker 
410 
404 
Tripper 
585 
400 
Krätze 
300 
63 
anderen Hautkrankheiten . . 
190 
125 
zusammen 
1 754 Männer, 
1510 Frauen. 
Von den Entlassenen waren: 
geheilt 
1186 Männer, 
1 452 Frauen, 
gebessert 
463 
36 
eingeheilt 
anderen Krankenhäusern über- 
88 
20 
wiesen 
20 
14 
gestorben 
2 
1 
zusammen 
1 759 Männer, 
1 523 Frauen. 
Von den Aufgenommenen kamen 
1 742 Männer auf eigenen Wunsch, 
290 Frauen 
1 206 weibliche Personen zur Zwangsheilung, 
12 männliche Fürsorgezöglinge, 
14 weibliche 
zur Krankenstalion. 
Verwaltung der Nachlastsachen. 
Die seit 1894 beim Obdach geführte Verwaltung der Nachlässe 
der Stadtarmen und Hospitanten weist wiederum gegen das Vorjahr 
eine Zunahme bei den eingebrachten Nachlässen auf und zwar um 61. 
Die Aufbewahrung der Sachen fand wie bisher in der von der 
Markthallendeputation gemieteten Markthalle XII in der Badstratze 10 
statt. Im Berichtsjahre sind 2 269 Nachlatzrecherchen erledigt worden. 
Hierbei sind in 1 966 Fällen Nachlässe zur Nachlaßhalle eingeliefert 
worden, während in den übrigen 303 Fällen solche teils nicht vor 
handen waren, teils der Geringfügigkeit halber den Angehörigen der 
Verstorbenen mit Zustimmung der Armenkonimissionen belassen oder dem 
Vermieter als Kompensation für rückständige Wohnungsmiete über 
eignet worden sind. 
Zu diesen eingebrachten 1966 Nachlässen 
kommen als Bestand vom 1. April 1905 . . . 2145 Nachläsie 
sowie die vom Friedrich Wilhelnis Hospital zum 
Verkauf überwiesenen • ■ 160 
so daß insgesamt 4 271 Nachlässe 
vereinnahmt worden sind. 
Hiervon wurden auf Verfügung der Armendirektion an die 
Eigentümer, nachdem sie aus den Krankenanstalten entlaffen waren, 
zurückgegeben 963 Nachlässe 
und gelangten zur öffentlichen Versteigerung . . . 875 
im Bestände verblieben . 2 433 
zusammen 4 271 Nachläsie. 
Aus diesen Nachlässen kamen nach Anweisung eines Mitgliedes 
der Deputation 2 877 Stück brauchbare Wirtschaftsgegenstände zur 
Verleihung an bedürftige Personen, denen es an der häuslichen 
Einrichtung fehlt (§ 67 und 68 der Geschäftsanweisung für die 
Armenpflege der Stadt Berlin). 
Der Rest ist in 20 Terminen in der Nachlaßhalle öffentlich ver 
steigert worden und hat einen Bruttoerlös von 20091 M ergeben. 
Die folgende Tabelle gewährt eine Uebersicht über die Verwaltung 
der Nachläsie während der letzten 3 Jahre:
	        
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