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Volume No. 19. Bericht der Deputation für die städtische Irrenpflege

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1905 (Public Domain)

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Nr. 19. Städtische Irrenanstalten. 
Die einzelnen Gebäude der Anstall wurden, wie alljährlich, in 
bezug auf ihre Räumlichkeiten einer gründlichen Renovation unterzogen. 
Im Etatsjahr 1905 wurden Kranke beschäftigt: 
a) in der Malerwerkstatt unter Aussicht eines Malers durchschnittlich 
täglich 6 Mann niit zusammen 11132 Arbeitsstunden, 
b) in der Tischlerwerkstatt unter Aufsicht eines Tischlers durch- 
schnittlich 6 Mann mit zusammen 12 930 Arbeitsstunden. 
Titel IX. Die geringe Mehrausgabe ist bedingt durch die 
höhere Krankenzahl. 
Titel X. Siehe Bericht über die Landwirtschaft. 
Titel XI. Die Zahl der arbeitsfähigen Kranken ist dem Vor 
jahre gegenüber wieder etwas zurückgegangen, was sich besonders 
bei der Frauenabteilung in den Näh- und Flickstuben für die Oekonomie- 
abteilung insofern sehr unangenehm fühlbar macht, als dieselbe ge 
zwungen war, einen größeren Teil der Bekleiduugs- und Wäschestücke, 
welcher früher in der Anstalt gefertigt wurde, außerhalb derselben 
anfertigen zu lasten, wie auch zur Reparatur der im Gebrauch be 
findlichen Leib- und Bettwäsche je. dauernd 2 Flickfrauen gegen Tage- 
lobn zu beschäftigen: auch Reparaturen am Schuhwerk mußten in 
größerer Anzahl außerhalb der Anstalt ausgeführt werden. 
Soweit die Kranken nicht in Gärten und bei der Landwirischaft 
tätig sind, ist die Art der Beschäftigung der einzelnen derselben in 
der beifolgenden Tabelle ersichtlich. 
A. Männer: 
Schneider 
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Schuhmacher 
Rohr- und Stroh- 
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Tuchschuh- und 
Pantoffelmacher 
Kerbschnitzer 
und Laubsäger 
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A Männer: 
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1632 
2 4 445 
635 
7 
17 276 j2 468 
Maschinenstricker 
Tapezierer 
Buchbinder 
Bürstenbinder 
Kartoffelschäler 
Korbmacher 
Es arbeiteten 
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71786 
10248 
Der Wert der Arbeitsleistungen der Männer mit Ausnahme der 
Haarzupfer und Kartoffelschäler, für welche 0,2b Jt für den Tag 
anzunehmen ist, wird auf 0,bo Jt für den Kopf und Tag geschätzt, 
für Frauen 0,25 M, so daß zu rechnen sind: 
A. Männer: 
Tage 
Jt 
ä 0,50 
a) Schneider 5032 
b) Schuhmacher 2 828 k 0,so 
c) Rohr- und Strohflechler. . 417 & 0,bo — 
d) Tuchschuh- u. Pantoffelmacher 1 632 k 0,bo — 
e) Kerluchnitzer und Laubsäger 635 k 0,so — 
f) Haarzupfer 2468 k 0,25 = 
g) Maschinenstricker .... 42 k 0,5o — 
M 
2 516,oo 
1 414,oo 
208.50 
816,oo 
317.50 
617,oo 
21,oo 
h) Tapezierer 1 075 k 0,bo — 537,50 
i) Buchbinder 2,295 k 0,bo = 1147,50 
k) Bürstenbinder 512 k 0,bo — 256,oo 
l) Kartoffelschäler 2 197 k 0,25 — 549,25 
m) Korbmacher 46 k 
B. grauen; 
a) Kochküche 2 292 k 0,25 — 573,oo 
b) Waschküche 2 662 k 0,25 — 665,oo 
c) Nähstuben 10248 ä 0,25 — 2 562,oo 
8 423,25 Jt 
3 800,oo - 
Gesamtsumme 12 223,25 Jt 
Titel XII. Hierzu siehe Anmerkung am Schluffe des finanziellen 
Ergebnistes. 
Titel XIII. Die Ausgabe beträgt 13 287,23 Jt gegen 13 350,35 
im Vorjahre, ist also nahezu unverändert geblieben. Hierin sind 
auch die Kosten für die geselligen Abendunterhaltungcn und Theater- 
aufführungen enthalten. 
Titel XIV. Die im Etat angesetzte Summe betrug 1820 M- 
Es find 1213,35 Jt an Unterstützungen gezahlt worden. Im ganzen 
wurden 648 Personen unterstützt, so daß auf eine Person durchschnitt 
lich 1,87 M kommen, gegen 5,50 Jt im Vorjahre.
	        
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