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Volume No. 14. Bericht über die städtische Armenpflege

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1905 (Public Domain)

Nr. 14. Armenpflege. 
17 
3 
o) Höhe des monatlichen Pflegcgeldes 
männlich 
1906 1905 
weiblich 
1906 1995 
1906 
zusammen 
1905 1904 
1903 
8 bis 4,oo JC 
14 
29 
16 
31 
30 
60 
50 
32 
4,50 - 
13 
8 
10 
11 
28 
19 
18 
14 
5 bis 5,60 - 
84 
81 
80 
83 
164 
164 
169 
138 
6 - 6,50 > 
1 908 
2 327 
2 129 
2 653 
4 037 
4 980 
5 637 
6 683 
7 - 10,oo - 
3 277 
2 721 
3 566 
2 918 
6 843 
5 639 
4 845 
3 684 
über 10,oo ■ 
409 
336 
347 
280 
* 756 
616 
581 
594 
zusammen Pflegekinder 
5 705 
5 502 
6 148 
5 976 
11 853 
11 478 
11 300 
11 145 
* Bon diesen zusammen 756 mehr als 10 JC betragenden monatlichen Wegegeldern entfallen auf 3 Kinder je 10,so JC, 15 je 11 JC, 541 je 12 JC, 
4 je 12,50 JC, 8 je 13 JC, 12 je 13,50 JC, 11 je 14 JC, 107 je 15 JC, 4 je 16 JC, 29 je 18 JC, 19 je 20 JC und 3 je 21 JC. 
Hiernach hat wieder eine bedeutende Erhöhung der Pflegegeldsätze 
stattgefunden; das Verhältnis der Beträge von 7 JC und darüber zu 
der Anzahl aller Beträge ist von V 4 , 1 / 2 weiter auf % gestiegen. 
Auch im Berichtsjahre zeigt die Trennung nach Kindern in 
mütterlicher und in fremder Pflege eine Verschiebung zu ungunsten 
der ersteren. 
Unterstützungen «und Erstattungen) unmittelbar durch die Armendirettion. 
Gezahlt sind im Etalsjahr 
1905 
1904 
1903 
1902 
1901 
JC 
JC 
JC 
JC 
M 
1. Laufende Unterstützungen (Verpflegungskosten) für die hier oder außerhalb 
untergebrachten Pfleglinge und sonstige ausnahmsweise von der Armen 
direktion selbst an Arme bewilligte laufende Unterstützungen 
43 804 
50 898 
52 198 
45 014 
49 834 
2. Außerordentliche Unterstützungen: 
aj Bekleidung für arme Konfirmanden 
im Jahre 1905 : 767 Knaben, 418 Mädchen — 1185 Personen . . 
- 1904 : 846 - 497 = 1342 
- 1903 : 868 - 546 = 1414 
- 1902 : 997 . 519 - = 1516 
- 1901: 802 - 483 - = 1285 
15 969 
17 636 
20 209 
25 426 
23 173 
b) Mietsbeträge, Transportkosten k 
20 533 
56 925 
56 851 
45 549 
31 902 
e) Unterstützungen zu Badekuren in Teplitz rc 
3. Besondere Arten von Unterstützungen: 
969 
902 
950 
1 036 
1 452 
Beiträge an die Armenspeisungsanstalt*) 
43 675 
40 000 
40 000 
40 000 
40 000 
Zahl der gelieferten Portionen im Jahre 1905 : 480150, in den 
Vorjahren 1904/01 bezw.: 547 360, 534 870, 629 800, 641860.) 
4. Erstattungen: 
a) an auswärtige Armenverbände (Unterstützungen hierorts angehöriger 
Personen) 
b) an das städtische Obdach (Unterstützungen zur Aushilfe der daraus 
428 433 
360 566 
371 291 
314 882 
278 649 
entlassenen Familien) 
17 052 
17 499 
28 358 
31 439 
34 908 
Zusammen 
570 435 
544 426 
564 852 
503 346 
459 918 
*) Die Suppen find in der Zeit vom 1. Dezember 1905 bis 15. März 1906 von 17 in verschiedenen Stadtteilen belegenen Küchen in Portionen von 
je l,i 1 Mittags von 12 bis 1 Uhr verabfolgt. Die Zubereitung kostet 62 498,8« JC (gegen rund 67 921 JC, 64 951 JC, 67 680 JC, 67 099 JC in den letzten 
Vorjahren). Zur Deckung der Kosten trug außer obigem Zuschuß der Ertrag der Hauskollekte 24 712,es JC (in den letzten Vorjahren rund 24 417 JC, 21133 JC 
20 471 Je, 19461 JC) vornehmlich bei. 
Als eine besondere Art Naturalunterstützung ist auch die Verab 
folgung von Kleidungsstücken und die leihweise Ueberlassung von 
Betten und Wirtschaftsstücken — aus Nachlässen — zu erwähnen, die 
beim Tode laufend unterstützter Personen der Armendircktion zu- 
gefallen sind. 
In dem Berichtsjahre 1905 sind verausgabt: 
1. Männerkleidung: 3 Ueberzieher, 6 Röcke. 6 Hosen, 6 Westen, 
14 Hemden, 5 Strümpfe, 8 Stiefel und Schuhe, 4 Unterhosen. 
2. Frauenkleidung: 8 Mäntel, 31 Kleider, 33 Unterröcke, 
110 Hemden, 38 Strümpfe, 29 Stiefel und Schuhe, 39 Schürzen, 
14 Tücher, 60 Unterhosen, 52 Nachtjacken, 64 Taschentücher, 2 Halstücher, 
3. Bett- und Lagerzeug, Möbel n.: 485 große. 458 kleine 
Bettstücke, 142 große, 218 kleine Bezüge, 110 Laken, 138 große 
Matratzen, 26 Spiegel, 10 Strohsäcke, 12 Wäschespinde, 3 Sofas, 
110 Kleiderspinde, 38 Küchenspinde, 69 Kommoden, 117 Tische, 
265 Stühle. 235 Bettstellen, 30 Stück Haus- und Küchengerät, 
6 Krücken, 17 Nähmaschinen, 9 Schemel und Bänke, 7 Uhren, 
5 Krankenwagen. 
An Stelle der in den letzten Verwaltungsberichten gebrachten 
nur einige Jahre umfassenden Uebersicht über das Verhältnis der 
mittleren Zahl der laufend unterstützten Personen zu der mittleren 
ahl der Zivileinwohner lassen wir in dem vorliegenden Bericht eine 
usammenstellung folgen, die dieses Verhältnis hinsichtlich aller unter 
stützten Personen, also einschließlich der mit Extraunterstützungen be 
dachten, auf viele Jahre zurück veranschaulicht. 
Hierbei ist zu bemerken, daß die mittleren Zahlen der unter 
stützten Personen durch Zwölfteilung aller einzelnen Zuwendungen 
im Laufe des Jahres gewonnen find, also gegen die mittlere Zahl 
der durchschnittlich unterstützten Personen insofern abweichen, als 
vielfach im Jahre denselben Personen wiederholt Zuwendungen 
gemacht werden. Bei dem Mangel einer genaueren Statistik hierüber 
sind mit dieser Einschränkung die nachfolgenden Zahlen unter sich 
wohl vergleichbar.
	        
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