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Volume No. 27. Berichte über die Alterversorgungsanstalten und Hospitäler städtischen Patronats

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1904 (Public Domain)

Nr. 27. Alterversorgungsanstalten und Hospitäler städtischen Patronats. 
3 
Die 15 Neuaufgenommenen standen bei ihrer Aufnahme im 
Alter von 58 (2) bezw. 59, 60 (2), 61, 63 (4), 64, 65 (2), 67 und 
71 Jahren. Von ihnen ist zusammen ein Eintrittsgeld von 18 840^ 
entrichtet worden. 
Aus den Nachlässen der 15 verstorbenen Hospitaliten sind unserer 
Kasse im Berichtsjahre 9 149,«« Jt, darunter 2 700 Jt 3'/sprozentige 
Berliner Stadtanleihescheine zugefallen. 
Von den am Ende des Berichtsjahres vorhanden gewesenen 
142 Hospitaliten standen ini Lebensalter von 
55 
bis 
60 Jahren .... 
. . . . 4 
Hospitaliten 
60 
- 
65 - .... 
. . . . 28 
65 
- 
70 - .... 
. . . . 35 
70 
- 
75 - .... 
. . . . 36 
75 
- 
80 - .... 
. . . . 19 
■ 80 
85 - .... 
. . . . 14 
- 
85 
90 - .... 
- 
90 
- 
95 - .... 
. . . . 1 
Hospitalit 
Den Hospitaliten sind im Berichtsjahre an Benefizien (monatlich 
20 Jt Geldzuschuß und vierteljährlich 9 Jt Brennmaterialiengeld) im 
ganzen 38 394 Jt gezahlt worden. 
Ihre ärztliche Behandlung und Verpstegung hat, abgesehen von 
dem Honorare unseres Hospitalarztes, einen Kostenaufwand von 
2 612,88 Ji (519,i’ö Jt weniger als im Vorjahre) verursacht. Davon 
entfallen auf: 
aj Krankknunterstützungen und Krankenwachen . . 189,vo Jt, 
b) Verpflegung siecher Hospitaliten...... 627,20 - 
o) Desgl. geisteskranker Hospitaliten 839,50 - 
d) Kurkosten an öffentliche Krankenhäuser . . . 477,so - 
e) Arzneikosten, für Bruchbänder :c 457,68 - 
f) Krankentransportkosten . 22,io 
sind wie oben 2 612,88 Jt. 
Zu b und c wird folgendes bemerkt: 
Zu b. Beim Beginn der Berichtsperiode befand sich im 
St. Elisabeth-Siechenhause, Eberswalderstraße 17/18, 1 Person, die 
im Februar 1905 gestorben ist. Am 30. Januar 1905 mußte wiederum 
diesem Siechenhause 1 Hospitalitin zugeführt werden, die sich noch 
darin befindet. Der Verpflegungssatz beträgt für 1 Person monatlich 
-18 Jt. 
Zu a. Die am 26. August 1903 in das Sanitätsrat Dr. Edel'sche 
Asyl für Gemütskranke in Charlottenburg eingelieferte Hospitalitin 
Fräulein Bertha Rother befindet sich noch immer daselbst Der 
Pensionspreis ist vom 1. April 1905 ab von 2,so Jt auf 2,so Jt für 
den Tag erhöht worden. 
Außer den bereits erwähnten sind im Berichtsjahre u. a. noch 
die folgenden Ausgaben geleistet worden: 
1. an Beerdigungskosten 1 587,ib Jt, 
2. für die bauliche Unterhaltung des Hospital 
gebäudes 8 467,90 - 
3. für die Unterhaltung des Hospitalgarlens . . 557,80 - 
4. Feuerkassenbeirrag 260,10 - 
5. Emwässcrungsabgabe 331,so - 
6. Gemcindegrundsteuer für unseren in Treptow 
und Rixdörf belegenen Grundbesitz 701,45 - 
7. Beitrag zur Brandcnburgischen landwirtschaft- 
lichen Bernfsgenossenschaft 17,63 - 
8. für Schornsteinreinigung 235,00 « 
9. - Gas 1 731,69 - 
10. - Wasser 934,oo - 
11. . Unterhaltung des Inventars 425,63 - 
12. Depotgebühren an die Reichshauptbank . . . 399,so - 
13. für außerordentliche Reinigung des Hauses und 
der Kapelle 148,00 - 
14. für Abfuhr des Mülls rc 226,00 - 
Zu 3. Ein erheblicher Teil dieser Ausgaben, die 1903 nur 
241,15 Jt betragen haben, ist durch eine längere Krankheit unseres 
Gärtners verursacht worden, während welcher ihm ein Vertreter be- 
stellt werden mußle. 
Zu 10. Die Ausgabe für Wasser hat gegen das Vorjahr 
259.es Jt mehr betragen/ Diese Mehrausgabe ist auf den besonders 
heißen Sommer des Jahres 1904 zurückzuführen. 
Folgende Summen sind im Berichtsjahre ertraordinär gezahlt 
worden: 
a) für Trockenlegung und Befestigung der Wege im Garten unseres 
Hospitals 1 <90,93 Jt, 
b) für Herstellung einer neuen Gartensprenglcitung 
und Verbefferung der Blitzableiteranlage... 1 984,4« - 
0) für Neuanschaffung eines Bibliothekspindes für 
unser Konferenzzimmer im Hospitalgebäude. . 250,oo - 
d) für Beschaffung von Gartenmöbeln (12 Bänke, 
6 Tische, 12 Sessel und 12 Fußbänke) für den 
Hospitalgarten . - - - ■ 304,47 - 
sind zusammen 4 329,8« Jt. 
Am 1. Juli 1904 sind 2 zu 3% pCt. Zinsen ausgeliehene 
Hypotheken von 77 700 Jt und 105 000 Jt an uns zurückgezahlt 
worden. Dagegen haben wir 3 Hypotheken von 80000 Jt bezw. 
91500 ^ und IM 000 Jt zum 1. Oktober 1904 neu erworben. 
Zur Erwerbung dieser Hypotheken sind: 
a) von den zurückgezahlten 182 5M Jt ein Teil von 171 5M Jt 
verwendet und 
b) 102 500 Jt 3'/ 2 prozentige Ostpreußische Pfandbriefe versilbert 
worden. 
Der Rest der zurückgezahlten beiden Hypotheken von 11 2M Jt 
ist mit 16 755,15 Jt, die dem Barbestände entnommen worden sind, 
in 31/2 prozentigen Ostpreußischen Pfandbriefen von 28 0M Jt Nenn 
wert angelegt morden. Außerdem sind für fernere dem Barbestände 
entnommene 10 015,«o^ noch 10000^ tl^prozentige Ostpreußische 
Pfandbriefe im Berichtsjahre angekauft worden. An diesen Ankäufen 
waren unsere Nebenfonds, nämlich der Hanßonfonds und der 
Predigerwitwenfonds beteiligt. 
Von der im letzten Verwaltungsberichte erwähnten Hypothek von 
10M Jt, haftend auf einem Grundstück in Fürstenwalde, ist uns 
infolge Ablebens der betreffenden Hospitalitin im Berichtsjahre auch 
der Zinsgenuß zugefallen. 
Das Kapitalvermögen des Hospitals betrug Ende März 1895 
1 655 172,3? Jt. Es bestand: 
1. in Hypotheken über 700 050,00 Jt, 
2. in Wertpapieren: 
a) auf Staatsschuldbuch . . 262 250 Jt, 
b) bei der Reichsbank hinter 
legt 681250 . 
943 500,00 » 
c) in baren . 11 622,3? - 
sind zusammen 1655 172,3? Jt. 
Da es Ende März 1904 nur. . . . . . 1637 123,8« - 
betrug, so hat es sich im Berichtsjahre uni . . . 18 048,4« Jt 
vermehrt. 
Die unserem Hospitale gehörigen, in Rixdorf an der Berliner 
Ringeiseubahn zu beiden Seilen des Wiesengravens belegenen Grund 
stücke von zusammen 51 208 gm Größe haben wir im Berichtsjahre 
vom 1. Mai 1905 ab auf 6 Jahre neu verpachtet. Die Pacht beträgt 
für die beiden ersten Jahre je 620 Ji und für die letzten 4 Jahre 
je 830 Jt. Auch die in Treptow, Elsenstraße 34/35 und Kiefholz- 
straße 264/266, belegenen beiden Grundstücke des Hospitals von 
6 472 bezw. 5 620 gm Größe sind vom 1. Januar 1905 ab neu in 
Pacht ausgetan worden. Der Pachtzins beträgt für beide Grund 
stücke wie vorher 115 Jt. 
Die mit dem Treptower Gemeindevorstande schwebenden Ver 
handlungen wegen Regulierung der Kiefholzstraße vorlängs unseres 
Grundstückes und wegen Aufnahme einer neuen, dieses Grundstück 
vorteilhaft berührenden Straße in den Bebauungsplan von Treptow 
haben auch im Berichtsjahre noch nicht zum Ziele geführt. 
Berlin, den 19. Juni 1905. 
Vorstand des St. Gerlraudthospitals. 
Hübner. 
4. Hospitäler zum Heiligen Geist und St. Georg. 
Ende März 1904 betrug die Gesamtzahl der Hospitaliten 
41 männl., 229 weibl. — 270. 
Im Berichtsjahre traten hinzu 
17 
- 20. 
44 männl., 246 weibl. — 290. 
Es starben . : 6 
20 
26. 
mithin waren Ende März 1905 vor 
handen 38 männl., 226 weibl. — 264. 
Davon befanden sich in einer Siechcn- 
bezw. Irrenanstalt 2 bezw. 1 — — - 3 - 
Von den Neuaufgenommenen standen 
4 im Alter von über 60 bis 65 Jahren einschließlich, 
11 - - - - 65 - 70 - - 
4 - » - 70 - 75 - » 
1 - - - - 7o - 
Von den 26 Verstorbenen gehörten dem Hospitale an je 1 Person 
über 23, 22, 15, 11. 9, 8, 7 und 2 Jahre, je 2 Personen über 18. 
12 und 1 Jahr, je 3 Personen über 6 und 5 Jahre und 6 Personen 
über 10 Jahre. Von ihnen erreichten ein Alter von 91, 89, 88, S7, 
85, 84, 78, 76, 75, 69 und 67 Jahren je 1 Person, von 81, 80, 77, 
74, 73 und 70 Jahren je 2 Personen und von 71 Jahren je 3 Personen. 
Von den Ende März 1905 vorhandenen 264 Hospitaliten standen 
2 im 91. bis 95. Lebensjahre, 
9 - 86.-90. 
30 - 81. - 85. 
72 - 76. - 80. 
IM im 71. bis 75 Lebensjahre, 
46 - 66. - 70. 
5 - 61. - 65. 
Verpflegungsgelder wurden den Hospitaliten in 2 502 Monats- 
raten zu 22 Jt und 688 Monatsraten &n 20 Jt — 68 804^ gezahlt.
	        
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