Path:
Volume No. 27. Berichte über die Alterversorgungsanstalten und Hospitäler städtischen Patronats

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1903 (Public Domain)

2 
Nr. 27. Altcrversorgungsanstalten und Hospitäler städtischen Patronats. 
2 im 91. Lebensjahr, 
11 im 76. Lebensjahr, 
1 
- 
89. 
• 
17 - 75. 
4 
• 
88. 
- 
13 - 74. 
1 
- 
87. 
- 
6 - 73. 
2 
, 
86. 
6-72. 
11 
• 
85. 
7-71. 
13 
. 
84. 
- 
6 - 70. 
11 
« 
83. 
- 
2-69. 
9 
, 
82. 
- 
5-68. 
17 
81. 
. 
2-66. 
14 
80. 
- 
1-65. 
19 
, 
79. 
. 
1-64. 
12 
- 
78. 
• 
1-63. 
9 
- 
t 7. 
. 
1 - 56. 
In der Anstaltskapelle fand 
wie bisher alle 4 Wochen 
besuchter Gottesdienst statt: im Anschlutz an den Gottesdienst wurde 
den Insassen zweimal das heilige Abendmahl gereicht. 
Das Vermögen der Anstalt betrug am 1. April 1903 
1. Hypotheken 324 900 JC, 
2. Effekten nach Nennwert 914 000 - 
3. Wert der Gebäude nach der Feuerversicherungs 
summe 808 270 . 
4. Wert des Inventars 8 808 - 
5. Kassenbestand 7 375 - 
zusammen 2 063 353 JC. 
Unter Berücksichtigung des Kurswertes der Effekten 
und nach Abschreibung von 5 v. H. beim Inventar 
am 31. März 1904 ändert sich die Summe in . . 2 076 989 
also mehr 13 636 JC. 
Dieser Zugang ist durch Belegung verfügbarer Kapitalien, Ein 
zahlungen, Erstattung von Sterbekassenbeiträgen und Kurssteigerung 
entstanden. 
Das Vermögen reicht, wie aus nachstehendem hervorgeht, noch 
immer nicht aus, den vielen an uns herantretenden Ansprüchen ent 
sprechen zu können: es harren, wie schon anfangs erwähnt, stets zahl 
reiche. seit Jahren vornotierte Bewerber, welche alle über 70 Jahre 
alt sind, der Aufnahme. Eine gröffere Anzahl derselben erlebt die 
Einberufung nicht mehr. 
Aus dem Kapitalvermögen beziehen wir nach dem letzten Etat 
eine Einnahme von 
1. Aus Grundbesitz 1 023 JC, 
2. Zinsen 45 504 - 
hierzu kommen noch verschiedene Einnahmen aus er- 
statteten Sterbekassenbeiträgen, Vermächtnissen jc., weiche 
nach den letzten Erfahrungen sich auf 694 - 
pro Jahr stellen. 
Die Gesamteinnahme beträgt demnach 47 221 JC. 
Dieser Einnahme stehen an Ausgaben gegenüber: 
1. Geschäfts, und Hausoerwaltungskosten 4 920 JC, 
2. für Seelsorge 183 - 
3. Gesundheitspflege 1250 • 
4. Verpflegung der Hospitaliten ... 47 645 - 
5. bare Zuschüsse 7 596 • 
6. Hausbedürfnisse 13 635 - 
7. Lasten und Abgaben 926 • 
8. Begräbniskosten . 210 - 
9. lebenslängliche Renten...... 6 224 - 
10. verschiedene Ausgaben 50 - 
zusammen 82 639 JC, 
mithin weniger Einnahme 35 418 Jt. 
Wir sind deshalb auch jetzt noch gezwungen, die Beihilfe der 
Stadt in nicht unerheblichem Matze in Anspruch zu nehmen: der 
zeitige Jahreszuschutz betrug insgesamt 35 418 JC. 
Aus diesem Grunde wiederholen wir daher, wie in früheren 
Jahren, auch in diesem Jahre unsere Bitte um Zuwendung größerer 
Beiträge, um dadurch nach und nach in den Stand gesetzt zu werden, 
aus eigenen Mitteln die Unkosten bestreiten und durch Erweiterung 
des Stiftsgebäudes neue Stellen schaffen zu können, um einer noch 
größeren Zahl bedürftiger und würdiger alter Einwohner unserer 
Stadt die Wohltaten der Anstalt teilhaftig werden zu lassen. 
Berlin, den 24. Oktober 1904. 
Kuratoriunl der Kaiser Wilhelm- und Augustastiftung. 
Haack. 
2. St. Gertraudthospital. 
In unseren Befugnissen sind Veränderungen nicht eingetreten. 
Auf unsere gemäß § 13, 2 des Statuts gemachten Vorschläge sind 
der Chemiker Paul Sieg vom 14. November 1903 ab auf weitere 
6 Jahre und der Hoflieferant Mar Otto — als Ersatz für den 
am 30. März 1903 verstorbenen Kaufmann Gustav Säße — vom 
8. Juli 1903 ab gleichfalls auf 6 Jahre vom Magistrat zu unseren 
Mitgliedern ernannt worden. 
Am 1. April 1903 betrug die Gesamtzahl unserer 
Hospitaliten ... 4 männliche, 139 weibliche — 143 Hospitaliten. 
Im Berichtsjahre 
traten hinzu . . . 1 10 - — 11 - 
5 männliche, 149 weibliche — 154 Hospitaliten. 
Es starben. . . I 11 — 12 - 
mithin waren Ende 
März 1904 vor 
handen .... 4 männliche, 138 weibliche — 142 Hospitaliten. 
Die 12 verstorbenen Hospitaliten haben ein Lebensalter von 64 
bezw. 68 (2), 74, 77, 80 (3), 82, 83, 84 und 86 Jahren erreicht: sie 
befanden sich in unserem Hospitale 1 bezw. 3, 6, 7, 8, 18 (2), 19 (3) 
und 20 (2) Jahre. 
Die 11 Neuaufgenommenen standen bei ihrer Auftiahme im Alter 
von 61 bezw. 63 (2), 64 (2), 65, 68 (2) 71. 77 und 86 Jahren. 
Zu ihnen gehörte unser Portier Johann Wasmuth und seine Ehe- 
frau geb. März, die am 1. Dezember 1903 in den Ruhestand ge 
treten sind und welche wir, ihrem Wunsche gemäß, und zwar in An 
erkennung ihrer in einem Zeitraum von über 30 Jahren unserem 
Hospitale geleisteten treuen Dienste unter Erlaß des Eintrittsgeldes, vom 
genannten Tage ab zu den Hospitaliten übernommen haben. Von 
den übrigen 9 Neuaufgenommenen sind zusammen 10 515 JC an 
Eintrittsgeldern entrichtet worden. 
Aus den Nachlässen der verstorbenen Hospitaliten sind unserer 
Kasse im Berichtsjahre 8 260,62 JC zugeflossen. 
Von den am Ende des Berichtsjahres vorhanden gewesenen 
142 Hospitaliten standen im Lebensalter von 
55 bis 60 Jahren 3 Hospitaliten, 
60 - 65 - 24 
65 - 70 - 30 
70 - 75 - 32 
75 - 80 - 27 
80 - 85 - . 19 
85 - 90 - 6 - 
90 - 95 - 1 Hospitalit, 
sind 142 Hospitaliten. 
An Benefizien (monatlich 20 JC Geldzuschuß und vierteljährlich 
9 JC Bremimatcrialiengeld) sind den Hospitaliten im Berichtsjahre 
im ganzen 33 532 JC gezahlt worden. 
Die ärztliche Behandlung und Verpflegung der Hospitaliten hat, 
abgesehen von dem Honorar unseres Hospitalarztes, einen Kosten 
aufwand von 3 132,03 JC, das sind 1 050,62 JC mehr als im Vor 
jahre. verursacht. Davon entfallen auf: 
a) Krankenunterstützungen und Krankenwachen . . . 361,io JC, 
b) Verpflegung siecher Hospitaliten 552,20 - 
c) Verpflegung geisteskranker Hospitaliten 632,90 - 
d) Kurkosten an öffentliche Krankenhäuser 855,00 - 
e) Arzneikosten, für Bruchbänder rc 679,93 - 
f) Krankentransportkosten 50,90 - 
sind wie oben 3 132,03 JC. 
Zu b und c wird folgendes bemerkt: 
Zu b. Beim Beginn der Bcrichtsperiode befand sich im 
St. Elisabethsiechenhause, Eberswalderstraße 17/18, 1 Hospitalitin, 
welche im April 1903 verstarb. Am 15. Mai 1903 mußte wiederum 
1 Hospitalitin diesem Siechenhause zugeführt werden, die sich noch 
darin befindet. Die Verpflegungskosten betragen für 1 Person 
monatlich 48 JC. 
Zu c. Am 26. August 1903 mußten 2 Hospitaliten in das Asyl 
für Gemütskranke von Sanitätsrat vr. Edel in Charlottenburg über 
führt werden. Die eine starb bereits am 14. September 1903, während 
die andere sich noch in der Anstalt befindet. Der Pensionspreis be 
trägt 2,80 JC für den Tag. 
Außer den bereits erwähnten sind im Berichtsjahre noch folgende 
Ausgaben geleistet worden: 
1. an Beerdigungskosten 1 228,ob JC, 
2. für die bauliche Unterhaltung des Hospitalgebäudes 7 317,41 > 
3. für die Unterhaltung des Hospitalgartens . . . 241,w - 
4. Feuerkassenbeitrag (4 2 3 * * * * 8 /* von dem 553400 JC 
betragenden Versicherungswerte des Hospital 
gebäudes) 262,87 . 
5. Entwäsferungsabgabe 271,00 - 
6. Gemeindegrundsteuer für unseren in Treptow und 
Rixdorf belegenen Grundbesitz 667,70 - 
7. für Schornsteinreinigung . 236,so - 
8. für Gas 1 823,69 - 
9. für Wasser 674,35 - 
10. für Unterhaltung des Inventars 213,96 - 
11. für Müll- ?c. Abfuhr 239,00 - 
Im Berichtsjahre gelangte eine Hypothek von 64 000 JC zur 
Rückzahlung: eine Ersatzhypolhek konnte leider nicht beschafft werden. 
Das Kapital ist in 3V 2 proz. Wertpapieren belegt worden. Dasselbe 
geschah mit einer dem Barbestände unserer Kasse entnommenen Summe
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.