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Volume No. 19. Bericht der Deputation für die städtische Irrenpflege

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1903 (Public Domain)

Nr. 19. Städtische Irrenanstalten. 
27 
Für Kopf 
und Tag 
Jt 
Im Jahre 1902 
bei Ver 1 Für Kopf 
Pfleglings- und Tag 
tagen I Jt 
betrug die Ausgabe 
mithin 1903 
mehr weniger 
Jt Jt 
Zu Titel XIIa. 
Die Kosten der Kranken in Privatanstalten berechnen sich auf 417 998 Jt bei 
209 013 Vcrpflegunqstagen 
1,99987 
201 659 
1,99001 
0,00986 
— 
Hierzu die Kosten der Geschäftsverwaltung einschließlich der Kosten für die 
allgemeine Verwaltung 
0,27770 
— 
0,24782 
0,02988 
— 
Hierzu die Kosten für Bekleidung und Lagerung 
0,11109 
— 
0 10064 
0,00466 
— 
- - - - Gespannhaltung 
0,01000 
— 
0,00903 
0,00097 
— 
- Weihnachtsbescherung 
0,01970 
— 
0,01792 
0,00184 
— 
Unterstützung bei der Entlassung 
0,00822 
— 
0,00079 
— 
O.00067 £ : 
- - - - Beerdigungen 
0,00267 
, 
0,00178 
0,00079 
M 
Unterstützungen an frühere Bedienstete 
0,00009 
— 
0,00056 
— 
O,00047 
Zurückgezahlte überhobene Verpflegungskosten 
0,00090 
— 
0,00071 
C,00019 
' 
Summe 
2,42820 
— 
2,38116 
0,04808 
0,00104 
> 
0,04704 
Hierzu Zinsen vom Inventar der Privatanstalten im Betrage von 
75 642,08 Jt ä 3,5 v. H. mit rund 2 647 Jt 
0,01267 
201 659 
0,01214 
0,(10063 
— 
Summe 
2,44087 
2,39330 
0,04767 
— 
Zu Titel XIIb. 
Für 59 743 Verpflegungstagc der in Familienpflege untergebrachten Kranken 
wurden gezahlt 48 654,7» M oder für Kopf und Tag 
0,81440 
— 
0,80774 
0,00666 
— 
Hierzu 1. Kosten für Bekleidung 
0,11109 
— 
0,10664 
0,00466 
— 
2. - - ärztliche Behandlung 
0,34234 
— 
0,36711 
— 
0,01477 
3. - - Medikamente 
0,04628 
— 
0,03821 
0,00707 
— 
4. - - Weihnachtsbescherung 
0,01978 
— 
0,01792 
0,00184 
. — 
5. Anteilige Kosten der Geschäftsverwaltung einschließlich der Kosten 
für die allgemeine Verwaltung 
0,27770 
— 
0,24782 
0,02988 
— 
6. Gespannhallung : 
0,01000 
— 
0,00903 
0,00097 
• 
7. Unterstützungen 
0,00022 
— 
0,00679 
— 
0,00067 
8. Zurückgezahlte überhobene Verpflegungskosten 
0,00090 
— 
0,00071 
0,00019 
— 
Summe 
1,02769 
1,69187 
0,06116 
0,01634 
0,03682 
Finanzielles Ergebnis. 
Wie das vorjährige Ergebnis nachweist, war eine Gesamtmehr 
einnahme von 4 /io -i gegen das Jahr 1901 erzielt worden. 
Auch die diesjäbrige Ueberschrift gestaltet sich gegen das Vorjahr 
bei der Einnahme etwas günstiger. ES sind pro Tag und Kopf trotz 
des höheren Kraukenbestandes 3 / l? ^ mehr vereinnahmt worden, was 
darauf zurückzuführen ist, dost die Einnahme aus der Landwirtschaft 
um 18 000 Jt, die Erstattung für Entnahme des elektrischen Lichtes 
um 300 Jt gestiegen, und an Pacht und Mietszinsen 300 Jt mehr 
eingegangen sind. 
Die Gesamtmehreinnahme beträgt gegen das Vorjahr 11 346,04 Jt. 
Die Ausgabe gestaltet sich gegen das Vorjahr insofern ungünstiger, 
als pro Tag und Kopf 0,is»52 Jt mehr ausgegeben worden sind. 
Die erhöhten Verwaltungskosten, die durch Verstärkung des 
Pflegepersonals bedingte Mehrausgabe an Löhnen, und die durch die 
hohe Zahl an Medikamente, Verbände u. s. w. beanspruchenden 
Kranken wachsenden Bedürfnisse der Apotheke erforderten diesen er 
höhten Kostenaufwand. 
Zu den einzelnen Titeln ist folgendes zu bemerken: 
A. Einnahme. 
Titel I. Da vom 1. April 1903 ab von dem Anstaltsapotheker 
der volle Wert der von ihm benutzten Wohnung zu zahlen ist, ist 
eine Mehreinnahme entstanden. 
Titel IV weist nur eine ganz geringe Mindereinahme und zwar 
0,ooo3 Jt pro Kopf auf. 
Titel V 1 und 2. Die höhere Einnahme erklärt sich aus der 
größeren Abnahme von Wasier und elektrischem Strom seitens des 
Erziehungshauses in Lichtenberg. 
Titel VI. Es wurden verkauft und vereinnahmt: 
a) für Putzlappen \lb,w>Jt, 
b) - Trank und Knochen 1001,21 - 
c) - Lumpen 1 141,oo - 
d) - Trank, der an die Kühe und Schweine ver 
futtert ist 2 253,00 - 
Summe 4570,21 Jt. 
Titel VII. Eine Einnahme wird hier nicht erzielt, da die Kranken 
nur im Interesse der Anstalt arbeiten. 
Titel VIll. Die Mehreinnahme dieses Titels ist bedingt durch 
die im Berichtsjahre zum ersten Male betriebene Schweinemästung, 
auch ist durch Vermehrung des Kuhbestandes von 30 auf 50 ein 
größerer Ertrag zu verzeichnen. 
Titel XII 2. Die Jagd gewährt wegen des geringen Umfangs 
des Areals keinen nennenswerten Nutzen. Das erlegte WUd, als 
Hasen, Hühner und Kaninchen wird teils in der Anstaltsküche ver 
wendet, teils verkauft. 
“! Titel XII 3 weist wiederum eine Mehreinnahme ans, da an 
Ungestellte niehr Eis, Milch auf ärztliche Anordnung/ Selters und 
Esten ic. abgegeben worden sind. 
Titel XII 6. Die Benutzung des Anschlußgeleises weist wieder 
eine? geringere Mindereinnahme auf, bedingt durch die geringere Be 
nutzung desselben. 
B. Ausgabe. 
Titel I. Die Ausgabe bei diesem Titel ist gegen das Vorjahr 
größer geworden, da die Erweiterungsbauten auf dem Gutshofe, der 
Bau eines Familienwohnhauses, einer Pjörinerloge, eines Desinfektions 
hauses und der Anbau beim Küchengebäude eine höhere Zinsausgabe 
erforderte. 
Titel II. Durch Vermehrung des Bureaubeamtenpersonals und 
durch die Zunahme des Schriftverkehrs ist hier eine Mehrausgabe 
entstanden. Es sind gegen das Vorjahr pro Kopf 0,02988 Jt mehr 
verbraucht worden. 
Titel III. Die Mehrausgabe beträgt bei diesem Titel pro Kopf 
0,oo4ei Jt und ist bedingt durch den höheren Krankenbestand. 
Titel IVa. Die Vermehrung des Pflegepersonals erforderte eine 
Mehrausgabe an Löhnen. 
Titel IVb. Die Mehrausgabe ist auf die hohe Zahl an be 
handelten Kranken zurückzuführen. 4 
Titel V. Die Ausgabe ist gegen das Vorjahr ungefähr dieselbe 
-geblieben.
	        
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