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Volume No. 17. Bericht über die Verwaltung des Friedrich Wilhelms-Hospitals und der Siechenanstalten

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1903 (Public Domain)

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Nr. 17. Friedrich Wilhelms-Hospital und Siechenanstalten. 
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Zahl der Fälle: 
Knochentuberkulose ■. 5 
Hirnsyphilis 2 
Hirngeschwulst * ■ 2 
Hirnhautentzündung 2 
Hirnblutung 49 
Hirnerweichung nach Hirnblutung ....... 12 
Schüttellähmung 4 
Rückenmarkssklerose 2 
Chronische Rückenmarksentzündung 10 
Rückenmarksschwindsucht 13 
Influenza 2 
Herzmuskelentartung 26 
Arterienverkalkung 34 
Herzklappenfehler 10 f 
Gicht 2 
chronischer Gelenkrheumatismus 8 
Leberschrumpfung 5 
chronische Nierenentzündung 8 
chronische Harnblasenentzündung ...... 3 
Luftröhrenentzündung 2 
Lungenemphysem 2 
Lungenödem 3 
Akute Lungenentzündung 41 
chronische Lungentuberkulose 74 
Brustfellentzündung 9 
Bauchfellentzündung 2 
Eierstocksgeschwulst 1 
Krebs verschiedener Organe 58 
Selbstmord durch Erhängen 2 
Selbstmord durch Aderverletzung beider Arme . . 1 
Summe 428 
Berlin, den 19. Juli 1904. 
Sanitätsrat Dr. Graeffner, leitender Arzt. 
Anstalt B. 
Friedrich Willnlms-Hospital für Frauen, Pallisadenstiaße 37. 
1. BevöikerungsVerhältnisse. 
Personal Hospitaliten 
Männer Frauen Männer Frauen 
Am 31. März 1903 
waren im Bestand ver 
blieben 6 49 1 624 
Zugang bis 31. März 
1904 .. . . . 2 37 - 283 
Summe 8 86 1 907 
Abgang . . . . . 2 37 — 262 
Summe 
680 
822 
1002 
301 
Bestand Ende März 
1904 6 49 1 645 701 
Bon den zugekommenen Hospitaliten wurden ausgenommen: 
1. aus dem Depot 65 Personen, 
2. - der Siechenanstalt 194 
3. - anderen Heilanstalten 14 
4. . den Armenkommissionen 2 
5. - der Außenpflege 7 
6. - der Privatpflege auf Verfügung des Kura- 
ratoriums in die v. Magnus-Fannystiftung 1 Person, 
Summe 283 Personen. 
Aus der Anstalt schieden: 
1. durch Tod 108 Frauen, 
2. in die Armenkommissionen 96 
3. durch Jnpflegegabe nach außerhalb 27 
4. nach anderen Heilanstalten 25 
5. * der Irrenanstalt Herzberge 5 
6. ohne Unterstützung (nach England) . . . . . 1 Frau, 
Summe 262 Frauen. 
Bon den aufgcnomntenen Hospitaliten hatten ein Lebensalter 
über 90 Jahre 2 Personen, 
von 81—90 - 41 
. 71—80 - 93 
- 61-70 - 77 
- 51-60 - 81 
- 41—50 - 20 
. 31—40 - 9 
- 21-30 . 10 
1 
Der Ortsangehörigkeit nach waren von den neu aufgenommenen 
Personen: 
49 in Berlin geboren, 
198 seit 10 Jahren und länger, 
2-9 - 
1 - 8 - 
— - 7 
5-6 - 
5- 5 
6- 4 - 
10-3 - 
4-2 - 
2 - 1 Jahr und 
1 unter 1 Jahre in Berlin. 
Die an, Schlüsse des Rechnungsjahres verbliebenen Hospitaliten 
hatten ein Lebensalter von: 
über 90 Jahren — Männer, 5 Frauen, 
von 81—90 - — - 114 
- 71—80 - — - 219 
- 61—70 - 1 Mann, 15T 
- 51—60 - — Männer, 66 
- 41-50 - — - 51 
- 31-40 - — - 25 
- 21-30 - .... . - 16 
Summe 1 Mann, 645 Frauen. 
Bon den verstorbenen Hospitalitinnen wurden im Hospital ver 
pflegt: 
32 Jahre 1 Person, 15 Jahre 3 Personen, 13 Jahre 2 Personen, 
11 Jahre 1 Person, 10 Jahre 3 Personen, 8 Jahre 4 Personen, 
7 Jahre 5 Personen, 6 Jahre 1 Person. 5 Jahre 3 Personen, 4 Jahre 
10 Personen, 8 Jahre 19 Personen, 2 Jahre 19 Personen, 1 Jahr 
9 Personen, 11 Monate 3 Personen, 10 Monate 2 Personen, 9 Monate 
1 Person, 8 Monate 4 Personen, 7 Monate 3 Personen, 5 Monate 
3 Personen, 4 Monate 2 Personen, 3 Monate 5 Personen, 2 Monate 
3 Personen, 1 Monat 1 Person, 25 Tage 1 Person. 
2. Gottesdienst 
wurde in, Jahre 1903 an jedem Sonn- und Festtag Vormittags 10 Uhr 
in der Hospitalkirche und in der Regel an jedem Freitag Abend in 
den Krankenzimmern abgehalten. Außerdem fanden gottesdienstliche 
Andachten noch während des Winters in der Adveudts- und Pasfions- 
zeit alle 8 Tage, dazwischen Bibelstunde alle 14 Tage Donnerstags 
Abends 5 Uhr statt. An 2 Männer, 429 Frauen wurde in der 
Kirche und an 182 Frauen in den Krankenzinimern das heilige 
Abendmahl gereicht. Zu den katholischen Insassen kam auch wie im 
Vorjahre wiederholt unaufgefordert ein Geistlicher zu Amtshandlungen. 
3. Beköstigung und Bekleidung. 
Die Beköstigung hat nach dem Speiseregulativ vom 9. No 
vember 1901 stattgefunden. Die tägliche Durchschnittszahl der ver- 
pflegten Personen betrug 688 (gegen 665 im Vorjahre). Die größte 
Zahl der an einein Tage verpflegten Personen war 704 (gegen 682 
im Vorjahre), die niedrigste 657 (gegen 641 im Vorjahre). Die 
Hospitaliten allein erforderten 230 421 Verpflegungstage (gegen 
223 661 im Vorjahre). Die Kosten der Verpflegung haben sich ohne 
Berücksichtigung der vorhandenen oder verbliebenen Materialien wie 
folgt gestellt. Bei 251 727 Verpflegungstagen wurden 130196,M je 
verausgabt, so daß auf die Person und Tag 51,72 4 (gegen 50,39 ^ 
des Vorjahres) entfallen. Die Ausgaben für IExtradiät, wie Wein, 
Bouillon, Eier re. was noch auf besondere ärztliche Verordnung außer 
der regulativmäßigen Kost verabreicht wurde, betrugen 1 340,20 M 
und sind in vorstehender Berechnung außer Betracht geblieben. Die 
Kosten der Zubereitung der Speisen (Arbeitslohn, Brennmaterialien, 
Beleuchtung, Kücheninventar) sind ebenfalls in vorstehender Berechnung 
nicht mitcnthalten. Die Bekleidung hat nach dem Regulativ vom 
19. Dezember 1874 stattgefunden. 
Im Etaisjahr 1903 befanden sich 37 Personen außerhalb der 
Stadt Berlin auf unsere Kosten in Pflege, wodurch uns 6 725,« M 
Aufwendungen an Pflegegeld, Arzneikosten:c. erwuchsen: außerdem 
gewährten wir den Pfleglingen im Bedarfsfälle Kleidung aus unseren 
Beständen. Die Pfleglinge verteilten sich auf 
Breslau 2 Personen, 
Velten j. M 4 
Ihlow b. Batzlow 1 Person, 
Gollnow i. Pom 1 
Steglitz 2 Personen, 
Garlitz b. Nennhausen ........ 1 Person, 
Grabow b. Blumenthal 1 
Rüdersdorf 1 
Fürstenfelde 1 
Friedrichshagen 1 
Zerpenschleuse b. Liebenwalde 1 
Oranienburg 1 
Schöneberg b. Berlin 4 Personen, 
Gr. Lichterfelde 1 Person. 
Oberreichenbach i. V - ... 1
	        
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