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Volume No. 41. Bericht der Deputation für die städtischen Kanalisationswerke und Rieselfelder

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1900 (Public Domain)

44 
Nr. 41. Kanalisationswerke und Rieselfelder. 
Krankheiten 
(Virchow'sche Nomenklatur) 
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53 
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53 
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Erkrankungsfälle 
im Alter 
bis über 
15 Jahr 15 Jahr 
m. j w. || m. ( w. 
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ss.s 
A 
Influenza 
9 
Malchow. 
9 
— 1 9 
Lungenschwindsucht 
— 
- 
12 
ti 
ti 
ti 
tl 1 - 
— 
— 
6 
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-l! 6 
— 
— 
Zusammen 
— 
9 
2 
i 
i 
— 
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— 
1 - 
— 
— 
15 • 
— 16 
— 
Miliartuberkulose 
ti 
Blankenf 
-1 - - 
elde. 
-1 - 
1 
1 
-1! - 
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Ueberhaupt 
— 
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— 
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—, — 
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— 
1 
1 
— 
In der Heimstätte Malchow sind 6 Todesfälle an Lungenschwindsucht vorgekommen: ein Arbeiter wurde 49 Jahre alt, ein Steindrucker 32 Jahre, 
ein Tischler 27 Jahre, ein Maler gleichsalls 27 Jahre, ein Sattler 25 Jahre und ein Tischler 17 Jahre. In der Heimstätte Blankenfelde starb ein über 
7 Monate alter Knabe an Miliartuberkulose. In Heinersdorf und Blankenburg waren keine Todesfälle. 
Von den 2 im März in Malchow an Lungenschwindsucht gemeldeten Tischlern starb einer schon im selben Monat nach 11 Tagen, der andere 
genau nach einem Monat: der am 7. April dorthin gekommene Steindrucker starb schon nach 2 Tagen, während der Arbeiter noch 18 Tage (bis zum 10. Juni) 
lebte, der Maler war nur voni 12. bis 18. Juli in der Heinistütte, während der Sattler vom 29- September bis 30. Oktober dort war: der kleine in Blanken 
felde gestorbene Knabe war vom 25. April bis zum 10. Juni in der Heimstätte. 
Dritter Abschnitt. Stand der Finanzen. 
I. Eiunahmc, Ausgabe und Zuschuh während des Rechnungs 
jahres 1908 (1. April 1900 bis 31. März >901). 
Zur Deckung der Ausgaben der Kanalisationswerke und Riesel 
felder, zu denen die eigenen Einnahmen der Verwaltung nicht voll 
ständig ausreichten, ist, wie bisher, ein Zuschuß von der Stadthaupt- 
kasie aus den allgeineinen Mitteln des Stadlhaushalts in Anspruch 
genommen worden. Rechnungsmäßig beläuft er sich nach dem 
Jahresabschlüsse der Hanptkasse der städtischen Werke für 1900 auf 
1 750 334,7k Jt,. Wenn indessen die rechnungsmäßigen Zahlen auf 
diejenigen Einnahmen und Ausgaben zurückgeführt werden, die rein 
dem Verwaltnngsjahre 1900 zufallen, d. h. wenn die aus dein Vor 
jahre 1899 übernomnienen Einnahme und Ausgabereste, soweit sie in 
Betracht kommen, ausgeschieden, dagegen die im Rechnungsjahre 1900 
noch nicht realisirten und deshalb dem neuen Rechnungsjahre 1901 
überlassenen Reste einbegriffen werden, so stellt sich der Abschluß 
nach Ausscheidung der vom Rieselfelderpersonal erhobenen Strafgelder, 
welche grundsätzlich und ausschließlich zu Unterstützungen für be 
dürftige Arbeiter der Rieselfelder und der Hinterbliebenen Verwendung 
finden, wie folgt: 
Davon 
entfallen ans 
Abtheilung des Etats 
Jt -1 
A 
die Kanali 
sationswerl 
Jt, 
e 
A 
die Rieselfelder 
t/fC j 
A. 
E i n n a h m e. 
Kanalisationsgebühr (5 221 585,7»^ — 10340,2« Jt 
+ 16 214 Jt) — 
- j 
5 227 459 
53 
5 227 459 
53 
B, 
Betriebsverwaltung (7 937,37 Jt + 26 Jt) — . . 
7 963 
37 
7 963 
37 
— 
— 
C. 
Hausanschlüsse (142 457,54 Jt — 2 668,7« Jt -f 
4 071 ,as Jt) 
143 860 
22 
143 860 
22 
11. 
Rieselfelder 
2 337 019 
15 
— 
— 
2 387019 
15 
E. 
Erlös für veräußerte, für Zwecke der Kanalisation 
nicht erforderliche Grundstücke, Grundstückstheile, 
Waldungen u. s. w 
333 420 
07 
303 098 
50 
30321 
57 
F. 
VcrschiedeneEinnahmen (36 252,io./^—1817,62^) — 
34 434 
48 
9 340 
50 
25 093 
98 
Zusammen 
8 084 156 
82 
5 691 722 
12 
2 392 434 
70 
A. 
Ausgabe. 
Allgemeine Verwaltungskosten 
*302 270 
16 
181 362 
09 
120 908 
07 
B. 
Betrieb der einzelnen Radialsysteme I—X und XII 
1 262 272 
06 
1 262 272 
06 
— 
— 
0. 
Hausanschlüsse, abgesehen von dem Antheil an den 
allgemeinen Verwaltungskosten (Abth. A) . . . 
129 764 
27 
129 764 
27 
__ 
D. 
Rieselfelder 
2 550 431 
11 
— 
— 
2 550 431 
11 
E. 
Beträge ans Verkäufen von Grundstücken, Grund 
stückstheilen, Waldungen u. s. w., bestimmt zur 
außerordentlichen Tilgung der Anleiheschuld bezw. 
zur Wiederverwendung für Ausgaben, welche 
aus Anleihemitteln zu bestreiten sind .... 
338 420 
07 
303 098 
50 
30321 
57 
F. 
Verschiedene Ausgaben (29 538,14 Jt — 327,eo Jt) 
29 210 
54 
17 526 
32 
11 684 
22 
G. 
Bedeutet die Ausgleichung der Einnahmereste des 
Vorjahres . . . 
_ 
_ 
_ 
H. 
Schuldentilgung 
f2 077 836 
— 
1 271 949 
24 
805 886 
76 
Verzinsung (Hypothekenzinsen 3 750 Jt, Anleihe 
zinsen 3 125 225,99 Jt) 
f 3 128 975 
99 
1 929 840 
32 
1 3750 
U 195 385 
67 
Zusammen 
9814180 
20 
5 095 812 
80 
4 718 367 
40 
Der Zuschuß beträgt also in baar 
1730023 
38 
Ueberschnß 
595 909 
32 
Zuschuß 
2 325 932 
70 
Die Bestände der Rieselgüter an Erntevorräthcn, 
Materialien und Inventar hatten am 31. März 
1901 gegenüber dem Vorjahre einen Mehrwerth, 
der durch die Ernte, in der Wirthschaft und durch 
die laufenden Betriebsmittel (Ordinarium des 
Etats) entstanden ist, von 
- 39 300 
— 39 300 
Also Zuschuß überhaupt 
1 690 723 
38 
595 909 
32 
2 286 632 
70 
B e in e r k u n g e n 
* Es entfallen etwa'«/, auf die Kanalisations 
werke und 2 /s auf die Rieselfelder. 
-f Nach dem Verhältniß der aufgewendeten An- 
leihemittel, wenn der Anleiheschuldenstand am 
31. März 1901 auf Tausende abgerundet, in 
Betracht gezogen wird (vergl. Uebersicht der 
aufgewendeten Anleihemittel in Abschnitt III 
entfällt von der Rate für 1900 an Schulden 
tilgung 
auf die Kanalisationswerke 
2 077 836 .71528000 24 M , 
116 847 000 ’ ' 
auf die Rieselfelder: 
2 077 836 ^45^19 000 ^ - 
116847 000 
an Verzinsung 
auf die Kanalisationswerke: 
3 125 22b,os . 56 338 000 = ^ g2g - 
91 235 000 
aus die Rieselrelder: 
3 125 225,98.34 897 000 
91 235 000 
= 1 195 385,6
	        
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