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Volume No. 38. Bericht über den städtischen Vieh- und Schlachthof sowie die städtische Fleischschau

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1899 (Public Domain)

Nr. 38. Vieh- und Schlachthof. 
13 
An der Fleischeinfuhr ist das Ausland betheiligt mit (die Zahlen 
der Einfuhr in den Vorjahren sind vergleichshalber mit angegeben): 
1899 
1898 
1897 
1896 
1895 
1891/95 
Dänische 
Rinderviertel 
35 944 
29 341 
21393 
13 781 
44 886 
14 878 
- Kälber . . 
869 
397 
240 
95 
448 
— 
- Schafe . . 
Schwedische 
18 
64 
14 
— 
— 
— 
Rinderviertel 
— 
44 
3 201 
86 
— 
- Schafe . . 
— 
— 
10 
— 
— 
— 
Amerikanische 
Rinderviertel 
— 
— 
— 
— 
— 
1318 
Schwedische Schweine 
— 
' 
3 
— 
— 
— 
Dänische 
— 
— 
23 
31 
— 
2 099 
Bakonier 
— 
— 
170 
— 
— 
624 
Ungarische 
— 
39 
— 
— 
— 
— 
Galizische 
— 
— 
100 
— 
6 806 
5 702 
Wildschweine . . . 
1614 
1 416 
1 424 
1 177 
1 192 
1 115 
Im Berichtsjahre (und in den vorhergehenden Jahren) und an 
ausländischem (konscrvirtem) Speck und Schinken zur Unter 
suchung gelangt und an Beschaugebühren aufgekommen: 
In den Jahren 
Schinken 
Speckseiten 
Beschaugebühren 
in Mark 
1891/95 
durchschnittlich 
9140 
3 240 
3 714,m 
1895 
12 024 
7195 
5 761,70 
1896 
22 500 
15 478 
7 595,«o 
1897 
36 326 
35 838 
14 432,8° 
1898 
88 570 
60 785 
22 403,2- 
1899 
58 052 
24 908 
12 444, oo 
Hierunter befanden sich 39 Rippespeere, 4 056 Kammstücke und 
958 Backenstücke, die theils den Schinken, theils (Backenstücke) dem 
Speck zugerechnet worden sind. 
Von diesen Fleischwaaren stammten 
38 299 Schinken und 24 026 Speckseiten aus Amerika, 
669 
209 
168 
19 438 
125 
2 
Dänemark, 
Oesterreich, 
Holland, 
Italien, 
England. 
Davon sind 86,2 bezw. 13,7 pCt. in den Untersuchungsstationen 1 
und 2 untersucht worden. 
Der Grund für die Abnahme dieses Zweiges der Fleischbeschau 
ist darin zu suchen, daß eine größere Menge namentlich amerikanischen, 
aber auch dänischen konservirten Fleisches bereits in einer den An 
forderungen der Polizeiverordnung vom 10. August 1894 genügenden 
Weise untersucht hier eingeführt wird. 
Von den angegebenen Mengen eingeführten frischen und konser 
virten Fleisches, sowie von den gleichzeitig, wenn auch nur in ver- 
hältnißmäßig spärlicher Anzahl zur Untersuchung vorgelegten zugehörigen 
Eingeweiden sind als verdorben und zur menschlichen Nahrung un- 
geeignet oder als gesundheitsschädlich zurückgewiesen und beanstandet 
worden: 
Wegen Tuberkulose: 441 Rinderviertel, 5 Rinderrücke», 365 kg 
Rindfleisch, 90 Rinderköpfe, 94 Rinderzungen, 11 Rinderlebern, 
65 Rinderluugen, 1 Kalbslunge, 36 Schweine, 2 Wildschweine, 
1 Schweinezunge, 2 Schweinelebern, 4 Schweinelungen, 1 Schweineherz. 
Wegen wässeriger Beschaffenheit des Fleisches: 304 Rinder 
viertel, 157% kg Rindfleisch, 40 Rindcrköpfe, 4. Rinderzungen, 
1 Rinderleber, 1 Rinderlunge. 166 Kälber, 1 Kalbskopf, 2 Kalbs 
geschlinge. 10 Schafe, 12 Ziegen (davon lO Ziegenlämmer), 18 Schweine. 
Wegen Gelbsucht: 5 Kälber, 2 Schweine. 
Wegen Bauchfellentzündung: 4 Rinderviertel, 2 Rinderköpfe, 
25 Kälber, 3 Kalbslebern, 3 Kalbslungen. 8 Kalbsherzen. 
Wegen katarrhalischer Nierenentzündung: 3 Rindernieren. 
Wegen eiteriger Nierenentzündung: 3 Rinderviertel, 1 Rinder 
kopf, 1 Rinderzunge. 
Wegen Nepllritis kibropls^tiva (weißer Fleckniere): 8 Kalbs- 
meren. 
Wegen Nabelvenenentzündung: 1 Kalb, 1 Kalbsleber, 1 Kalbs 
lunge, 1 Kalbsherz. 
Wegen multipler Sarkome (Fleischgeschwülste): 10 Rinder- 
viertel, 1 Rinderkopf, 1 Rinderzunge. 
Wegen Strahlenpilzerkrankung: 1 Rinderkopf, 6 Rinder- 
zungen. 
Weil ^nit Kalkkonkrementen behaftet: 2 Schweine, 1 Schweine 
zunge, 1 Schweineherz. 
Wegen Blaseinvürmer: 20 Rinderlebern. 43 Rinderlungen, 
1 Rinderniere, 9 Schaflebern, 7 Schaflungen, 21 Schweinelebern, 
12 Schweinelungen. 
Wegen Egel: 17 Rinderlebern, 21 Schaflebern. 
Wegen Fadenwürmer: 30 Schaflungen, 143 Schweinelungen. 
Wegen Entzündungen und ihrer Folgezustäude (Abscesse, Ver 
härtungen K.): 8 Rinderlungen, 2 Rinderlebern, 4 Rindernieren, 
14 Kuheuter, 2 Kalbslebern, 2 Kalbslungen, 1 Kalbsherz, 17 Kalbs 
nieren, 1 Schafleber, 1 Schaflunge, 12 Schweinelungen, 1 Schweineleber, 
1 Schweineherz. 
Weil „aufgeblasen": 1 Rinderlunge, 1 Kalbslunge, 4 Ziegen 
lämmer. 
Weil durch Aufnahme von Blul oder Futterstoffen (beim Schlachten) 
verunreinigt: 9 Rinderlungen, 8 Schweinelungen, 
Weil verdorben im Sinne des Nahrungsmittelgesetzes — in 
Folge meist fieberhafter Erkrankungen —; 138 Rinderviertel, 13 Rinder 
köpfe, 13 Rinderzungen, 9 Rinderlungen, 2 Rinderlebern, 2 Rinder 
herzen, 3 Kuheuter, 110 Kälber, 3 Kalbsköpie, 3 Kalbsgeschlinge, 
2 Schafe, 9 Ziegen, 5 Schweine, darunter 4 Wildschweine, 110% kg 
Schweinefleisch, 13 amerikanische Speckseiten. 
Wegen blutiger Beschaffenheit des Fleisches: 3 Rinder 
viertel, 77 kg Rindfleisch, 1 Kalb, 1 Ziege, 1 Schweineschinken. 
Wegen Trichinen: 2 Schweine, darunter ein Wildschwein, 
I Schweineleber, 1 Schweinelunge, 1 Schweineherz, 1 Schweinezunge; 
ferner 24 Schinken. 6 Speckseiten, 12 Kämme und 3 Backen, sämmt 
lich Dauerwaare amerikanischer Herkunft. 
Wegen Finnen: 45 Rinderviertel, 22 Rinderköpfe, 21 Rinder 
zungen, 1 Rinderherz, 1 Schwein. 
Wegen Rothlauf: 24 Schweine. 
Wegen Schweineseuche: 4 Schweine, daruMer 2 Wildschweine. 
Wegen Maulseuche: 6 Rinderköpfe, 15 Rinderzungen. 
Wegen Fäulniß: 25 Rinderviertel, 3070, kg Rindfleisch, 
II Rinderköpfe, 4 Rinderzungen, 1 Rinderleber,' 3 Rinderlungen, 
1 Rinderherz, 70 Kälber, 8 Kalbsköpfe, 8 Kalbszungen, 23 Kalbs 
lungen, 18 Kalbslebern, 15 Kalbsherzen, J54 Kalbsnieren, 1 Schaf 
lunge, 1 Schafleber, 6 Ziegenlämmer, 2 Schweine, 6 kg Schweine 
fleisch, 26 Schweinelungen, 26 Schwcinelebern, 25 Schweinehcrzen, 
25 Schweinezungen, 12 Wildschweine, 6 Wildschweinskeulen, 68 ameri 
kanische Schinken. 
Wegen Verfärbung des Gewebes: 1 Schweineuter. 
An ganzen Thieren oder größeren Theilen solcher sind demnach 
beanstandet worden: 
in den Jahren 
Rinder 
mertel 
pCt. der 
ein 
geführten 
Kälber 
Schafe 
(Siegen- 
lämmer) 
Schweine 
(inkl. Wild 
schweine) 
1899 
978 
0,380 
278 ■ 
12 (30) 
104 (15 W.) 
1898 
901 
0,384 
304% 
12 (26) 
101 
1897 
1067 
0,49« 
316 
62 (62) 
142V2 
1896 
1 046 
0,538 
464% 
23 (43) 
93 
1895 
983 
0,47« 
351 
26 (17) 
167 
1891/95 
369 
0,351 
325 
19 (10) 
88 
1887/90 I| 
342 
0,347 
180 
23 (11) 
163 
In welchem Umfange das beanstandete Fleisch noch zur Kochung 
bezw. Sterilisation geeignet befunden worden ist, ergiebt sich aus der 
Tabelle auf Seite 12 des Berichtes. 
Bei den Revisionen der Fleischverkaufsstellen sind unter polizei 
lichem Beistand während des Berichtsjahres durch Beamte der 
städtischen Fleischschau in 97 Füllen insgesammt folgende Mengen 
Fleisch und Eingeweide ermittelt worden, die, entgegen den Be 
stimmungen des Gemeindebeschluffes vom 17. Februar 1894 bezw. 
den Polizeiverordnungen vom 11. November 1891 und 10. August 
1894, nicht zur Untersuchung vorgelegt worden waren: 37 Rinder 
viertel, 4 Rinderkeulen, 10 Rinderrücken, 3 Rinderbrüste, 1 023 kg 
Rindfleisch, 2 Rtnderköpfe. 3 Rinderzungen, 85 kg Rinderschwänze. 
12 Rinderlebern, 2 Rinderlungen, 7 Rinderherzen, 34 kg Rinder 
lebern und Lungen, 9 Kuheuter: 11% Kälber, 16 Kalbskeulen, 2 Kalbs 
rücken, 60 kg Kalbfleisch, 4 Kalbsköpfe. 4 Kalbslebern, 4 Kalbslungen, 
4 Kalbsherzen; 4 Schafe, 4 Schaflämmer, 9 Hammelkeulen, 3 Hammel- 
rücken, 6 Ziegenlämmer: 1 Schwein, 1 Schweineschinken, 14 Schweine 
rippenstücke. 483 kg Schweinefleisch, 2 Schweinelebern, 2 Schweine 
lungen, 2 L>chweineherzen, 3 kg Schweinenieren: 28 Wildschweine, 
12 Stücke Wildschweinsfleisch, 3 Wildschweinskeulen, 1 Wildschweins
	        
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