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Volume No. 13. Bericht über die städtische Armenpflege

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1899 (Public Domain)

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Nr. 13. Armenpflege 
C. Unterstützungen innb Erstattungen) unmittelbar durch die Armen-Direktion. 
Gezahlt sind im Elatsjahre 
1899 
1898 
1897 
1896 
1895 
JC 
JC 
M 
JC 
Laufende Unterstützungen (Berpstegungskoslen) für die hier oder 
außerhalb untergebrachten Pfleglinge und die ausnahmsweise von der 
Armen Direktion selbst an Arme bcwilliglen laufenden Unterstützungen 
Außerordentliche Unterstützungen: 
a) Bekleidung für arme Konfirmanden: 
49 627 
42 809 
46686 
46 863 
40973 
1899 . . 670 Knaben, 386 Mädchen — 1 056 Personen, 
1898 . . 640 363 - = 1003 
1897 . . 605 378 = 983 
1896 . . 524 336 - = 860 
1895 . . 466 400 - = 866 
18 270 
16334 
15 340 
13 356 
13055 
b) Miethsbeträge, Transportkosten u. s. w 
11 518 
11723 
7 347 
8375 
8 352 
c) Unterstützungen zu Badekuren in Teplitz n. s. w 
Besondere Arie» von Unterstützungen*): 
1 731 
1300 
1 450 
1424 
1572 
Beiträge an die Armen-Speisungs-Anstalt 
«gelieferte Portionen: im Fahre 1899 484 860, in den Borjahren 
30000 
40000 
40000 
39 500 
40000 
1898/95 bezw. 517 520, 664 710, 664 830, 698 480). 
Erstattungen: 
a) an auswärtige Armenverbäude (Unterstützungen hier ortsangehöriger 
Personen) 
b) an das städtische Obdach (Unterstützungen zur Aushilfe der daraus 
268 081 
228 556 
218 890 
212 208 
193 933 
entlassenen Familien) 
18607 
22 109 
22 419 
22 201 
24093 
Zusammen 
397 784 
362831 
347 132 
343 927 
321 978 
Anmerkung. Tie Suppen sind wie bisher von 15 in verschiedenen Stadttheilen belegenen Küchen in Portionen von je l,i 1 Mittags von 12 bis 
1 Uhr verabfolgt. Die Zubereitung koileie 54 428,36 -# (gegen rot. 55 357 JC, 66 283 M, 63 866 63121 JC in den letzten Vorjahren-. Zur Deckung der 
Kosten irug, austcr obigem Zuichuh, der Ertrag der Hanskollekte — 18 509,84 M (in den Vorjahren rot. 21681 JC, 21469 JC, 20 733 M, 19 769 JC) 
vornehinlicki bei. 
Als eine besondere Art Natnralunlerstützung ist auch die Berab- 
solgmig von Kleidungsstücken und die leihweise Ueberlassung von Betten 
und Wirthschaftsstücken — ans Nachlässen — zu erwähnen, die der 
Armen-Direktion beim Tode von Personen zugefallen sind, die bis 
z» ihrem Ende laufend unterstützt wurden. 
Es handelt sich um: 
1. Männerkleidung. 18 Ueberzieher, 70 Röcke, 80 Hosen, 
54 Westen, 126 Hemden, 128 Strümpse, 77 Stiefel, 27 Unterhosen. 
2. Frauenkleidung. 4 Mäntel, 46 Kleider, 64 Unterröcke, 
135 Hemden, 78 Strümpfe, 51 Schuhe, 6 Stiesel, 43 Schürzen, 
18 Tücher, 27 Nachtjacken, 37 Beinkleider, ferner 56 Taschentücher 
und 11 Halstücher. 
3. Bett- und Lagerzeug, Möbel ,>c. 356 große Betten- 
305 kleine Bellen, 154 große Bezüge, 266 kleine Bezüge, 134 Laken, 
77 große Matratzen, 39 Slrohsäcke, 2 wollene Decken, 74 Kleider- 
spindc, 27 Kückienspindc, 55 Kommoden, 70 Tische, 216 Stühle, 
144 Bettstellen, 25 Stück Haus und Küchengeräth, 1 Krücke, 1 Schemel. 
10 Mhmaschinen. 
II. Geschloffene Armenpflege. 
Nur die wenig zahlreichen Fälle, in denen arme sieche Personen 
ausnahmsweise in anderen als städtischen Anstalten unterzubringen 
sind, gehören zum Geschäflsbereiche der Armen-Direktion (Plenum). 
In solchen Anstalten wurden auf städtische Kosten verpflegt: 
1899 . . 
. . 320 Personen. 
Kosten: 83 494 M 
1898 . . 
. . 321 
84 659 - 
1897 . . 
. . 304 
. 72805 - 
1896 . . 
. . 283 
- 66 716 - 
1895 . . 
. . 263 
60130 - 
III. Offene Armen-Krankenpflege. 
Die offene Armen-Krankenpflege wird von besoldeten Armen- 
ärzten, und unentgeltlich — auf Grund eines besonderen Abkommens 
— von zwei Aerzten der königlichen Universitäts-Klinik ausgeübt. Zu 
dieseni Zwecke ist das Stadtgebiet in Medizinalbezirke eingetheilt und 
jedem der Armenärzte, sowie jedem der beiden Aerzte der königlichen 
Klinik ein solcher Bezirk zugewiesen. 
Am Ansauge des Berichtsjahres waren 80 Medizinalbezirke vor 
handen. am 1. Oktober 1899 wurden aber 3 Bezirke durch Theilung zu 
umfangreicher Bezirke neugebildet. Fn diesen 83 Medizinalbezirken 
wirkten 81 besoldete Armenärzte und die oben bezeichneten 2 unbe 
soldeten Aerzte, letztere in den Bezirken 3 und 52. 
Unentgeltlich waren ferner thätig: 
die königliche Universitäts-Poliklinik für orthopädische Chirurgie 
„Am Zirkus 9 NW." für Knochen- und Gelenkkrankheiten, 
die zahnärztliche Poliklinik der Universität, Dorotheenstraße 40, 
1 Arzt für orthopädische Chirurgie, Heilgymnastik und Massage. 
1 Arzt zur unentgeltlichen Untersuchung mit Röntgenstrahlen, 
13 Aerzte für Augenkrankhciten, 
3 - - Hautkrankheiten, 
4 - - Nervenkrankheiten, 
2 - - Erkrankungen der Harnwege, 
Ausübung der chirurgischen Praxis, 
Ohren- und Nasenkrankheiten, 
Hals- und Nasenkraukheiten, 
Hals-, Ohren- und Nasenkrankheiten, 
unentgeltliche Geburtshilfe, 
Frauenkrankheiten, 
4 
2 
3 
2 
7 
10 - 
1 Zahnarzt. 
Zur Ausübung der niederen chirurgischen Geschäfte können sich 
die Armenärzte der jedem Medizinalbezirke zugetheilten Heilgehilfen 
und Hebeammen bedienen.
	        
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