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Volume No. 1. Bericht über die algemeine Verwaltung des Magistrats

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1899 (Public Domain)

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Nr. 1. Allgemeine Verwaltung des Magistrats. 
Wahlbezirk 1 
Stadtverordneter Jordan. 
- 
3 
> Dr. Hermes, 
- 
15 
- Tolksdorf, 
- 
16 
Herbig, 
- 
19 
- Rosenow, 
- 
20 
- Toermer, 
- 
21 
Wilke, 
26 
Verlagsbuchhändler Hcimann, 
27 
- Hofsmann, 
30 
Stadtverordneter Sutler, 
33 
Kassenbeamter Koblenzer, 
38 
Stadtverordneter Gleinert. 
40 
Dr. Frendenberg, 
-- 
43 
Restaurateur Ewald, 
- 
44 
Gcwerkschaftssekretär Millarg, 
-- 
46 
Kaufmann Hintze, 
- 
47 
Restaurateur Augustin, 
- 
48 
Reichstagsabgeordneter Pfannkuch. 
Von der 2. Abtheilung am 7. November: 
Wahlbezirk 1 
Stadtverordneter Hugo Sachs, 
- 
2 
Prof. Dr. Schwalbe, 
- 
3 
Rentier Runge, 
- 
4 
Kaufmann Wienstruck, 
- 
5 
Stadtverordneter Kalisch. 
6 
Professor Dr. Glatze!, 
Kaufmann Lange, 
Kaufmann und Handelsrichter Bamberg, 
» 
7 
Stadtverordneter Mühlberger, 
. 
8 
Wallach, 
- 
9 
. Schmeißer, 
• 
10 
Rentier Manegold, 
- 
11 
Zahnkünstler Meybring, 
- 
12 
Stadtverordneter Seibert, 
. 
13 
Wilkowski, 
- 
14 
Bezirksvorsteher Hinz, 
15 
Stadtverordneter Cassel, 
Dr. Bütow, 
Ingenieur Wolfs, 
- 
16 
Stadtverordneter Dinse. 
Von der 1. Abtheilung wurden am 8. November gewählt: 
Wahlbezirk 1 
Bezirksvorsteher Druhm, 
2 
Stadtverordneter Kyllmann, 
8 
- Reichnow, 
4 
- Lenicke, 
5 
Hutfabrikant Eckard, 
6 
Stadtverordneter Dr. Ne um an», 
7 
Bankier Nelke, 
Kaufmann Maas, 
Dr. Nathan, 
» 
8 
Stadtverordneter Dr. Paul, 
9 
Fr. Goldschmidt, 
Regieruugsbaumeister a. D. Stapf, 
Direktor Haberland, 
- 
10 
Stadtverordneter Seeg er, 
- 
11 
Rentier Butzke, 
- 
12 
Stadtverordneter Förster, 
- 
13 
- Salge, 
14 
. Meißner, 
- 
15 
- Mertens, 
• 
16 
Spinola. 
In den Bezirken 6, 7 und 45 der 3. Abtheilung kam es zu 
engeren Wahlen, da keiner der Kandidaten die absolute Stimmen 
mehrheit erhalten hatte: hierbei wurden gewählt: 
im 6. Wahlbezirk Kaufmann Barth, 
- 7. - Stadtverordneter Ullstein, 
- 45. - Rechtsanwalt Ulrich. 
Sämmtliche Stadtverordnete, ausgenommen Herrn Pfannkuch 
(48. Wahlbezirk, 3. Abth.», dessen Wahizeit nur bis Ende 1901 läuft, 
sind bis Ende 1905 gewählt. 
Einspruch wurde gegen die Giltigkeit der im 3. Wahlbezirk, 2. Abth., 
vollzogenen Wahl des Rentiers Runge und gegen die im 44. Wahl 
bezirk. 3. Abth., vollzogene Wahl des Gewerkschaftssekretärs Millarg 
erhoben. Die Wahlen wurden von der Siadivcrordnetenvcrsamnilung 
für ungiltig erklärt. Bei den Neuwahlen wurden am 14. Februar 1900 
gewählt: im 3. Wahlbezirk, 2. Abth., der Bürstensabrikant Littmann 
und im 44. Wahlbezirk, 3. Abth., bei einer Stichwahl zwischen dem 
Expedienten Glocke und dem Bäckermeister Wolf der erstere. Ein 
Einspruch gegen die Wahl Herrn Littmann's wurde von der Stadt- 
verordnetenversamniiung nicht für begründet erachtet. Sie wies auch 
den gegen die Wahl des Herrn Glocke erhobenen Einspruch zurück: 
aber dieser Beschluß ist von den Einsprncherhebenden im Wege des 
Verwaltungsstreilverfahrens angefochten worden. Die Entscheidung 
darüber stand bis Ende 1900 noch aus. 
Bei der gleichzeitig mit diesen Wahlen im 35. Wahlbezirk, 3. Abth., 
vorgenommenen Ersatzwahl für den verstorbenen Stadtverordneten 
Langenbucher wurde der Reichstagsabgeordnete Wurm bis Ende 
1901, und ain 11. Dezember 1899 für den verstorbenen Stadtver 
ordneten I)r. Horwitz der Bankdirektor Dr. Gelpcke bis Ende 1903 
gewählt. x 
Gemäß den Bestimmungen der §§ 36 und folg. des Gerichts- 
verfapungsgesetzes wurde die Urliste der zum Schöffen- und 
Geschworenen amt geeigneten Personen aufgestellt; sie enthielt 
215 493 Namen. 
Im Stadtbezirk 75 hatte die Bevölkeruitg derart zugenommen, 
daß eine Theilung des Bezirks in einen nördlichen und südlichen, 
75 a und d, nothwendig wurde. 
Am 3. Oktober 1899 lief die Wahlperiode der Kommunal 
landtagsabgeordneten und ihrer Stellvertreter ab. Gewählt 
wurden für die Zeit vom 3. Oktober 1899 bis dahin 1905: 
zum 1. Abgeordneten Stadtverordneter Esmann, 
- 2. - - Kyllmann, 
- 3. - Herbig, 
- 1. Stellvertreter - Jacobi, 
- 2. - George, 
- 3. - - Dinse. 
An Stelle des leytern, der die Wahl ablehnte, wurde Stadtverordneter 
Rosenow gewählt. 
In den staatlichen, städtischen und privaten Schulen Berlins 
wurden zu Ende des Jahres 1899 128147 Knaben und 123 695 
Mädchen, zusammen 251 842 Kinder unterrichtet, das sind 4 556 mehr 
als zu Ende 1898, bei einer Bevölkerungszunahme von 38 463 Ein 
wohnern und bei 50 924 Geburten. Von den Schulkinder» standen im 
Alter von 6 bis zu 14 Jahren 235 060 und waren älter 16 782. 
Evangelisch waren 111713 Knaben, 108 447 Mädchen, katholisch 
9 248 Knaben, 9 064 Mädchen, jüdischer Religion 6 919 Knaben, 
5 934 Mädchen, dissidentisch 267 Knaben, 250 Mädchen. 
Die Zunahme der Geschäfte verursachte eine Vermehrung der 
Verwaltungsorgane, insbesondere eine Vermehrung der Schulkreise 
von 10 aus 12, der Schulinspektionen um 4 und der Schulkommissionen 
um 12. Die Neuformationen traten aber erst am 1. Oktober 1900 
ins Leben. 
Neu eröffnet wurden 6 Gemeindeschulen mit 111 Klaffen, und 
die älteren Gemeindeschulen nahmen um 46 Klassen zu. Ende März 
1900 bestanden 231 Gemeindeschulen mit 4 106 Kassen. Neue Schul 
häuser sind im Berichtsjahr nicht bezogen worden. 
In den Gemeiudeschulen wurden auf Kosten der Stadt Berlin 
zu Ende März 1900 206 419 Kinder unterrichtet, 102 754 Knaben 
und 103 665 Mädchen. Hierzu kommen noch 1091 Kinder, die in 
den städtischen Waisen- und Erziehungshäusern, i» der Taubstummen- 
und Blindenschule, in der Dalldorser Jdioienanstalt. in der Schule 
des- städtischen Obdachs unterrichtet werden. Abgesehen von den Frei 
schülern der Hähern Lehranstalten sind auf städtische Kosten 207 510 
Kinder unentgeltlich unterrichtet ivorden. 
Das Gemeindeschulwesen Hai im Jahre 1899 an Ausgaben 
13197 730 M verursacht. Die Ausgaben für ein Kind betrugen 
63,94 M, das sind 2,-8 M mehr als 1898. 
Die Berathungen über die Umgestaltung des Lehrplans in einen 
auf sieben bezw. acht aufsteigende Klassen berechneten sind erst im 
Jahre 1900 zum Abschluß gekommen. 
Die neuen Einrichtungen im Lehrverfahren der Gemeindeschulen, 
deren wir im letzten Bericht erwähnt haben, — die Eintheilung der 
Unterrichtszeit der untersten Klasse in halbstündige Perioden und der 
Nebenunterricht zurückgebliebener Kinder — haben sich in zufrieden 
stellender Weise weiter entwickelt. An Stelle der vier ganzen Turn- 
und Spielstunden sind vier halbstündige Perioden Freiübungen oder 
Spiele getreten, außerdem je zwei Perioden Rechnen und Schreiben. 
Die Nebenklassen aber sind schon bis auf 50 mit 645 Zöglingen ver- 
mehrt worden. In den drei ersten Halbjahren des Bestehens der 
Nebenklassen sind von 645 Kindern 21 in den Hauplunterricht zurück 
gekehrt, die, zu Hanse vernachlässigt, für die normale Entwicklung erst 
aufgeschloffen werden mußten. 
In den 12 städtischen Realschulen mit ihren 148 Klassen 
sind zu Ende 1899 5187 Schüler unterrichtet worden. Gegen 1898 
ist die Zahl um 88 gesunken, was wohl zum größten Theil durch 
Eröffnung entsprechender Anstalten in den Vororten zu erklären ist. 
Die Realschulen erforderten einen Zuschuß von 692 343^«, auf den 
Kopf des Schülers von 133,48 ^, mithin 10,5«^ mehr als 1898. 
Die Zahl der Schülerinnen der städtischen höher» Mädchen 
schulen betrug zu Anfang des Winterhalbjahrs 1899 4 327 in 
6 Schulen und 109 Klassen/das sind 23 mehr als ein Jahr vorher. 
Der Zuschuß aus städtischen Mitteln betrug 179 491 M, für jede 
Schülerin 41,48^ gegen 39,m M im Jahr 1898. 
Unter den wichtigeren Einrichtungen der Armendirektion 
ans dem letzten Jahr heben wir die Niedersetzung eines 
ständigen Beschwerdeausschusses und die Bildung- einer ärztlichen 
Kommission hervor. Bisher wurden Beschwerden ausschließlich 
voin Vorsitzenden der Armendireklion entschieden. Die Bedeutung 
des jetzt gebildeten ständig funktionireuden BeschivcrdeausschusseS
	        
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