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Druck von Gebrüder Grunert, Berlin.
Die Zahl derjenigen Personen bez. Ehepaaren, denen bei der
Aufnahme keine freie Verpflegung zugesichert worden, für welche aber
auch von anderer Seite nicht auskömmlich gesorgt war, betrug im
verflossenen Jahre 7; dieselben haben zu den Kosten ihres Unterhalts
Zuschüsse je nach ihrer Bedürftigkeit in Höhe von monatlich 6—15 JC
erhalten. Die Gesammtsumme dieser Zuschüsse belief sich auf 855 JC
und diejenige des allen Hospitaliten ausnahmslos mit 3 JC gewährten
monatlichen Taschengeldes 2 889,so JC.
An den Geburtstagen Sr. Majestät des Kaisers und Ihrer
Majestät der Kaiserin hat jeder Hospitalit ein ihm von der Stadtgemeinde
gewährtes Geldgeschenk von je 1,m JC erhalten.
Aus vorstehender, bereits dem vorjährigen Bericht beigefügt gewesener
und jetzt bis auf das vergangene Etatsjahr vervollständigter
Aufstellung sind die uns seit Gründung der Anstalt erwachsenen
Gesammtkosten und die nach diesen berechneten Durchschnittsbeträge für
die Unterhaltung eines einzelnen Hospitaliten ersichtlich. Gegen das
Vorjahr haben sich dieselben für die einzelne Person im Ganzen nur
um 3,41 JC verringert.
Das Lebensalter der Hospitaliten, welches im ersten Jahre durchschnittlich
71 betragen, dann aber über 71V, und 71 3 A pro 1885/86
bis auf 72Va gestiegen war, hat im Vorjahre 73 betragen.
Von den ultimo März er. in der Anstalt befindlichen 80 Insassen
befanden sich:
1
im
88.
Lebensjahre,
5
im
74.
Lebensjahre,
1
-
86.
5
4
-
73.
-
3
-
85.
-
5
-
72.
-
1
-
84.
-
6
-
71.
-
2
, -
83.
-
9
-
70.
-
2
-
82.
-
11
-
69.
-
1
-
80.
-
5
s
68.
5
79.
-
3
-
67.
-
3
-
78.
-
1
-
65.
-
3
-
77.
-
2
-
64.
-
3
-
76.
-
2
-
63.
S
1
-
75.
-
1
-
54.
-
Der Gesundheitszustand der Anstalts-Insassen konnte wieder im
Allgemeinen als ein befriedigender bezeichnet werden.
Verlauf und Art der Krankheiten bot nichts Auffallendes, entsprach
vielmehr durchaus dem Umstande, daß ausschließlich hochbejahrte
Leute das Krankenkontingent stellten; die für Medizin rc. gezahlten
Kosten belaufen sich auf 396,05 JC.
In der Anstaltskapelle fanden wiederum alle vier Wochen Gottesdienst
statt, die.sich ebenso wie die zwischen je zwei Gottesdiensten in
dem Festsaal der Anstalt abgehaltenen Bibelstunden eines recht regen
Besuchs erfreuten.
Was unsere Vermögenslage anbetrifft, so verfügen wir über
die Zinsen
von 250 300,oo JC Hypotheken,
234 900,oo - Effekten und
344,76 - Sparkassenguthaben.
Summa 485 544,76 JC
d. h. excl. derjenigen uns unterm 22. März er. überwiesenen und bis
zum Schluffe des Rechnungsjahres noch nicht zur Auszahlung gelangten
300 000 JC.
Der Zinsfuß unserer Hypotheken hielt sich zum größeren Theile
noch auf 4V, pCt., während derjenige der Effekten — mit Ausnahme
von 3 300 JC 4V, pCt. Berliner Pfandbriefe — nur 4 pCt. betrug, das
Sparkassenguthaben wird mit 3V» pCt. verzinst. Ein am Schluß des
Rechnungsjahres verbliebener Baarbestand von 8 196,« JC ist vornehmlich
auf Zinsen der 300 000 JC betragenden Bausumme zurückzuführen,
die vorschußweise von der Stadt-Haupt-Kasse verauslagt
und bei uns erst am Jahresschlüsse liquidirt worden ist; an Einkaufsgeldern
gingen — von einem Ehepaare — nur I 500 JC ein.
Wir können schließlich nicht umhin, unserem, schon wiederholt
ausgesprochenem Wunsche um Zuwendung größerer Beträge, die uns
ermöglichen, die demnächst vollendeten Seitenflügel voll der Benutzung
zu übergeben, an dieser Stelle nochmals Ausdruck zu geben.
Berlin, den 14. Juni 1887.
Curatorium
der Alterversorgungsanstalt der Kaiser Wilhelm- und Augusta-Sttftung.
gez. Haack,
Stadtrath.