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Volume No. XVI. Bericht über die städtische Bau-Verwaltung

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1869 (Public Domain)

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Außerdem: 
20 Kostenanschläge für die Umpflasterungen pro 1870, und zwar: 
45. Für Umpflasterung der Christinenstraße von der Wollankstraße 
bis zum Grundstück Nr. 6—7. 
46. Desgleichen der Koppenstraße von der Großen Frankfurter- bis 
Pallisadenstraße. 
47. Desgleichen der Kesselstraße von der Chausseestraße bis zur Ein 
fahrt nach dem Exercierplatze. 
48. Desgleichen des alten Theiles der Seegerhofstraße. 
49. Desgleichen der Prinzenstraße von der Wasserthorstraße bis 
Moritzplatz. 
50. Desgleichen der Prinzenstraße von dem Grundstück Nr. 44. bis 
zur Dresdencrstraße. 
51. Desgleichen der Anhaltstraße. 
52. Desgleichen der Naunynstraße vom Oranienplatz. 
53. Desgleichen der Schönebergerstraße von dem Äskanischen Platz 
bis Schönebergerbrücke. 
54. Desgleichen des Hafenplatzcs an der Wasserseite vom Platz bis 
Schönebergerbrücke. 
55. Desgleichen der Prinzenstraße von der Gasanstaltsbrücke bis zur 
Gitschinerstraße. 
56. Desgleichen der Borsigstraße von der Tieck- bis zur Jnvaliden- 
straße. 
57. Desgleichen der Gartenstraße von dem Grundstücke Nr. 128. bis 
zur Liesenstraße. 
58. Desgleichen der Bahnhofstraße. 
59. Desgleichen der Melchiorstraße vom Engelufer bis zum Michael- 
kirch platz. 
60. Desgleichen der Ackerstraße von dem Grundstücke Nr. 38. bis 
Nr. 135—136. 
61. Desgleichen des Engelufers von der Adalbertstraße bis zum 
Kaiser-Franz-Grenadierplatz. 
62. Desgleichen der Möckernstraße von der Königgrätzer- bis Halle 
schen Straße. 
63. Desgleichen der Matthäikirchstraße von der Königin-Augusta- bis 
zur Thiergartenstraßc. 
64. Desgleichen der Adalbertstraße von der Dresdenerstraße bis zur 
Adalbertbrücke. 
Ferner wurden gefertigt: 
65. Das genehmigte Project nebst Kostenanschlag für den Neubau 
der Schillingsbrücke. 
66. Specialzeichnungen und Kostenanschläge für die Aufstellung der 
Schiller-Statue. 
67. Projecte und Anschläge für die Umwährung des Rest-Grundstücks 
des früheren Logengartens und zur Einrichtung desselben zu 
einem öffentlichen Spiel- und Promenadenplatz. 
68. Project zu einem Gartenhause im Humboldthain. 
69. Pläne zu einer neuen öffentlichen Bade-Anstalt an der Spree. 
70. Projecte zu größeren öffentlichen Bedürfniß-Anstalten. 
71. Pläne und Kostenanschläge zu sämmtlichen pro 1870 auszufüh 
renden Straßenpflasterungen und Chaussirungen. 
Als die wichtigsten im Decernate des Herrn Stadt-Bauraths Meyer 
mitbearbeiteten Geschäftssachen lassen sich außerdem noch folgende be 
zeichnen : 
a. die Voruntersuchungen zu einer vollständigen Versorgung Berlins 
mit gutem Wasser, worüber Projecte, Erläuterungsberichte und 
Kostenanschläge, aufgestellt durch den Herrn Civil - Ingenieur 
Veit-Meyer, bereits eingegangen sind; 
b. die Versuche mit dem Süvern'schen Desinfektions-Verfahren; 
c. die Vertretung der städtischen Jntereffen in Betreff des Baues 
der neuen Berliner Verbindungsbahn; 
fl. die Voruntersuchungen in Angelegenheit der Kanalisation von 
Berlin; 
e. Abnahme fiskalischer Straßen wegen der später zu übernehmen 
den Unterhaltungs-Verpflichtung der Commune; 
k. die Vorarbeiten zur Aufstellung des Schiller-Denkmals. 
Gesammt-Kosten: 
A, für den Hochbau, und zwar für den Neubau des Krankenhauses 
im Friedrichshain .... 83,926 Thlr. 29 Sgr. 5 Pf. 
L. für den Straßenbau, und zwar: 
a. 
Pflaster-Reparaturen . . 
11,694 
- 
27 
- 
1 
- 
b. 
Umpflasterungen . . . 
21,235 
- 
21 
- 
— 
- 
c. 
Neupflasterungen . . . 
57,800 
- 
19 
- 
6 
S 
d. 
Kanalbauten .... 
24,934 
- 
28 
- 
6 
- 
e. 
Bürgersteige .... 
2,744 
- 
— 
- 
6 
- 
f. 
Brücken 
15,353 
- 
25 
- 
5 
- 
s. 
öffentliche Brunnen . . 
4,422 
- 
1 
- 
6 
- 
h. 
Pissoirs 
— 
- 
— 
- 
— 
- 
1. 
verschiedene Bau-Ausfüh- 
rangen 
11,306 
24 
* 
7 
k. 
Spielplätze rc 
19,680 
- 
2 
- 
7 
ö 
Summa 
169,173 Thlr. 
— 
Sgr. 
8 Pf. 
Es sind im Ressort des Bauraths Meyer somit pro 1869 zur An 
weisung gekommen: 
a. für den Krankenhausbau . . 83,926 Thlr. 29 Sgr. 5 Pf. 
b. für den Straßenbau . . . 169,173 - — - 8 - 
zusammen 253,100 Thlr. — Sgr. 1 Pf. 
Berlin, den 30. Juni 1870. 
Der Stadtbaurath. 
In Vertretung des Herrn Meyer, 
gez. Hobrccht. 
TI. Verbesserung der Bürgersteige. 
Nachdem sich in Folge der Zunahme des Verkehrs eine Verbefferung 
der bisher nur mit einer 3 Fuß breiten Granitbahn belegten Bürgersteige 
in den Straßen Berlins als ein uuabweisliches Bedürfniß herausgestellt 
hatte, ist diese Angelegenheit der eingehendsten Berathung unterworfen wor 
den. Die hinsichtlich der Art und Weise der vorzunehmenden Verbefferung 
mit der Polizeibehörde gepflogenen Verhandlungen fanden ihren Abschluß erst 
in der Polizei Verordnung vom 13. October 1866. Nach den Bestimmun 
gen derselben wird jährlich durch eine aus Mitgliedern des Königlichen Po- 
lizei-Präsidii und der Communal-Behörden zusammengesetzte Commission 
eine Auswahl derjenigen Straßen getroffen, in denen die Verbefferung vor 
zunehmen ist, und ist bei der Auswahl der Straßen der in denselben herr 
schende Verkehr der Maßstab, ob gleichzeitig beide Seiten oder zunächst nur 
eine Seite zur Verbesserung kommen soll. In den demnächst zu Anfang 
jeden Jahres öffentlich aufgerufenen Straßen erfolgt die Regulirung der 
Bürgersteige dergestalt, daß die Grauitbahn auf 6 Fuß verbreitert oder der 
Bürgersteig mit Asphalt belegt wird. Der Bürgersteig ist ferner längs der 
Straßenrinnen mit Granitbordschwellen einzufaffen, im klebrigen mit Mo 
saikpflaster, Asphalt oder einem anderen zweckentsprechenden Material, dessen 
Anwendung jedoch der besonderen Genehmigung des Polizei-Prästdii bedarf, 
zu versehen. Für alle Fälle (Granitbahn oder Asphalt) ist nachträglich 
ein Quergesälle von 1: 36 festgesetzt worden. 
Die Bürgersteigregulirung liegt den Eigenthümern ob; dieselben erhal 
ten jedoch aus städtischen Mitteln eine Beihülfe. Als solche wird durch 
das Reglement und die Bekanntmachung vom 18. December 1867, sofern 
die Regulirung nicht in Folge eines Neubaues stattgefunden hat, nach er 
folgter, durch Polizei-Attest bescheinigter, vorschriftsmäßiger Ausführung der 
Betrag von % der durch die Legung der Granitbahn und der Bordstein 
schwellen — und zwar in Bezug auf Material und Arbeitslohn — ent 
standenen Kosten gewährt. 
Diese Vergütigung tritt jedoch nicht ein, wenn die Bürgersteigverbefferung 
vor Königlichen, Prinzlichen, Staats-, Communal-, Kirchen-, Schul-, sowie 
vor allen solchen Grundstücken erfolgt ist, welche einer Stiftung, Zunft, 
Corporation, Gesellschaft, oder einem Verein angehören. Dieses Reglement, 
welches ursprünglich nur für die Jahre 1867 und 1868 als Norm dienen 
sollte, ist durch Communalbeschluß auch auf die Jahre 1869 und 1870 
prolongirt worden. 
Die der Beihülfe zu Grunde zu legenden Preise werden jährlich von 
der Bau-Deputation festgestellt. Die Preise der Materialien find für die 
Jahre 1867 und 1868: 
a. pro Qu.-Fuß Granuplatten auf 9 Sgr. 6 Pf. 
b. pro laufenden Fuß Granilbordschwellen . - 27 - 6 - 
normirt, so daß sich die zu gewährende Beihülfe 
ad a. auf 6 Sgr. 4 Pf. 
ad b. » 18 - 4 - 
stellte. 
Für das Jahr 1869 ist der Preis 
ad a. auf 9 Sgr. 6 Pf. 
ad b. - 23 - — - 
festgestellt, woraus sich die Beihilfe 
ad a. auf 6 Sgr. 4 Pf. 
ad b. - 15 - 4 - 
berechnet. 
Die anfänglich nur auf die Legung von Granitbahn bezügliche Ver 
gütigung ist später auch aus die Regulirung vermittelst Asphaltirung, und 
zwar im Jahre 1868 vorerst auf die Grundstücke Unter den Lrndcn und im 
Jahre 1869 allgemein ausgedehnt worden. 
Zur Bürgersteigregulirung sind folgende Straßen aufgerufen worden: 
a. für das Jahr 1867: 
1) Unter den Linden, vom Pariserplatz bis zur Schloßbrücke, 
und zwar der Bürgersteig auf der Südseite der Straße Nr. 1. 
bis 35. und bis zur Schloßbrücke. 
2) Oberwallstraße, Hausvoigteiplatz, Jerusalemerstraße, von der 
Lindenflraße bis zur Leipzigerstraße (Westseite), namentlich 
also: Oberwallstraße 1—9., der von Nr. 9. nach Jerusale 
merstraße 24. quer über den Platz führende Bürgersteig und 
Jerusalemerstraße 24—25.
	        
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