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Volume No. XI. Berichte über die Verwaltung der selbständigen Hospitäler und Stiftungen städtischen Patronats,

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1869 (Public Domain)

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an 2 unverheirathete Personen, Töchter hiesiger verstorbener Kaufleute, zu 
gleichen Theilen gezahlt worden. 
Berlin, den 25. April 1870. 
Das Curatorium der Hospitäler zum heiligen Geist und Sct. Georg. 
Hedemann. Löwe. H. Lietzmann. Friedländer. Rochlitz. 
5. Das Jerusalems - Hospital. 
Bei der Verwaltung des Jerusalems - Hospitals haben sich im Jahre 
1869 folgende erwähneuswerihe Resultate herausgestellt: 
Von den 16 Hospitalitinnen des Hospitals ist im Jahre 1869 keine 
verstorben. 
Das Kapital-Vermögen des Hospitals hat sich gegen das Vorjahr um 
279 Thlr. 7 Sgr. 5 Pf. vermehrt und betrug ult. 1869 35,009 Thlr. 
2 Sgr. 3 Pf. 
Die Gesammt-Ausgaben im Jahre 1869 betrugen für die Erhaltung 
des Hospitals und der Hospitalitinnen, mit Einschluß der Verwaltungskosten 
1600 Thlr. 27 Sgr. 4 Pf., 
wogegen solche im Jahre 1868 .... 2063 - 23 - — - 
mithin 1869 462 Thlr. 25 Sgr. 8 Pf. 
weniger betrugen. 
Berlin, den 28. März 1870. 
Das Curatorium des Jerusalems-Hospitals. 
Gilow. Voigt. Eßlinger. Justinius. 
6. Das Sct. Gertraudt - Hospital. 
Auch im vergangenen Jahre hat die Verwaltung des Hospitals Sct. 
Gertraudt in gewöhnlicher ordnungs- und statutenmäßiger Weise statt 
gefunden. 
Fünf im vorigen Jahre durch Todesfall erledigte Stellen im Hospitale 
wurden neu besetzt und bei der Wahl der Benefiziaten mit möglichster Sorg 
falt »u Werke gegangen. Auch während des abgelaufenen Jahres haben 
die Wohlthat des Hospitals genossen: 
43 Benefiziaten mit Wohnung im Hospitale und 
35 Benefiziaten ohne freie Wohnung mit dem statutenmäßigen 
Benefizium von 5 Thlrn. pro Monat. 
Der Gesundheitszustand unter den Hospitalitcn war im Allgemeine» 
befriedigend, doch hat leider eine der Bewohnerinnen des Hospitals wegen 
Geistesgestörtheit der Städtischen Irren - Anstalt zur Kur und Verpflegung 
überwiesen werden müssen. 
Das dem Hospitale gehörige Grundstück an der Ecke der Brandenburg- 
und der Gitschinerstraße, bisher als Holzplatz für den Preis von 150 Thlrn. 
pro Jahr verpachtet, wurde vom 1. April 1869 ab mit einer Erhöhung der 
Pacht um 1255 Thlr. pro Jahr, also für jährlich 1405 Thlr., auf weitere 
6 Jahre in Pacht überlassen. 
Unter günstigeren Auspizien wie früher, wurden anläßlich einer dem Vor 
stande gestellten Kaufs-Offerte, am Schlüsse des Jahres die Verhandlungen 
wegen Verkaufs der Hospital-Gebäude in der Leipzigerstraße Nr. 61., 62., 
63. wieder aufgenommen und damit der Frage über Verlegung und Er 
weiterung des Hospitals, deren wir bereits in früheren Berichten gedacht, 
näher getreten. 
Der Verkauf der Grundstücke ist in naher Aussicht, doch gehört die 
weitere Entwickelung dieser finanziell, wie allgemein bedeutsamen Angelegen 
heit dem Jahre 1870 an und wird deshalb auch im Berichte von 1870 
Weiteres hierüber berichtet werden. 
Das Kapitalvermögen des Hospitals vermehrte sich im Jahre 1859 
um 5640 Thlr-, so daß am Schluffe des Jahres ein Kapitalbestand von 
134,240 Thlrn. vorhanden war. 
Berlin, den 29. März 1870. 
Der Vorstand des Hospitals und der Kirche Sei. Gertraudt. 
Pohle. Henschel. Voigt. 
7. Das Jacobs-Hospital. 
Hervorragende Momente von allgemeiner und finanzieller Bedeutung 
sind aus der Verwaltung des Jakobs-Hospitals während des vergangenen 
Jahres nicht zu vermerken. 
Eine durch Todesfall im Hospitale entstandene Vacanz wurde sogleich 
wieder besetzt und dadurch die statutenmäßige Zahl von 23 Hospitaliten 
auch während des vorigen Jahres innegehalten. Der Gesundheits-Zustand 
war befriedigend. 
Zu erwähnen bleibt, daß auch im vorigen Jahre das Kapitalvermögen 
des Hospitals um weitere 1000 Thlr. sich vermehrt hat, und jetzt 3t425 
Thlr. beträgt. 
Berlin, den 29. März 1870. 
Der Vorstand des Jacobs-Hospitals. 
Pohle. W. Kohn. Ludewig. Günther. 
Gedruckt bei Julius Sittenfeld in Berlin.
	        
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