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Volume No. XXIV. Bericht für die vereinigte Verwaltung der Feuerwehr, der Telegraphie und der polizeilichen sowie städtischen Straßen-Reinigung

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1868 (Public Domain)

3 
Klassificirt man die Brände nach den Ocrtlichkeiten, resp. Räumen, in 
denen das Feuer entstanden ist, so ergiebt sich folgendes Resultat. 
Bezeichnung der Brandstellen. 
groß 
F 
mittel 
e u 
klein 
r. 
Summa 
Apartements-, Dung-, Müll-Gruben 
1 
3 
9 
13 
Bäckereien 
— 
— 
2 
2 
Bahnhöfe 
— 
— 
1 
1 
Bäume (Blitzschlag) 
— 
— 
3 
3 
Baustellen 
— 
— 
1 
1 
Brauereien 
— 
— 
1 
1 
Bretterschuppen ....... 
— 
1 
1 
2 
Brücken 
— 
— 
3 
3 
Chemisches Laboratorium .... 
— 
1 
1 
Droguen - Handlung und Apotheker 
laden 
1 
1 
2 
Destillationen 
— 
1 
1 
2 
Druckerei 
1 
— 
— 
1 
Eiskeller 
— 
- 
2 
2 
Fabriken . 
3 
4 
11 
18 
Gebäude (Wohn-) 
11 
26 
99 
136 
Garnweberei 
— 
— 
1 
1 
Gartenanlagen (Friedrichshain) . . 
— 
— 
1 
1 
Hofraum 
— 
— 
2 
2 
Hotels 
— 
— 
7 
7 
Kasernen 
— 
— 
2 
2 
Keller 
— 
5 
4 
9 
Kirchhof 
— 
— 
5 
5 
Kohlen rc. Plätze 
— 
— 
1 
1 
Knnstgießerei 
1 
— 
— 
1 
Küchen 
— 
— 
4 
4 
Läden 
3 
2 
27 
38 
Lagerraum 
— 
— 
3 
3 
Nkühlen ......... 
— 
1 
1 
2 
Papierhandlung 
— 
1 
— 
1 
Privatwohnungen 
— 
. 
400 
400 
Räucherkammern 
— 
1 
1 
2 
Remisen 
— 
— 
2 
2 
Stallgebäude . . ..... 
1 
2 
6 
9 
Tischlereien 
2 
5 
13 
20 
Theater und zu öffentlichen Vorstel 
lungen benutzte Räume .... 
_ 
_ 
6 
6 
Treibhaus 
— 
1 
1 
2 
Waldbrand 
— 
— 
2 
2 
Wagen 
— 
1 
1 
Werkstätten 
— 
3 
7 
10 
Summa 
24 
57 
632 
713 
Hierzu Brände außerhalb Berlins: 
Friedrichsfelde 
O 
2 
Lichtenbcrg 
— 
— 
1 
1 
Charlottcnburg 
— 
— 
3 
3 
Zump'sche Windmühle an der 
Prenzlauer Chaussee . . . 
1 
_ 
1 
Boxhagen 
1 
— 
— 
1 
Markgrafcndamm bei Stralau . 
1 
— 
1 
Summa Summarum 
25 
59 
638 
722 
Aus vorstehender Tabelle geht horvor, daß die meisten Brände in 
Privatwohnungen ausgebrocheu sind. Die Veranlassung derselben ist 
aus der nachstehenden Tabelle zu ersehen, in welcher unter den Entstehuugs- 
ursachen 133 Male Unvorsichtigkeit angegeben ist. Unter den gewerb 
lichen Anlagen figuriren — wie gewöhnlich — die Tischlereien mit der 
größten Anzahl. 
In der folgenden Tabelle sind die EntstehungS-Ursachen der 
Brände angegeben: 
1. Asche in 9 Fällen 
2. Brandstiftung in ..... 10 - 
3. - (muthmaaßlich) in 9 - 
4. Bauliche Mängel in .... 36 - 
5. Cigarren in 6 
6. Dampskesselhitze in .... 1 - 
Latus . . 73 Fälle 
Uebertrag . . 73 Fälle 
7. Explosionen: 
a) von Feuerwcrkskörpern in. 1 - 
6) - Spiritusdämpfcn in 
. 1 - 
e) - chemischen Apparaten in 1 - 
d) - Schwefelkohlenstoff 
in 1 
e) - Naphta in . . . 
. 1 - 
k) eines Dampskesscls in . 
. 1 - 
Z) einer Kochmaschine durch 
Pulver in 
8. Firniß in 
9. Funken in 
. 27 - 
10. Gasexplosionen: 
a) größere 2) 
4 - 
b) kleinere 2j 
11. Gaskocher in 
12. Gaslampe resp. Gasflammen 
im 
Schaufenster in .... 
. 35 - 
13. Gewitter in 
14. Kochmaschine in ... . 
. 10 - 
15. Kohlen in 
. 20 - 
16 Lampen (Oel resp. Spiritus) 
in 41 
17. Licht resp. Lichtschnuppe in . 
. 17 - 
18. Nicht ermittelt in . . . . 
. 154 - 
19. Osenhitze resp. eiserne Oefen 
in 67 • 
20. Petroleum: 
a) Petroleum-Explosion im) 
Keller (groß) . . 1 
b) Explosion von Pe- 
Im 20 - 
troleum - Lampen, 
> 
Flaschen (klein) . 19 
21. Ruß (glühender) in . . . 
. 9 - 
22. Streichhölzer 
23. Schwefel 
24. Selbstentzündung .... 
. 8 * 
25. Ueberheizung von Theerkessel 
. 2 - 
26. - im Trockenraum 
. 1 - 
27. Unvorsichtigkeit . . . . 
, 133 - 
26. Zufällige Veranlassungen 
, 20 - 
29. Zugluft 
Summa 722 Fälle. 
In den Fällen, wo die Entstehungs-Ursachen bekannt geworden sind, 
hat sich herausgestellt, daß am häufigsten Unvorsichtigkeit die Veranlassung 
war. Zn 154 Fällen ist die Entstehungsursache nicht ermittelt worden, 
wohingegen es der Feuerwehr — hauptsächlich durch ihr schnelles Erscheinen 
auf der Brandstelle — gelang, in 10 Fällen absichtliche Brandstiftung zu 
constatiren. 
In 9 Fällen lag Verdacht der Brandstiftung vor, konnte jedoch nicht 
bewiesen werden. 
Thätigkeit der Feuerwehr. 
In der nachstehenden Tabelle ist — getrennt nach den fünf Jnspec- 
tionen — angegeben, wie oft die einzelnen Fahrzeuge zum Dienste aus 
gerückt, und wie oft sie in Thätigkeit gekommen sind. 
Zur Stelle. 
In Thätigkeit 
1 Personenwagen Nr. 1. 
. 306 Male, 
147 Male. 
\ - - 6. 
. 301 
- 
108 - 
° ' 7 - 
. 227 
- 
69 - 
•■5| - - 8. 
. 81 
- 
24 - 
L/Spritze Nr. 1.. . . 
. 294 
- 
23 - 
- ' 2,. . . 
. 255 
- 
15 - 
J - - 3. . . . 
. 288 
- 
9 - 
1 - - 4. . . . 
. 294 
- 
13 - 
f Wasserwagen Nr. 1. . 
. 295 
53 - 
.} Personenwagen Nr. 2. 
J »Spritze dir. 5. . . 
. 152 Male, 
32 Male. 
. 108 
- 
16 - 
’S ) » 6. . . 
. 89 
- 
4 - 
t\ " ’ 7 - • • 
. 1 
- 
1 - 
er?) - 18. . . 
. 88 
- 
3 - 
_• /Wasserwagen Nr. 2. . 
. 173 
32 - 
1-1 1 Utcnsilienwagcn Nr. 2. 
. 103 
- 
24 - 
g / Personenwagen Nr. 3. 
S - Spritze Nr. 8. . . 
. 193 Male, 
124 Male. 
. 109 
- 
6 - 
&) -- - 9. . . 
. 145 
- 
12 - 
H (Wasserwagen Nr. 3. . 
. 196 
- 
60 -
	        
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