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Volume No. XI. Bericht über die Verwaltung der selbständigen Hospitäler und Stiftungen städtischen Patronats

Full text: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Issue 1868 (Public Domain)

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Bestimmung gemäß an 2 unverheirathete Personen, Töchter verstorbener 
hiesiger Kaufleute, zu gleichen Theilen gezahlt worden. 
Berlin, den 8. Mai 1869. 
Das Curatorium der Hospitäler zum Heiligengeist und Set. Georg, 
gez. Hedemann. Loth. Friedländer. Löwe. 
5. Das Jerusalems-Hospital. 
Bei der Verwaltung des Jerusalems - Hospitals haben sich im Jahre 
1868 folgende erwähnenswcrthe Resultate herausgestellt: 
Von den 16 Hospitalitinnen des Hospitals sind im Jahre 1868 zwei 
verstorben, deren Stellen im Laufe des Jahres anderweit besetzt worden sind. 
Das Kapital-Vermögen des Hospitals hat sich gegen das Vorfahr um 
272 Thlr. 11 Sgr. 1 Pf. vermindert und betrug ult. 1868: 34,729 Thlr. 
24 Sgr. 10 Pf. 
Die Gesammt- Ausgaben im Jahre 1868 betrugen für die Erhaltung 
des Hospitals und der Hospitalitinnen, mit Einschluß der Vcrwaltunqskosten 
2063 Thlr. 23 Sgr. - Pf-, 
wogegen solche im Jahre 1867 nur . . 1664 - 17 - 8 - 
mithin 1868 399 Thlr. 5 Sgr. 4 Pf. 
mehr betrugen, welche Mehrausgabe durch bauliche Arbeiten am und im 
Hospital und Herstellung des Bürgersteiges vor demselben, welche allein einen 
Kostenaufwand von 509 Thlrn. 21 Sgr. 3 Pf. erforderte, entstanden ist. 
Berlin, den 11. Mai 1869. 
Das Curatorium des Jerusalems-Hospitals, 
gez. Gilow. Krug. Eßlinger. 
6. Das Set. Gertraudt-Hospital. 
Die Verwaltung des Set. Gertraudt - Hospitals hat auch im vorigen 
Jahre ihren gewöhnlichen, ordnungsmäßigen Verlauf genonnnen. 
Von dem Bestreben geleitet, die Wohlthat des Hospitals, den localen 
und finanziellen Verhältnissen entsprechend, nach Möglichkeit auszudehnen, 
hat im verflossenen Jahre die bereits vor längerer Zeit von uns in Aus 
sicht genommene Erweiterung des Hospitals um 8 neue Stellen mit Woh 
nung im Hospitale, stattgehabt. Zu Wohnungsräumlichkeiten ist die Belle- 
Etage des zum Hospitale gehörigen Küsterhauses, die bisher vermiethet war, 
benutzt und mit Genehmigung des Magistrats zu 8 HoSpitaliten-Wohmmgen 
umgeschaffen worden. 
Die Zahl der Hospitaliten betrug hiernach statt früher 35, am Schlüsse 
des Jahres 1868: 43; die Zahl der Hospitaliten außerhalb des Hospitals, 
die aus Hospitalmitteln statutenmäßig ein monatliches Benesizium von 5 
Thalern beziehen, dagegen wie bisher 29. 
Der Gesundheitszustand der Hospitaliten war ein befriedigender; Todes 
fälle unter ihnen, sowie unter den Benefiziaten sind im Jahre 1868 nicht 
vorgekommen. 
Die seit Jahren schwebende Angelegenheit wegen Verlegung des Hos 
pitals und der Kirche Set. Gertraudt ist, unserer Bemühungen ungeachtet, 
auch im vorigen Jahre nicht wesentlich weiter gediehen. Es kam vor Allem 
darauf an, Gewißheit darüber zu erlangen, ob für den Fall, daß Gelegen 
heit zur Erbauung eines neuen Hospitals nebst Kirche an anderer, geeigne 
ter Stelle sich biete, das Königliche Consistorium zum Abbruch der jetzigen 
Kirche, wie überhaupt zur Verlegung dieser Kirche, auch die Genehmigung er 
theilen werde. Die hierüber — bis jetzt zwar mit ungünstigem Erfolge — 
geführten Verhandlungen sind noch nicht als beendigt zu betrachten und so 
mit bleibt das Endresultat derselben, das für die Ausführung selbst von 
entscheidendem Einfluß ist, noch abzuwarten. 
Das Kapital-Vermögen des Hospitals vermehrte sich im Jahre 1868 
um 2400 Thlr. und betrug am Schluffe des genannten Jahres 128,600 
Thaler. 
Berlin, den 24. Juli 1869. 
Der Vorstand des Set. Gertraudt-Hospitals. 
gez. Hedemann Henschcl. 
pro 6. Pohle. 
Das Jacobö Hospital. 
Momente von allgemeinem und finanziellem Interesse sind bei der 
Verwaltung des Jakobs-Hospitals im verflossenen Jahre nicht vorgekommen, 
doch bleibt zu bemerken, daß auf Grund des mit der Stadtgemeinde am 
19. September 186$ abgeschlossenen Vertrages, das zum Hospitale gehörige 
Vorgarten-Terrain von 9% Q -Ruth. Größe für den Preis von 1015 Thlr. 
abgetreten und zur Verbreiterung der Oranienstraße freigelegt worden ist, 
und ferner, daß in Folge dieser Abtretung einige bauliche Veränderungen 
an der Facade des Hospitalhauses, sowie die Aufführung eines neuen Ein 
fahrtsthores zum Hospitalhofe, auf Kosten der Kommune stattgehabt haben. 
Die Zahl der Hospitaliten ist unverändert geblieben. Todesfälle unter 
ihnen sind nicht vorgekommen, auch war der Gesundheits-Zustand im All 
gemeinen ein befriedigender. 
Das Kapital-Vermögen des Hospitals vermehrte sich im Jahre 1868 
um 200 Thlr. und betrug am Schluffe des gedachten Jahres 30,425 Thlr. 
Berlin, den 24. Juli 1869. 
Der Vorstand der Set. Petri-Kirche. 
gez. Hedemann Kohn. Günther, 
pro ä. Pohle.
	        
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