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“aste von bis
Ebenso wurde ausgeführt, daß, wenn mit dem Ablösungskapital nur die | so könne vurch öftere Abwaschung und Reinigung des Pflasters dieser
Stadtanleihen vom Jahre 1849, 1855 und 1870 getilgt wärden, in diesem Vebelstand beseitigt werden.
Falle finanzielle Vortheile erzielt bezw. alljährliche Ausgaben erspart Eine Abänderung in der Bestimmung über das zur Anwendung
würden, deren Gesammtbetrag höher sei, als der Jahresbetrag der Rente, zu bringende Pflasterungsmaterial wurde zwar vom Ausschusse nicht beaußerdem.
würde aber eine Summe von beinahe 4 000 000 I disponibel wirkt, es wurde aber die Erwartung ausgesprochen, daß die Bau-Depubleiben,
welche zur Herstellung eines besieren Pflasters Berwendung finden tation in Beziehung auf die Anwend der neueren Pflasterungskönnte.
materialien =- wie Holz, Asphalt u. m -- mit besonderer Vorsicht
Mit Rücfsicht darauf, daß der Magistrat über die Verwendung des und unter Verwerthung aller gewonnenen Erfahrungen vorgehen werde.
Ablösungskapitals eine Vorlage an die Stadtverordneten-Bersammlung Im Uebrigen wurde beschlossen, die Jerusalemerstraße von der
vorbereitet; wurde indessen von der Stellung bestimmter Anträge nament- Leipzigerstraße bis zur Kochstraße, welche in erster Reihe mit zur Umlich
auch in Beziehung auf die Anleihefrage Abstand genommen. pflasterung vorgeschlagen orden iste " we Reihe zu stellen, za das
Demnächst wurde in die Berathung über die zur Neupflasterung vor- in derselben liegende Pflaster noch brauchbar ist, und dagegen die Iunkergeschlagenen
Straßen eingetreten und wurden hierbei die Anträge der Ek: straße von der Lindenstraße bis zur Markgrafenstraße, deren Pflaster sehr
commission genehmigt. schlecht ist, neu in das Berzeichniß einzustellen und in erster Reihe zur
Bei den Umpflasterungen wurde zunächst in Beziehung auf das zur Umpflasterung vorzuschlagen. Gegen die übrigen von der Subcommission
Anwendung zu bringende Material von einer Seite bemerkt, daß das ausgewählten Straßen und Plätze wurde nichts erinnert.
Holzpflaster sich anscheinend nicht bewährt habe. Da dasselbe sehr theuer Demgemäß schlägt der Etat8ausschuß vor, folgenden Beschluß zu
sei und das Urtheil über den Werth desselben noch nicht feststehe, so sei fassen :
es geboten, noch weitere Erfahrungen zu sammeln bezw. mit demselben Die Stadtverordneten - Versammlung erklärt sich damit einnoch
fernerhin zu experimentiren, bevor größere Strecken mit Holzpflaster verstanden, daß mit der Neu- resp. Umpflasterung der in den
belegt würden. Auch in Beziehung auf das Asphalpflaster beginne sich anliegenden beiden Verzeichnissen 1. und 11, aufgeführten
ein Umschwung in der Meinung über dessen Borzüge zu vollziehen. Cin Straßen und Plätze insoweit vorgegangen wird, als dies die
Hauptfehler desselben sei, daß es bei tro>ener Witterung zu sehr staube. im Specialetat Nr. 40B. pro 1. April 1882/83 sub Titel 11.
„Seitens des Herrn Stadtbaurath wurde zugegeben, 2aß zer Holz- Clisene Titel Il. D. 1 der Ausgabe bewilligten Mittel
pflaster sich in sehr vielen Städten Amerikas nicht bewährt habe. In u. .
London i, 7 he in einigen Straßen sehr gut gehalten, in anderen Die Petitionen ad 1--5 werden durch diese Beschlußfassung
aber nicht. (Es komme bei demselben sehr viel darauf an, wie es gelegt für erledigt erachtet.
wird. Bei der Friedrichsbrä>e habe der Unternehmer die Fugen zu weit Der Druek des Protokolls und der Verzeichnisse ist beschlossen und
anseinandergelegt, daher sei das Holzpflaster in nicht zu langer Zeit zum Berichterstatter der Stadtverordnete Krause ernannt worden.
schlec<t geworden. Allerdings habe es auch einen außerordenlich lebhaften
Wagenverkehr auszuhalten gehabt. Insoweit Holzpflaster zur Verwendung a. UV. 2
gelangen werde, würden selbstverständlich die gewonnenen Erfahrungen
erücffichtigt werden. Was das Stauben des Asphaltpflasters anlange, gez. Dr. Straßmann.
Zu Nr. 211.
Verzeimniß
der für das Jahr 1882/83 zur Neupflasierung in Aussicht genommenen Straßen.
an | Bau- Die Gesammt-“
In- zu pflasternde kosten
.
ig spec St? Strecke ent» excl. Steine. Bemerkungen.
Nr. Nr. hält qm.
M mn
A. In erster Linie in Aussi<ht genommen.
1. | VII1L. 1 Taraschwitweg Greifswalderstr, Prenzlauer Allee. 8 440 47.000 | Abtretung im Gange, wird voraus--
sichtlich bis 1. April fertig sein,
2. Vs. | Zimmerstr, Wilhelmstr. Garten des Kriegsmini- 960 3 800 „wird bis Juli freigelegt. Mit geräusch-;
steriums. ; losem Pflaster herzustellen.
3 YL ['Straße Nr. 10I1V, vorh. Pflaster bei der | incl. Kreuzdamm bei der 508 ! 2 800 Terrain abgetreten.
Frobenstr. ' Frobenstr.
| Hagelsbergerstr. Großbeerenstr. ) Möcernstr. 780 , 3 000 Enteignung bis 1. April durchgeführt.
Waterloo-Ufer vor den Grundstücken von Maaß u. Berger & Kulp. 860 5100 Terrain wird bis 1. April freigelegt.
Y Kottbuser Ufer vor dem Sauerland'schen Grundstüä> Nr. 51. 150 , 750 Terrain abgetreten.
& "Straße Nr. 86 1X. Stralsunderstr. | Feldstr. 2120 : 8500 Terrain abgetreten.
Zehdeniderstr. Chorinerstr. Christinenstr, 1100 5855 Die vollständige Abtretung ist bis
| 3 zum 1. Mai gesichert.
9% - Dalldorferstr. Reiniendorferstr. bis Panke, 3 510 9200 Terrain abgetreten.
“0 Wedding vis-a-vis Blau, E>e der Reinicendorferstr. 219 | 700 Terrain abgetreten.
14; | Uferstr. Exercierstr. ' Wiesenstr. 5 796 27 000 Terrain abgetreten
12. : Sandstr. Straße Nr. 15a. Weichbild u 2810 9800 Terrain abgetreten.
i Summa ,. . .- . 123505
Im Specialetat Nr. 40B. sind nur ausgesebt . . - - - 60000
Es bleiben also ungede&t . . 63 505
B. event, in Aussicht genommen.
3. * J1Oppelnerstr. vorh. Pflaster Sc<lesischestr. 2 500 10500 "Enteignung beantragt.
14. | * ' Georgenkirhstr. Barnimstr. Höchstestr. 1 9890 15 000 Enteignung beantragt.
15. | 1. "Straße Nr. 53X]. Straße Nr. 9 Schwedterstr. 4 430 22 000 Verhandinngen wegen Landabtretung
im Gange.
18, Brücen-Allee Moabiter Brücke Flensburgerstr. 1 595 9500 Enteignung beantragt.
Werfistr. Gerhardstr. Lineburgerstr. | 2091 6 700 Bersanklangen im Gange.
Bergmannstr. Schleiermacherstr: westl. Grenze des Wer- , 3 000 42100 Berhandlungen im Gange.
schen Kirchhofs.
Bemerkung: Sämmtliche Straßen follen dem Ortsstatut entsprechend mindestens mit Steinen 111. Klasse gepflastert werden und uur
für die Zimmerstraße ist, mit Rücksicht auf die dort bereits errichteten und no< zu bauenden öffentlichen Gebäude. geräuschloses Pflaster in Anssich!
genommen.