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Full text: Statistisches Jahrbuch (Public Domain) Issue1994 (Public Domain)

Stat. Jahrbuch ‘94 
IV. Unterricht, Bildung und Kultur 
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Schulen der beruflichen Aus- und Fortbildung 
Die überwiegende Anzahl der beruflichen Schulen in Berlin-Ost werden seit Beginn des Schuljahres 
1991/92 als Filialen von Stammschulen in Berlin-West geführt 
Berufsschulen sind Oberschulen in erster Linie für Jugendliche in einem beruflichen Ausbildungsver 
hältnis. Sie vermitteln allgemeine und fachliche Fähigkeiten zur Ergänzung oder Vertiefung der im Betrieb 
erworbenen Kenntnisse In der Regel erfolgt der Unterricht im dualen System in Teilzeitform oder als 
Blockunterricht in zusammenhängenden Abschnitten. Außerdem werden berufsbefähigende und 
berufsvorbereitende Lehrgänge sowie ein Berufsgrundbildungsjahr mit Vollzeitunterricht angeboten. 
Berufsfeldbezogene Oberstufenzentren fassen Berufs-, Berufsfach- und Fachoberschulen sowie die 
gymnasiale Oberstufe mit einem berufsfeldorientierten Bildungsangebot organisatorisch zusammen 
Zur gymnasialen Oberstufe gehören Klassen der einjährigen Einführungsphase und ein System von 
Grund- und Leistungskursen (Kursphase) Fachschulen befinden sich des öfteren unter gemeinsamer 
Schulleitung von berufsfeldbezogenen Oberstufenzentren. Es werden nach dem Zuordnungskriterium 
"Berufsfeld" bzw. "Berufsfeldschwerpunkt" berufsbefähigende, berufsqualifizierende, studienbefähi 
gende und doppelqualifizierende Bildungsgänge angeboten 
Berufsfachschulen sind Oberschulen mit Vollzeitunterricht von mindestens einjähriger Dauer, für deren 
Besuch keine Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorausgesetzt wird. Berufsfachschulen überneh 
men die Berufsausbildung der Jugendlichen für die ganze oder einen Teil der Ausbildungszeit. Sie ver 
mitteln die für den gewählten Beruf erforderlichen praktischen Fertigkeiten und theoretischen Kenntnisse 
und erweitern die Allgemeinbildung. 
Fachschulen dienen einer vertieften beruflichen Aus- und Weiterbildung. Sie werden nach einer bereits 
erworbenen Berufsausbildung und praktischen Berufserfahrung, teilweise auch nach langjähriger prak 
tischer Arbeitserfahrung oder mit dem Nachweis einer fachspezifischen Begabung besucht und vermit 
teln eine weitergehende fachliche Fortbildung im Beruf 
Fachoberschulen vermitteln die für das Studium an einer Fachhochschule erforderliche Bildung (Fach 
hochschulreife). Voraussetzung für die Aufnahme in einer Fachoberschule ist der Realschulabschluß 
bzw. eine gleichwertige Schulbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, sofern ein Haupt 
schulabschluß bzw. eine gleichwertige Schulbildung vorliegt. 
Ausbildungsstätten des Gesundheitswesens werden seit 1988 nicht mehr als Teil der beruflichen Schu 
len geführt sondern gesondert ausgewiesen. Sie vermitteln die Ausbildung für nichtakademische Ge 
sundheitsberufe. In der Regel erfolgt die Aufnahme in diese Einrichtungen erst nach Vollendung des 18 
Lebensjahres, also nach Beendigung der Schulpflicht. Die Ausbildungsstätten ermöglichen sowohl 
berufsvorbereitende Lehrgänge als auch staatlich anerkannte Abschlüsse. 
Auszubildende in Berlin 
Auszubildende sind Personen, die aufgrund eines Ausbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsge- 
setz oder der Handwerksordnung eine betriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbil 
dungsberuf durchlaufen, Ab 1987 einschließlich Auszubildende In Behinderten-Ausbildungsberufen 
nach § 48 Berufsbildungsgesetz (BBiG) sowie § 42 b Handwerksordnung (HwO) 
Lehrer in Berlin 
Vollzeitbeschäftigte Lehrer sind mit voller Pflichtstundenzahl (Pflichtstunden = Unterrichtsstunden + 
Anrechnungsstunden + Ermäßigungsstunden) im Rahmen der Schule tätig. Teilzeitbeschäftigte Lehrer 
sind Lehrer, deren Pflichtstundenzahl bis zu 50 % ermäßigt worden ist. Stundenweise beschäftigte Leh 
rer sind Lehrer mit in der Regel weniger als 50 % der Pflichtslunden eines vollzeitbeschäftigten Lehrers 
Hochschulwesen 
Hochschulen; Alle nach Landesrecht anerkannten Hochschulen unabhängig von der Trägerschaft. 
Studenten: ln einem Fachstudium immatrikulierte Personen ohne Beurlaubte, Neben- und Gasthörer 
sowie ohne Studenten an Vorstudieneinrichtungen (Studienkolleg. Deutschkurse). 
Studienanfänger: Studenten, die an einer Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland im ersten 
Hochschulsemester eingeschrieben sind.
	        
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