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Full text: Statistisches Jahrbuch (Public Domain) Issue 1983 (Rights reserved)

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IV. Unterricht, Bildung und Kultur 
Schuten der beruflichen Aue- und Fortbildung 
Fachoberschulen vermitteln die für das Studium an einer Fachhochschule erforderliche Bildung (Fach 
hochschulreife). Voraussetzung für die Aufnahme in einer Fachoberschule ist der Realschulabschluß 
bzw. eine gleichwertige Schulbildung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, sofern ein Haupt 
schulabschluß bzw. eine gleichwertige Schulbildung vorliegt. 
Berufsschulen sind Oberschulen in erster Linie für Jugendliche in einem beruflichen Ausbildungsverhält 
nis. Sie vermitteln allgemeine und fachliche Fähigkeiten zur Ergänzung oder Vertiefung der im Betrieb 
erworbenen Kenntnisse. In der Regel erfolgt der Unterricht im dualen System in Teilzeitform oder als 
Blockunterricht in zusammenhängenden Abschnitten. Zunehmend wird er auch im 11. Schuljahr für Ar 
beitslose in Vollzeitform sowie im 10. Schuljahr in berufsvorbereitenden Lehrgängen durchgeführt. 
Berufsfachschulen sind Oberschulen mit Vollzeitunterricht von mindestens einjähriger Dauer, für deren 
Besuch keine Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorausgesetzt wird. Berufsfachschulen übernehmen 
die Berufsausbildung der Jugendlichen für die ganze oder einen Teil der Ausbildungszeit. Sie vermitteln 
die für den gewählten Beruf erforderlichen praktischen Fertigkeiten und theoretischen Kenntnisse und 
erweitern die Allgemeinbildung. 
Fachschulen dienen einer vertieften beruflichen Aus- und Weiterbildung und setzen den Abschluß einer 
Berufsausbildung, eine praktische Berufstätigkeit sowie den Hauptschulabschluß oder eine gleichwertige 
Schulbildung voraus. 
Berufsfeldbezogene Oberstufenzentren fassen Berufs-, Berufsfach- und Fachoberschulen sowie die 
gymnasiale Oberstufe mit einem berufsfeldorientierten Bildungsangebot und teilweise Fachschulen unter 
einer gemeinsamen Schulleitung organisatorisch zusammen und bieten nach dem Zuordnungskriterium 
"Berufsfeld" bzw. "Berufsfeldschwerpunkt" berufsbefähigende, berufsqualifizierende, studienbefähi 
gende und doppelqualifizierende Bildungsgänge. 
Vollzeitbeschäftigte Lehrer sind mit voller Pflichtstundenzahl (Pflichtstunden = Unterrichtsstunden + An 
rechnungsstunden + Ermäßigungsstunden) im Rahmen der Schule tätig. Teilzertbeschäftigte Lehrer sind 
Lehrer, deren Pflichtstundenzahl bis zu 50 % ermäßigt worden ist. Stundenweise beschäftigte Lehrer 
sind Lehrer mit in der Regel weniger als 50 % der Pflichtstunden eines vollzeitbeschäftigten Lehrers. 
Hochschulen 
Als Hochschulen werden die nach Landesrecht anerkannten Hochschulen nachgewiesen. Zu ihnen ge 
hören die Universitäten, die Kirchliche Hochschule, die Hochschule der Künste und die Fachhoch 
schulen. 
Die Studentenzahlen stammen erstmalig aus der Individualerhebung über Studenten. 
Die Prüfungen werden aufgrund einer Individualbefragung der Prüfungskandidaten bei den akade 
mischen, staatlichen und kirchlichen Prüfungsämtern erfaßt. 
Die Angaben über das wissenschaftliche und künstlerische Personal an den Hochschulen werden im 
Rahmen der Kleinen Hochschulstatistik gemeldet und basieren auf den Verwaltungsunterlagen der 
Hochschulen. Die Amts- und Dienstbezeichnungen wurden durch die neuen Bezeichnungen des Berli 
ner Hochschulgesetzes von 1978 ersetzt. Außerdem werden ab Berichtsjahr 1981/82 nicht nur die Lehr 
personen wie bisher sondern das gesamte wissenschaftliche und künstlerische Personal einschließlich 
des aus Mitteln Dritter finanzierten Personals nachgewiesen.
	        
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