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Full text: Statistisches Jahrbuch (Public Domain) Issue 1983 (Rights reserved)

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I. Gebiet und Bevölkerung 
Haushaltstypen: Ausgehend von dem Grad der durch Verwandtschaft und Verschwägerung bestehen 
den Beziehungen zwischen den Haushaltsmitgliedern, wurden folgende Haushaitstypen gebildet; 
A 1 = Haushalte, die nur aus Ehepaaren ohne Kinder bestehen 
A2 = Haushalte, die aus einer Elterngeneration und ledigen Kindern ohne Enkel bestehen 
A 3 = Haushalte, die aus der Elterngeneration und verheirateten Kindern (ohne Enkel sowie evtl, un 
verheirateten Kindern ohne Enkel) bestehen 
A 4 = Haushalte, die aus der Großeltern-, Eltern-, Kinder- und evtl. Enkelgeneration bestehen 
B 1 = Haushalte der Typen A 1 bis A 4, in denen außerdem noch andere verwandte oder verschwä 
gerte Personen leben 
B 2 = Haushalte, in denen nur nicht in gerader Linie miteinander verwandte und/oder verschwägerte 
Personen leben 
C 1 = Haushalte der Typen A 1 tos A 4 und B 1, in denen noch familienfremde Personen, z.B. Hausge 
hilfinnen, leben 
C 2 = Haushalte des Typs B 2, in denen noch familienfremde Personen leben 
D = Haushalte, die nur aus Personen bestehen, die weder miteinander verwandt noch verschwägert 
sind, z.B. wenn zwei pensionierte Lehrerinnen, die nicht miteinander verwandt sind, einen Haus 
halt führen. 
Überwiegender Lebensunterhalt: Für jede Person wurde die Quelle des überwiegenden Lebensun 
terhaltes ermittelt. Die überwiegenden Unterhaltsquellen sind wie folgt zusammengefaßt worden; 
a) Eigene Erwerbstätigkeit, Arbeitslosengeld, -hilfe 
b) Eigene Rente, Pensionen, Sozialhilfe und sonstige Unterstützungen, eigenes Vermögen (Hierzu gehö 
ren Personen, die überwiegend von Sozialversicherungsrente einschl. Witwen- und Waisenrente, son 
stigen öffentlichen Rentenleistungen, wie Unfallrente usw., Beamtenruhegehalt einschl. Witwen- und 
Waisengeld, Rentenzahlungen aus dem Ausland, Leistungen aufgrund des Bundessozialhilfegeset 
zes. Unterhaltszahlungen des geschiedenen Ehemannes. Stipendien, privaten Zahlungen, wie be 
triebliche Pensionen sowie die Altersversorgung der freien Berufe, Erträgen aus eigenem Vermögen, 
Einkommen aus Vermietung oder Verpachtung, Altenteil, leben.) 
c) Unterhalt durch Angehörige (z.B. Ettern. Ehemann). 
Da lediglich die überwiegende Unterhaltsquelle festgestellt wurde, ist es möglich, daß neben der nachge 
wiesenen noch andere Bestehen. Es kommt beispielswiese vor, daß Personen mit überwiegendem Le 
bensunterhalt durch Rente noch eine Erwerbstätigkeit ausüben. 
Beteiligung am Erwerbsleben: Nach ihrer Beteiligung am Erwerbsleben gliedert sich die Bevölkerung 
in Erwerbs- und Nichterwerbspersonen, wobei die Erwerbspersonen nach Erwerbstätigen und Erwerbs 
losen unterschieden werden. Eine Erwerbstätigkeit liegt vor, wenn eine Person in einem Arbeitsverhältnis 
steht oder selbständig ein Gewerbe, einen freien Beruf oder eine Landwirtschaft betreibt. Als Erwerbstäti 
ge gelten auch die sogenannten Mithelfenden Familienangehörigen, die im Betrieb eines Haushalts 
oder Familienmitgliedes arbeiten, ohne daß sie dafür besonders entlohnt werden und ohne daß dafür 
ein besonderes Arbeitsverhältnis besteht. Dauer und Regelmäßigkeit spielen bei der Frage, wann tone 
Erwerbstätigkeit vorliegt, keine Rolle. Auch Aushilfstätigkeiten, die regelmäßig oder unregelmäßig etwa 
am Wochenende und nur stundenweise ausgeübt werden, gelten als Erwerbstätigkeit. Erwerbslose 
sind einmal solche Personen, die normalerweise erwerbstätig und nur vorübergehend aus dem Erwerbs 
leben ausgeschieden sind, zum anderen Personen, die normalerweise keinem Erwerb nachgehen, z.B. 
Hausfrauen und Rentner, sich aber gegenwärtig um tone Arbeitsstelle bemühen. Nichterwerbsper- 
sonen sind Personen, die keinem Erwerb nachgehen und sich auch nicht um eine Arbeitsstelle 
bemühen. 
Wirtschaftliche Gliederung: 
Die wirtschaftliche Gliederung bezieht sich auf den Betrieb, in dem der Erwerbstätige beschäftigt ist. 
Umfaßt der Betrieb mehrere Aufgabengebiete (z.B. Autoreparaturwerkstätte und Handel mit Kraftfahr 
zeugen und Ersatzteilen), so ist das überwiegende Betätigungsfeld des Betriebes als Ganzes (wirtschaftli 
cher Schwerpunkt) und nicht etwa tone Abteilung innerhalb des Betriebes maßgeblich.
	        
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