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Volltext : Die Königliche Hochschule für Musik zu Berlin / Langhans, Friedrich Wilhelm (Public Domain)

56 jiihrige Cursus der Hoch~:~chule reichlich Gelegenheit - dann ist es die Pflicht der Anstalt, ihre Zögliche mit der gesamm- ten Geistesarbeit der Zeitgenossen, sowie mit den auf dem Gebiete der Technik errungenen Fortschritten bekannt zu machen, selbst wenn deren bleibender \\-crth noch nicht festgestellt wäre. Individuelle Geschmacks- und :Meinungs- verschiedenheiten werden niemals aufhören, sich auch im Leben der mu:oikalischen Hochschule bemerkbar zu machen und mehr oder minder hciisamc Reibungen hervorzurufen. Umsomehr aber sollte sie es als eine ihrer wichtigsten Be- stimmungen erkennen, iür die :Mitarbeiter an der musikalischen Entwickelung unserer Stadt einen Y ereinigungspunkt zu bil- den, einen neutralen Boden zur friedlichen Bethätigung ursprünglich sich ab;,tossenrler Kriifte, wie ein solcher im berliner l.lusiklcben bisher schmerzlich vermisst wurde. Und es sei mir schliesslich gestattet, noch einmal Robert Sehnmann zu eitiren, der ja ein stets offenes Herz fli.r alles :Menschliche besass, und dessen, durch eine besonders gelungene Leipziger :Musikauftührnng int~pirirten 'Vortc mir die humani- tarische l~edeutung unserer zukünftigen Hochschule so recht vor die Augen führen: "Wie herrli<'h stand da die Kunst i.i.ber deu iiussereu und inneren Spaltungen, die an einem Orte, wo sich so viele bedeutende Naturen durchkreuzen, freilich nicht ausbleiben können - und ri.icktc Alles versöhnend aneinander." • • •
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