REIFE
ı 839—_ 1847
BEGINN DER SCHLACHT VON LOWOSITZ. PANDUREN UND DRAGONER
aa ®@ AUS „KUGLER. GESCHICHTE FRIEDRICHS DES GROSSEN“ a a
der Künstler war vor dem damaligen bürgerlichen Rechte noch nicht dispositionsfähig.
Neben dem minderjährigen, seit Jahren freilich schon als Ernährer seiner Familie schaffenden
Jüngling mußte deshalb der Vormund den Kontrakt mitunterschreiben.
Menzel ergriff die Aufgabe mit der ihm eigenen Gründlichkeit. Im Juli 1842, gerade
drei Jahre nach Unterzeichnung des Vertrages wurden die letzten Stöcke abgeliefert. Kontraktlich
waren vierhundert vom Künstler beliebig zu wählende bildliche Beigaben ausbedungen;
tatsächlich ist eine ungleich größere Zahl geschaffen worden, wenn man die vielen verfehlten
Versuche und die verdorbenen oder vom Künstler verworfenen Holzstöcke mitrechnet. Und
welche Summe von Fleiß wurde auf die Vorstudien verwendet! Galt es doch geradezu, die
Voraussetzungen für eine solche Arbeit nach jeder Richtung hin neu zu schaffen. Der
Künstler hatte sich die Zeit, welche er schildern sollte, erst selbst zum geistigen Eigentum
zu machen, hatte sich selbst in die Technik der zeichnerischen Behandlung der Holzstöcke
einzuleben und seine artistischen Interpreten, die Holzschneider, heranzubilden. Denn
nirgends in Deutschland waren bisher Anforderungen an die Xylographen gestellt worden, wie
Menzel es tat. So konnte erst nach unsäglichen Mühen das schließliche Resultat erreicht
werden. Das aber, was so geleistet worden, macht das Friedrichsbuch auch in der Geschichte
des Buchgewerbes in Deutschland zu einer epochebildenden Erscheinung.
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DIE BILDERGALERIE ZU SANSSOQOUCI