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Volltext : Statistisches Jahrbuch der Stadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 30.1905 (Public Domain)

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Kalbfleisch:
Keule  13.4
Brust  17.6
Bauch  19.4

Schweinefleisch:
Eücken  25.e
Schinken  23.2
Bauch  28.i
Speck  22.7

Der  Preisrückgang  der  Kinder,  Kälber  und  Schafe  im  Anfang  des
Jahres  hatte  für  die  verschiedenen  Fleischarten  die  Folge,  daß  ihre
Preise  in  den  ersten  Monaten  des  Jahres  wenigstens  nicht  stiegen,
sondern  sich  meistens  auf  gleicher  Höhe  hielten.  Beim  Schweinefleisch
trat  jedoch  wie  bei  den  Schweinen  bereits  in  den  ersten  Monaten  eine
Steigerung  ein.  Mit  Mai  beginnt  die  allgemeine  Verteuerung,  die  sich
bis  zum  September  (beim  Hammelfleisch  bis  zum  August)  in  erheblichem
Umfange  erhielt,  von  da  an  ist  die  Steigerung  nur  gering  oder  doch
in  den  Ziffern  nicht  deutlich  erkennbar.  Bemerkenswert  ist  die  Gleichartigkeit ­
  der  Preisbewegung,  die  Abnahme  des  Preises  im  Dezember
bei  Vieh  und  Fleisch.

d.  Verkehr,

Die  Zahl  der  Straßenbahnlinien  betrug  am  Ende  des  Jahres
1905  91  (1904  81),  von  denen  67  (57)  auf  die  Große  Berliner  Straßenbahn ­
  entfielen.  Befördert  wurden  auf  sämtlichen  Linien  419.s  Millionen
Personen  gegen  394.i  Millionen  im  Jahre  1904.  An  diesem  Verkehr
war  die  Große  Berliner  Straßenbahn  mit  350.6  Millionen  oder  83.6  Pz.
beteiligt.  Der  verkehrreichste  Tag  dieser  Gesellschaft  war  der  7.  Mai
mit  1115034  Fahrgästen,  der  verkehrärmste  der  20.  Januar  mit  659501
Personen.
Die  Entwickelung  des  Verkehrs  auf  den  Straßenbahnen  im  letzten
Jahrzehnt  ergibt  sich  aus  den  folgenden  Zahlen.
Es  wurden  befördert  Millionen  Personen:
1896  1897  1898  1899  1900  1901  1902  1903  1904  1905
190.7  197.7  217.7  244.o  280.3  331.8  344.o  367.a  394.i  419.3
Das  Jahr  1905  zeigt  somit  gegen  1896  eine  Zunahme  von  228.s
Millionen  oder  119.9  Pz.  Die  verkehrfördernde  Wirkung  der  Einführung ­
  des  10  Pf.-Tarifs  und  des  elektrischen  Betriebes  geht  aus  der
sehr  starken  Steigerung  in  den  Jahren  1900  und  1901  deutlich  hervor.
Die  Betriebslänge  aller  Straßenbahnen  betrug  357.7  km,  die  Gleislänge ­
  750.83  km;  in  gerader  Linie  würden  die  Gleise  bis  zur  russischen
Grenze  bei  Eydtkuhnen,  im  Westen  bis  nach  Namur  reichen.
Die  Zahl  der  Beamten  und  Arbeiter  betrug  9667,  die  der  Wagen
3065.  Das  Anlagekapital  ausschl.  der  mit  der  Hoch-  und  Untergrundbahn ­
  verbundenen  Linie  Warschauer  Brücke—Viehhof  174.ie  Millionen  M.
An  Dividenden  wurde  für  1905  verteilt  von  der  Großen  Berliner
Straßenbahn  7*/ 4  Pz.,  von  der  Berlin-Charlottenburger  2  Pz.,  von  der
            
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