Oeffentlichc Lasten und Rechte.
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Legen wir für die Berechnung des Gesammt-Einkommens der Bevölkerung
im Anschluß an die bisherigen Zahlen die früheren Annahmen zu Grunde, wie sie
Jahrg. IV S. 204/5 bezeichnet sind, so ergiebt sich ein Gesammtbetrag des geschätzten
Steueraufkommens von 680 789 000 je, so daß seit dem Jahresschluß 1869 das
geschätzte Jahres-Einkommcn pro Kopf der Bevölkerung 505.7, 504.o, 519.?, 570.4,
600.0, (1874:) 626.8, 617.5, 595.1. 579.8, 555.«, 540.«, 525.8, 499.«, 534.» und
555.2 Jt betragen hätte.*) Die Zahl der für 1884/85 veranlagten Steuerpflichtigen
hat um 15 595, also um 3.97 Pc. zugenommen, während die Zunahme der
Bevölkerung nur 3.o7 Pc. beträgt. Die einzelnen Stufen der Classenstener hatten
eine Zu- bcz. Abnahme von + 2m, + 6.7«, + 2.62, + 4.ot, — 2.33, — O.25, + 2m,
+ 3.72, + 5.0«, + 0.69, + 2.23, + 4.97 Pc. Die Zunahme der Einkommensteuerpflichtigen
beträgt 8.4« Pc.; sie ist besonders stark: in der fünften Stufe (mit 13.« Pc.),
in der zwanzigsten (I4.i), zweiten (14.8), siebzehnten (15.9), dreizehnten (18.e), dreinnddreißigsten
(25.o), fünfundzwanzigsten (30.o), cinundzwanzigsten (46.4) und einigen
höheren Stufe», wogegen in einigen anderen Stufen die Zahl der Eingeschätzten
abgenommen hat.
Die Mittheilung der Zahl der in die einzelnen Stufen Eingeschätzten nach
Standesamtsbezirken, so ivie die hierauf beruhende Ermittelung des geschätzten Einkommens
in denselben mußte für 1884/85 ausfallen, weil die betreffenden Zahlen
imr für die Classensteuer, nicht aber für die Einkommensteuer vorlagen; unter
diesen Verhältnissen mußte auch die Ermittelung des geschätzten Einkommens nach
Stadtbezirken fortfallen (für das Jahr 1882/83 s. S. 308/312 des Jahrganges IX).
Die Auszählungen der zur Steuer Eingeschätzten nach Berufsclassen sind — wegen
starker anderweiter Inanspruchnahme des Statistischen Amtes — nicht fortgesetzt
worden.
2. Veränderungen im Stcuersoll pro 1883/84.
In dem Steuercinziehungs-Soll für das Jahr 1882/83 find durch die bei
de» betreffenden Behörden nachgewiesenen Ab- nnd Zugänge folgende Veränderungen
entstanden.
Classensteuer:
(Ang. der ftädt. Steuerverw.)
Steuereinziehungssoll . . . M
davon niedergeschlagen. . -
verbliebene Reste -
Jstaufkommen (incl. Reste) -
darauf in Folge Reclamation
zurückgezahlt. . . -
Außerdem gehen von der eingegangenen Summe noch 6 Pc. Hebegebühren ab.
1879/80 1880/81 1881/82
3600580 3418628 2529683
443899 377466 234407
12018 10055
3029144 2285221
17569
3139112
1882/83
2143185
,70302
11633
1883/84
1879382
76267
12631
1961250 1790483
54314 38937
in dem Bericht nicht angegeben.
Für die Einkommensteuer sind die folgenden Nachrichten in gleicher Weise wie
für die früheren Jahre von Seiten der Königlichen Direction der directen Steuern
ermittelt und dem diesseitigen Amt mitgetheilt worden.
*) Es ist wiederholt darauf hinzuweisen, daß eine Vergleichung der Berliner Einschätzungen
für die Classen- und Einkommensteuer von Jahr zu Jahr zwar aus die Bewegung
der der Schätzung zu Grunde liegenden EinnahmeverhälMisse einen gewissen Schluß zuläßt,
insofern man die Tendenz zur Erhöhung oder Ermäßigung als dieser Bewegung selbst
entsprechend voraussetzt, daß indeß das geschätzte Quantum selbst bedeutend hinter der
wirklichen Einnahme zurücksteht, auch wenn man, wie hier geschehen, nicht das Minimum
der Steuerstusen, sondern einen höher» Satz zu Grunde legt und ein Pauschquantum für
die nicht Eingeschätzten hinzusetzt; zu einem Vergleich mit den Verhältnissen, welche sich für
andere Städte nach dortiger Einschätzung ergeben, ist das hier gewonnene Resultat dagegen
nicht brauchbar, am allerwenigsten zum Vergleich mit der Einschätzung in Staaten
mit abweichender Gesetzgebung, wie Sachsen, Bayern, Würtemberg, Baden, wo der Besteuerung
eine Declaration zu Grunde liegt, welche natürlich dem wirklichen Stande sich
weit mehr annähernde Ergebnisse liefert.