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Periodical volume Steuer-Verhältnisse

Full text: Berliner statistisches Jahrbuch Issue 1854

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Städtische Hundesteuer. 
Die Gesammt-Einnahme betrug pro 1854 21411 Thlr. 24 Sgr. Es ist 
hier eine bedeutende Verminderung gegen die vorhergehenden Jahre einge 
treten, da im Jahre 1852 die Einnahme 25505 Thlr. und im Jahre 1853 
25300 Thlr. betragen hatte. Der Grund ist in der Verminderung der Zahl 
der Hunde zu suchen, welche durch den im Juli des Jahres 1853 erfolgten 
Erlass einer Polizei-Verordnung, wonach die Hunde mit Maulkörben versehen 
sein sollen, herbeigefuhrt worden ist. 
Von der Hundesteuer eximirt waren: 
im Jahre 1852 1853 1854 
1) Kettenhunde 1294 1432 1325 
2) Zughunde 106 125 151 
3) Schlächterhunde ......... 208 216 177 
4) Hunde, d. Gesandsch. angehörig 51 22 26 
5) Wächterhunde — 6 6 
Summa . . . 1659 1801 1685 
Im Verhältniss zur Bevölkerung betrug die Hundesteuer durchschnitt 
lich auf Jeden Einwohner l 4 /io Sgr. 
Zweiundzwanzigstes Kapitel. 
Stadt-Haushalt. 
Wir entnehmen den von dem Magistrate veröffentlichten Berichten die 
nachstehenden Zusammenstellungen der Einnahmen und Ausgaben der Kom- 
munal-Verwaltung, sowie des Kämmerei-Schuldcn-Wesens aus dem Zeiträume 
von 1829 bis zum Jahre 1854. Es ist daraus ersichtlich, dass die Einnah 
men, welche im Jahre 1829 auf ungefähr 810000 Thlr. sich beliefen, sich 
bis zum Jahre 1849 auf 3740000 Thlr. steigerten, in den nächst folgenden 
Jahren sich verringert haben und im Jahre 1854 2459663 Thlr. betrugen. 
Die Mehr-Einnahme der Jahre 1848 und 1849 haben hauptsächlich durch 
höhere Besteuerung der Einwohner erzielt werden müssen. 
Die Ausgaben betrugen 1829 circa 772000 Thlr., wuchsen in den Jah 
ren 1848 und 1849 bis auf resp. 3000000 und 3500000 Thlr. und haben im 
Jahre 1854 2312439 Thlr. betragen. Die grösste Steigerung, besonders in 
den letzten Jahren, betrifft die Polizei- und Gerichts-Verwaltung und die 
kirchlichen Angelegenheiten. Bei der Annen-Verwaltung hat mit dem Jahre 
1847 eine grosse Steigerung stattgefunden, seit jenem Jahre sind diese 
Ausgaben nicht wesentlich gesteigert worden. 
Der Schuldcnzustand, welcher übrigens durch das Kämmerei-Vermögen 
vollständig gedeckt wird und im Jahre 1829 4221468 Thlr. betrug, hat un 
geachtet der dauernden Erhöhung des Einnahme- und Ausgabe-Etat um 
nicht mehr als 636077 Thlr. zugenommen. 
Auf den Kopf der Bevölkerung kamen im Jahre 1854; 
durchschnittlich von den Einnahmen .... 5,8 Thlr. 
Ausgaben 5,3 
Schulden 19
        
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