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Periodical volume Steuer-Verhältnisse

Full text: Berliner statistisches Jahrbuch Issue 1854

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Die Netto-Einnahme der Mahl- und Schlachtsteuer betrug 102181 Thlr. 
mehr, als im Jahre 1853; hiervon deutet aber nur ein Theil auf stärkere 
Konsumtion, da G4G97 Thlr. Mehr-Einnahme durch Steuer-Erhöhung veran 
lasst sind. Die stärkere Konsumtion bezieht sich indess nur auf die Mahl- 
stcuer-Gegenstände, nicht auf das Fleisch; bei jenen betrug der Steuerertrag 
16514 Thlr. mehr; bei letzterem 14332 Thlr. weniger, als im Jahre 1853. 
Die Bevölkerung verzehrte, in Folge der hohen Fleischpreise und minderer 
Wohlhabenheit, im Jahre 1854 weniger Fleisch, als im Jahre 1853. 
Auf den Kopf der Bevölkerung kam durchschnittlich 2 7 /lo Thlr. Mahl- 
und Schlachtsteuer. 
Wildpretsteuer. 
Die Brutto-Einnahme der Wildpretsteuer betrug im Jahre 1854 
10364 Thlr. 1 Sgr. 9 Pf. 
Eestituirt sind 11 - 5 - — - 
Mithin Netto-Einnahme .... . . . 10352 Thlr. 26 Sgr. 9 Pf., 
welche nach Abzug von 5 püt. Yerwaltungskosten an die Haupt-Armen 
kasse abgeliefert sind. 
- Der Ertr ag übersteigt die Einnahme pro 1853 um 417 Thlr. Auf jeden 
Kopf der Bevölkerung betrug die Steuer 0 7 /io Sgr. 
Städtische Steuer-Erhebung an Einzugsgeldem etc. 
An Einzugsgeld, Hausstands- und Hausstands-Ergänzungssteuer sind im 
Jahre 1854 eingekommen: 
1) Einzugsgeld 53253 Thlr. 18 Sgr. 11 Pf. 
2) Hausstandsstcuer 25710 - 29 - 11 - 
3) Hausstands - Ergänzuugs- 
steuerweg.Gewerbobetricb 5G17 - 29 - 3 - 
4) Hausstands - Ergänzungs 
steuer wegen Grundbesitz 3366 - 15 - — - 
Summa . . 87949 Thlr. 3 Sgr. 1 Pf. 
Die Summe dieser Steuern betrug 2693 Thlr. weniger als im Jahre 
1853, wogegen im Einzelnen namentlich die Einzugsgelder 814 Thlr. mehr, 
die Hausstandssteuem 11433 Thlr. weniger, die Hausstands - Ergänzungs- 
Steuern wegen Gewerbebetriebes 5251 Thlr. mehr und die Hausstands-Er- 
gänzungssteuem wegen Grundbesitzes 3062 Thlr. mehr, als im Jahre 1853 
betrugen. Der Rest der Mehreinnahme des Jahres 1863 war durch 804 Thlr. 
rückständiges Bürgergeld aufgekommen. 
Am auffallendsten ist hier die Abnahme der Hausstandssteuern, welche 
man als die Folge der, durch die Zeitverhältnisse bedingten, grösseren Schwie 
rigkeit der Begründung eines eigenen Hausstandes ansehen muss. 
Auf jeden Kopf der Bevölkerung betrug die Steuer durchschnittlich 
ß w io Sgr,
        
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