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Periodical volume Wohlthätigkeits-Anstalten

Full text: Berliner statistisches Jahrbuch Issue 1854

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Das Kapital-Vermögen belief sich mit Einschluss eines zur Zeit noch 
als Darlehn zu betrachtenden, jedoch wahrscheinlich der Anstalt als Eigen 
thum verbleibenden Kapitales von 5000 Thlr. am Jahresschluss 1854 auf 
8350 Thlr., wogegen es ult. Dec. 1853 nur 2250 Thlr. betragen hatte. 
15. Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke und des 
Ackerbaues unter den Juden im Preuss. Staate. 
Die Gesellschaft, welche für Unterbringung und Ausbildung junger Ju 
den bei Handwerksmeistern Sorge trägt, besasa im Jahre 1854 ein Vermö 
gen von mehr als 24000 Thlr. und hatte in diesem Jahre eine Einnahme 
von 3505 Thlr. 9 Sgr. 9 Pf. und eine Ausgabe von 3366 Thlr. 18 Sgr. 9 Pf. 
16. Verein zur Fürsorge für entlassene Gefangene. 
Am 31. December 1853 blieb unter Aufsicht und Leitung des Vereines 
ein 1 instand von 30 Mann. 
Im Laufe des Jahres 1854 wurden in die Vereins - Schlaf 
stellen aufgenommen ■ ■ 98 
zusammen 128 Mann. 
Hiervon haben sich heimlich entfernt oder sind wieder ge 
fänglich eingezogen 57 
Aus Berlin gingen 8 
Ein Unterkommen fanden 8 
Wegen schlechter Führung mussten verwiesen werden 13 
Wegen Krankheit zur Charite kamen 6 
Es starben ausserdem 2 
zusammen 94 Mann. 
sonach blieben in Bestand am 1. Januar 1855 TT 34 'Mann. 
Von den aufgenommenen 128 Individuen arbeiteten theils längere, theils 
kürzere Zeit in der Rettungsanstalt des Vereins 23 Mann, welche einen Ge- 
sammtverdienst von 780 Thlr. 5 Sgr. hatten. 
17. Magdalenen - Anstalt. 
ln der von einem wohlthätigen Vereine gestifteten und geleiteten An 
stalt zur Besserung sittlich verderbter Frauenzimmer betrug am Jahres 
schlüsse 1853 der Bestand 34, der Zugang im Jahre 1854 52, der Abgang 
ebenfalls 52 und blieb somit am Jahresschlüsse 1854 ein Bestand von 34 
weiblichen Personen. 
üeber die erzielten Resultate der Anstalt ist Nichts bekannt geworden. 
Diese Anstalt sowohl wie der Verein zur Fürsorge für entlassene Ge 
fangene erfreuen sich einer Unterstützung seitens des Staates.
        
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