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Periodical volume Wohlthätigkeits-Anstalten

Full text: Berliner statistisches Jahrbuch Issue 1854

136 — 
i) 
Einnahme. 
Bestand von 1853 (incl. eines Darlehnes 
von 50 Thlrn.) 88 Thlr. 12 Sgr. 
Einmalige Beiträge . . 219 Thlr. 10 Sgr. 
Jährliche Beiträge der 
Vereinsmitglieder . 393 - — - 
612 - 10 - 
Kostgelder 102 - 8 - 
Verschiedene andere Einnahmen . . . ■ . 12 - 2 - 
Summa . . . 815 Thlr. 2 Sgr. 
3 Pf. 
3 Pf 
2) Ausgabe. 
Unterhaltung der Pflegekinder, des Dienst- 
personales und der Wirthschaft .... 345 Thlr. 
Utensilien (Betten etc.) 24 
Micthe, Heizung und Erleuchtung .... 232 
Schreibmaterialien, Drucksachen etc. ... 14 
Botenlohn 49 
Lohn des Dienstpersonales 89 
Verschiedene andere Ausgaben . . . . . . 51 
Summa 
8 Sgr. 
22 - 
23 - 
17 - 
16 - 
25 - 
2 - 
5 Pf. 
6 
5 
7 
2 
. 807 Thlr. 25 Sgr. 1 Pf. 
bleibt Bestand . . . . . 7 Thlr. 7 Sgr. 2 Pf 
Erwägt man, dass auch in dieser Anstalt die Zahl der Tagspfleglinge 
nicht gross war, und dass der Verein sich veranlasst gesehen hat, auch 
Kinder in ganze Pflege aufzunehmen, so bestätigt sich die Annahme, dass 
für die eigentlichen Krippen, wie sie von Frankreich her in Deutschland 
bekannt geworden sind, geringes Bedlirfniss ist, und jedenfalls darf man 
auf bessere Zustände schliessen, wenn die Mutter im Stande ist, ihren Säug 
ling selbst zu pflegen. Aber den bisherigen Erfahrungen gegenüber ist auch 
das nicht zu übersehen, dass die beiden gedachten Krippen Stadttheilen ange 
hören, in denen gerade verhältnissmässig -wenige Tagelöhner wohnen, und es 
ist wohl möglich, dass in anderen Stadtgegenden die Errichtung von Krip 
pen einem dort wirklich vorhandenen Bedürfnisse begegnete. 
Der Anfsichtsvercin für Haltekinder. 
Von grösserer Bedeutung ist die in Berlin geübte Fürsorge für die so 
genannten Haltekinder, welche der Aufsichtsverein für Haltekinder über 
nommen hat. Hier handelt cs sich um Ueberwachung von Kindern in den 
ersten Lebensjahren, welche, in der Regel wegen unehelicher Geburt, von 
der Mutter bei Anderen in Pflege gegeben werden. Die Aufnahme solcher 
Haltekinder ist in Berlin an eine polizeiliche Concession geknüpft, und wird 
bei Ertheilung dieser Concessionen der Bericht des Aufsichtsvereins erfordert. 
üeber die Wirksamkeit dieses Vereins im Jahre 1854 ergibt sich aus 
dem von dom Vorstande an das Polizei-Präsidium erstatteten Berichte 
Folgendes; 
Es besassen ult. 1853 Concessionen zur Aufnahme von 
Haltckindcm 3003 Personen. 
Dazu erhielten im Jahre 1854 neue Concessionen .... 999 
Davon sind ausgeschieden: 
Summa 
4002 Personen.
        
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