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Full text: Berliner statistisches Jahrbuch Issue 1854

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Märkte. 
Die Zahl der Wochenmärkte hat sich im Jahre 1854 um Einen ver 
mehrt, so dass Berlin im Ganzen 14 Wochenmärkte hatte. Die Zahl der 
Verkäufer hat sich um etwa 500 vermehrt. 
Der Wollmarkt war von geringerem Belange als im Jahre 1863; es be 
fanden sich 97,574 Ctr. 14 */s Pfd. auf dem Markte, 4870 Ctr. 45'/2 Pfd. we 
niger, als im Jahre 1853. Der Grund soll theils in der grösseren Sterblich 
keit der Schafe, theils in der Gränzsperre des Königreichs Polen gele 
gen haben. 
Die Ein- und Ausfuhr und der Verbleib an Lebensmitteln ist bereits 
oben besprochen worden. 
Dreizehntes Kapitel. 
Geld-Institute. 
Die Geld-Institute geben, je nach ihrer eigenthümlichen Tendenz einen 
Maassstab ebensowohl für den Umfang des Handels und der Industrie, 
wie für die Wohlhabenheit oder für die Bedürftigkeit der Einwohner. Die 
Grösse des Geldumsatzes der Banken steht in directem Verhältnisse zur 
Grösse des kaufmännischen Verkehres. Eenten-Versicherungs-Anstalten und 
Sparkassen sind Gradmesser des Wohlstandes und zwar die ersteren für die 
höheren Schichten, die letzteren für die niedrigeren Schichten der Bevölke 
rung. Pfandleihanstalten bekunden den Nothstand. Für den letzteren gibt 
auch der Umfang der Darlehnsvereine einen Maassstab; da diese aber zins 
freie Darlehne an bedürftige Gewerbetreibende geben, so darf man sie we 
niger den Geld-Instituten, als vielmehr den Wohlthätigkeits-Anstalten zu 
zählen, und soll dort ihre Wirksamkeit besprochen werden.
        
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