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Volume H. 11

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 23.1928 (Public Domain)

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eines deutschen Kraftwagenstraßennetzes als Hauptstraßenzüge 
vorgesehen, die durch Ausbau in Verbindung mit teilweisen Neu 
baustrecken zu einem einheitlichen Fernstraßennctz zur Be 
wältigung des großen Durchgangsverkehrs umgestaltet werden 
sollen; die übrigen Berliner Ausfallstraßen, hätten sich dann 
nach diesem Plan in erster Linie auf die Bewältigung des Vorort- 
und Nahverkehrs zu beschränken. 
Um einen ungefähren Überblick über den gegenwärtigen Um 
fang des Verkehrs auf den Berliner Ausfallstraßen zu gewinnen, 
hat das Verkehrsamt der Stadt Berlin im Laufe des Sommers 
1927 in der Zeit von 7 bis 20 Uhr an 80 Zählpunkten, die sich über 
das gesamte Berliner Gebiet erstreckten, Verkehrszählungen 
vorgenommen, die den Verkehr an Autos, Lastautos, Omnibussen, 
Fuhrwerken und Motorrädern erfaßtem 
Wie die Zählungen ergeben haben, Und wie das nachstehende 
Schaubild des Kraftwagen- und Fuhrwerkverkehrs 1 ) erkennen 
läßt, ist in der Nähe der eigentlichen Innenstadt eine außerordent 
lich starke Zusammenballung des Verkehrs Zu verzeichnen —- 
*) Die im Schaubild angegebenen Ziffern r—80 bezeichnen die Zähl 
punkte. Eine Einzelaufführung dieser Zählpunkte und der Zählungs 
ergebnisse ist hier aus Raumgründen nicht möglich. 
aber bereits in einer Entfernung von 15—20 km, vom Mittel 
punkte Berlins aus gerechnet (Rathaus), nimmt das Verkchrs- 
band stufenweise beträchtlich ab. So weisen die Ergebnisse der 
Zählungen an den äußersten Punkten (an der Peripherie) Ber 
lins insgesamt 24781 Fahrzeuge auf oder 38.5 v. H. des Ver 
kehrs der inneren Zählpunkte, wo 64 467 Fahrzeuge in beiden 
Richtungen gezählt wurden. Diese Ergebnisse lassen aber noch 
nicht den reinen Fernverkehr erkennen, da sie einen großen Teil 
des Orts- und Seitenverkehrs der Vororte enthalten; der eigent 
liche Überlandverkehr zwischen Berlin und den Nachbarstädten 
wie Magdeburg, Halle, Hamburg usw. stellt sich vielmehr nach 
Abzug des Nahverkehrs als ein Band dar, das noch wesentlich 
schmaler ist als das an den äußersten Zählpunkten. Bei dem 
Mangel an sonstigen Unterlagen geben die Ergebnisse der Ver 
kehrszählungen, die nach Vorschlag des Deutschen Straßenbau- 
Verbandes vom I. Oktober 1924 bis Ende September 1925 auf 
den deutschen Landstraßen durchgeführt wurden, ein wenig 
stens ungefähres Bild. 2 ) Danach weist von allen Provinzial 
straßen die Strecke Berlin—Brandenburg—(Magdeburg) den 
2 ) „Verkehrstechnik“ 1926, Heft 15-16. Wienecke „Zum Stande der 
Unterhaltung und Verwaltung der Brandenburger Provinzialstraßen“. 
Reiligensee 
37 Blankenfelde 
ifjermsdonj 
Buchholz 
Weijiensee 
I Neu-hohen- 
Tig schönhausen 
StrausbergerPI. 
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