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Volume H. 11

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 23.1928 (Public Domain)

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Abb. 18 / Heidelberg j Entwurf für die neue Neckar-Brücke und für die Gestaltung der anschließenden Bebauung / Architekt: Max Länger, Karlsruhe 
schlecht regierten Volksmenge, in der jeder 
tun und lassen kann, was ihm beliebt. Der 
Beschauer gewinnt den unangenehmen Ein 
druck von Unordnung und Willkür, er sieht 
ein Chaos, in dem keiner sich um den anderen 
kümmert, anstatt daß ihn das Harmonische 
eines Stadtteils erfreute, dessen Häuser im 
Bund mit der Natur als Ausdrucksmittel einer 
architektonischen Idee erscheinen. Es sollten 
bei den neuen großen Bergstraßen in Heidelberg 
keine Mittel gescheut werden, um große Zu 
sammenhänge von Gebäudegruppen zu schaffen 
und ruhige Wirkungen zu erzielen. Wenn aber 
mit den Straßen nur auf die vorhandenen Ge 
ländekurven Rücksicht genommen wird, so be 
kommt der blinde Zufall die Oberhand. Und 
dabei ist es nicht erwiesen, daß die Kosten 
derartiger Straßen billiger wären als Straßen, 
die sich aus einem großzügigen Bebauungsplan 
ergeben, wie er dem schönen Heidelberg ansteht. 
Wenn man den Blick auf das Heidelberger 
Schloß richtet, dann muß man sich staunend 
fragen: Was waren das für Menschen ? Woher 
haben sie die Willenskraft genommen, diese 
Riesenwerke von Stützmauern an das Schloß zu 
bauen, nur um einigen wenigen Gartenanlagen 
Raum zu geben ? — Mit diesem großen Frage 
zeichen und mit einem ebenso großen Gedanken 
strich will ich meine Ausführungen schließen. 
Professor Max Länger, Karlsruhe i.B. 
Abb. 20 / Heidelberg / Entwurf für die Bebauung des Neuenheimer und Handschuhsheimer 
Geländes / Gegenvorschlag zum Entwurf Abb. 16 / Architekt: Max Länger, Karlsruhe 
Abb. 20 / Heidelberg / Entwurf für die neue Neckar-Brücke und für die Gestaltung der anschließenden Bebauung / Architekt: Max Länger, Karlsruhe 
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