Path:
Volume H. 9

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 23.1928 (Public Domain)

222 
Abb. 23 / Bremen / Wettbewerb Ausstellungsgelände / Entwurf „Bremer Schlüssel", mit dem 
IV. Pr eise in Höhe von 4000 Mark ausgezeichnet j Architekt: Dipl.-lng.Wilh. Wortmann, Bremen 
Blick auf die Stadthalle 
Abb. 14 / Bremen / Wettbewerb Ausstellungs-Gelände / Entwurf „Bremer Schlüssel“, mit dem 
IV.Preise in Höhe von 4000 Mark ausgezeichnet / Architekt; Dipl.-lng. Wilh. Wortmann Bremen 
Vogelschau auf das Gesamtgelände 
Abb. 15 / Bremen / Wettbewerb Ausstellungs-Gelände / Entwurf „Das Bremer Wappen“, für 
2500 Mark angekauft / Architekten: Prof. Hummel, Darmstadt und Magistratsbaurat Rothe, Kassel 
Lageplan 
sehen Entwurfs, im gegebenen Rahmen 
ohne Schwierigkeiten denkbar. Wirklich 
fragwürdig erscheint aber hier, und noch 
mehr bei Fahrenkamp, die Bildung archi 
tektonischer Gruppen aus Baulichkeiten, 
die in ihrem inneren Wesen sich so voll 
ständig fremd sind, wie Großgarage, 
Hallenbad, Planetarium usw. Auch Distel 
(Abb. 21-28) benutzt den langgestreckten 
Garagenbau als dekorativen Hintergrund 
für das Planetarium. Das Preisgericht 
hat geglaubt, die Konzentration solcher 
Bauten lobend hervorheben zu müssen. 
Eher könnte man indessen hier den Vor 
wurf aussprechen, den das Preisgericht 
an anderer Stelle Fahrenkamp macht, 
nämlich ,,Die Verwendung dekorativer 
Mittel, die nicht immer vertretbar 
erscheinen“. 
Der Entwurf DistcPs „interessierte das 
Preisgericht besonders, weil er unter den 
cingegangenen Arbeiten der am besten 
geglückte Versuch ist, die Stadthalle mit 
dem Holler-See und dem Parkhaus in 
achsiale Beziehung zu bringen“, d. h. ein 
Versuch, das ganze Gelände achsial auf 
zuteilen und der Mittelachse des Hollcr- 
sces entscheidende Bedeutung zuzu- 
erkennen. „Er mußte jedoch infolge 
Opferung der nicht zu ersetzenden Grün 
anlage vor anderen Entwürfen, welche 
diese beibehaltcn haben, zurücktreten.“ 
Zwischen Stadthalle und Hollerallce gegen 
den See zu liegt — bei Distel wie bei 
dem zarter durchgebildeten Entwürfe von 
H. Gildemeister (Abb. 19) — der Konzert 
garten, und die den See begleitenden Alleen 
sind östlich fast bis zur Schlachthofstraße 
weitergeführt. Westlich werden sie bei 
beiden Entwürfen durch das eigentliche 
Ausstellungsgeländc und seine Bauten 
abgefangen. Die Ausbildung des Verkehrs 
platzes ist bei Hermann Gildemeister 
besser, weil er, ohne verkehrstechnisch 
schlechter zu sein, gegen die Bauten 
auf der Eisenbahnseite durch Planetarium 
und Baumreihen abgeschlossen ist und 
darum räumlicher wirkt. Der Ausstcllungs- 
platz dagegen ist im Entwurf DistePs weit 
überzeugender, ebenso die äußerst sorgsam 
durchgebildeten Vorschläge zur weiteren 
Aufteilung des Geländes. 
Aus der Fülle der interessanten ver 
kehrstechnischen Vorschläge des Ent 
wurfs DistePs sei auf den überzeugend 
erscheinenden Vorschlag zu einer Ver 
breiterung der Eisenbahnunterführung 
hingewiesen. 
Zum Entwürfe Scharoun-Breslau, der 
angekauft wurde, sagt das Preisgericht: 
„Da der Wettbewerb wenig Arbeiten 
zeigt, die Zielen nachgehen, in denen ein 
großes Wagnis liegt, interessiert das Preis 
gericht die Kühnheit, mit der sich der 
Verfasser solche Ziele steckt. Es sah dabei
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.