Path:
Volume H. 9

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 23.1928 (Public Domain)

215 
DIE JÜDISCHE ANSIEDLUNG IN PALÄSTINA 
VON JÜRGEN BRANDT, HAMBURG 
Die Engländer hatten schon ■während des Krieges in Palästina 
eine Eisenbahn von Ägypten nach Haifa und eine Reihe von neuen 
Straßen gebaut. Als sie 1922 die Mandatsherrschaft über Palästina 
übernahmen, setzten sie die Erschließung des Landes fort. Heute 
weist das früher fast straßen 
lose Land ein ausgezeichnetes 
Wegenetz mit einem lebhaften 
Autoverkehr auf, und der 
Ausbau der Eisenbahnen 
schreitet ständig fort. Die 
Sicherheit hat im ganzen 
Lande zugenommen, überall 
hin finden regelmäßige Post 
verbindungen statt, und man 
kann technische Fortschritte 
auf allen Gebieten beobachten. 
Zu diesem Aufschwung hat die starke jüdische Einwanderung 
viel beigetragen. Sie wird ermöglicht durch die Haltung Eng 
lands und der übrigen Westmächte, die ausdrücklich den An 
spruch der Juden auf Heimkehr und Ansiedlung in ihrer Heimat 
völkerrechtlich anerkannten. 
England als Mandatarmacht 
hat die Verpflichtung über 
nommen, die jüdische Einwan 
derung und den Erwerb des 
Staatsbürgerrechts durch die 
Einwanderer zu erleichtern, 
die hebräische Sprache neben 
der englischen und arabischen 
als gleichberechtigt anzuer 
kennen und die Juden an der 
Verwaltung Palästinas teil- 
Abb. 2 / nebenstehend / Haifa 
Seifen- und Ölfabrik 
Ahb. j und 4 / unten / Haifa 
Rutenberg-Elektrizitäl-Station 
und eine neue Straße
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.