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Volume H. 9

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 23.1928 (Public Domain)

jedoch stets unter Berücksichtigung der alten Baudenkmäler. 
An neuen Stadtvierteln sind vorgesehen: im Südosten, der durch 
die Hügel des Ronchi gegen Wind und Wetter geschützten Seite, 
ein neues Landhaus- und ein Sportviertel, im Süden die Er 
weiterung der Altstadt durch eine Bahnlinie, im Westen das 
Industrieviertel mit Industriehafen, im Nordwesten ein Arbeiter 
viertel und im Norden ein Siedlungsgelände für den Mittelstand. 
Auch in diesem Entwurf ist jedes Stadtviertel als selbständiger 
Organismus ausgebildet mit eigenem Zentrum, eigenem Markt, 
eigenen Schulen, Plätzen und öffentlichen Gartenanlagen. 
Im Gegensatz zu dem mit dem ersten Preise ausgezeichneten 
Entwurf, der das Stadtzentrum mit der Post in der Altstadt 
beläßt, hat dieser Entwurf das Stadtzentrum in die südliche 
Erweiterung verlegt, und zwar an die Straße, die den neuen 
Bahnhof mit der Altstadt verbindet. Das zwischen der Stadt 
und den Bergen liegende Tal ist für einen großen Volkspark be 
stimmt, während das Hügelgelände selbst bebaut werden soll. 
Den Hauptverkehr werden die drei großen, von dem neuen 
Bähnhof nach dem Villenviertel, nach der Altstadt und nach 
dem Industrieviertel führenden Straßen übernehmen müssen. 
Der Schlachthof, die Viehhalle und die Lebensmittelmagazine 
sind im Industrieviertel, das Gefängnis im Süden, jenseits der 
Bahn, .das Krankenhaus für ansteckende Krankheiten im Norden 
außerhalb der Stadt, und das neue Rathaus in der Altstadt, vor 
gesehen. Architekt Rudolf Wilhelms, Rom 
Abb.6 / Plan der Altstadt Brescia mit Eintragung der von der Römischen 
Städtebauer-Gruppe vorgeschlagenen Umänderungen 
»7 
Städtebau 1928, Heft g
	        
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